Blaulicht-Blog

Mann am U-Bahnhof Südstern mit Messer angegriffen

In unserem Blog finden Sie aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Donnerstag, 29. Oktober.

Im U-Bahnhof Südstern wurde eine Person mit einem Messer verletzt.

Im U-Bahnhof Südstern wurde eine Person mit einem Messer verletzt.

+++ Mann am Südstern mit Messer angegriffen +++

Am U-Bahnhof Südstern in Kreuzberg hat es am Mittwoch gegen 20 Uhr einen Angriff mit einem Messer gegeben. Dabei wurde ein Mann verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr, wie ein Sprecher der Polizei am frühen Donnerstagmorgen sagte. Nach Angaben der Polizei waren zwei Männer auf dem Bahnsteig auf den 28-Jährigen zugekommen und hatten ihm Stiche in den Unterkörper versetzt. Er kam in ein Krankenhaus und wurde noch in der Nacht operiert.

+++ Polizisten sollen im Dienst Radio mit Hakenkreuzen gekauft haben +++

Zwei Berliner Polizisten sollen im Dienst ein altes Radio mit Hakenkreuzen gekauft haben. Dabei sollen sie in Uniform gewesen sein und den Volksempfänger aus den 1940er Jahren in ihrem Dienstfahrzeug transportiert haben, heißt es in einem Bericht der Berliner Abendschau des rbb. Ein Polizeisprecher bestätigte am Donnerstagabend, dass es eine Untersuchung zu diesem Vorfall gebe. Ein Zeuge sei dazu bereits vernommen worden. Der Staatsschutz ermittele, weil es hier um NS-Symbole gehe. Darüber hinaus werde dieser Fall auch disziplinarrechtlich geprüft. Sollte er sich bestätigen, sei das schlecht für die Außenwahrnehmung der Berliner Polizei. Ein Zeuge hatte der rbb-Abendschau Fotos von dem Vorfall in einem Antiquitätenhandel zugespielt.

Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es zurzeit mehr als 30 Disziplinarverfahren wegen rechtsextremistischer Motivation bei der Berliner Polizei. Es sei aber nicht einfach, Polizeibeamte deshalb aus dem Dienst zu entlassen. Strafrechtlich müsse dazu zum Beispiel ein Jahr Freiheitsstrafe vorliegen.

+++ Maskenverweigerer löst Schlägerei aus +++

Ein 30 Jahre alter Maskenverweigerer hat am Mittwochabend in einer Tram der Linie 6 in Marzahn eine handfeste Auseinandersetzung ausgelöst. Laut Polizei hatte ein 65-Jähriger den Mann angesprochen und auf die Maskenpflicht hingewiesen. Als der 30-Jährige offenbar ungehalten reagierte, mischte sich ein 42-Jähriger ein, der ihn auf höfliche Umgangsformen und Respekt gegenüber Älteren hingewiesen habe. Daraufhin geriet der 30-Jährige mit dem Zeugen in Streit, auch nach dem Aussteigen an der Haltestelle Jan-Petersen-Straße. Dort mündete der Streit in ein Handgemenge, wobei beide Männer auf den Gleisen landeten. Der 65-Jährige ging dazwischen und erhielt dabei mehrere Faustschläge des 30-Jährigen ins Gesicht. Als dieser dann noch seine Thermosflasche dem 42-Jährigen an den Kopf warf, setzte der wiederum ein Tierabwehrspray ein. Die Polizisten nahmen die Personalien auf und leiteten vier Verfahren ein, unter andeem wegen gefährlicher Körperverletzung. Der 30-Jährige kam in eine Gefangenensammelstelle, eine Blutprobe ergab 1,76 Promille. Der Rentner musste mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus behandelt werden.

+++ Netto-Filiale in Weißensee überfallen +++

Zwei Unbekannte haben am Mittwoch gegen 21 Uhr eine Netto-Filiale an der Langhansstraße in Weißensee (Pankow) überfallen. Sie bedrohten zunächst eine 20 Jahre alte Angestellte mit einer Schusswaffe und forderten Geld, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Da sie die Kasse nicht öffnen konnte, musste sie eine Kollegin hinzurufen. Die 38-Jährige öffnete schließlich die Kasse, woraufhin sich die Räuber daraus bedienten. Anschließend flüchteten sie mit ihrer Beute und entkamen. Eine Absuche der Polizei in der Umgebung blieb erfolglos. Verletzt wurden die beiden Mitarbeiterinnen nicht. Die Kriminalpolizei der Direktion 1 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

+++ Taxifahrer in Charlottenburg verletzt - Zeugen gesucht +++

Nachdem ein Taxifahrer Ende September in Charlottenburg bei einer Auseinandersetzung mit zwei jungen Männern verletzt wurde, sucht die Polizei nach Zeugen. Nach den bisherigen Ermittlungen und Aussagen soll der 38 Jahre alte Taxifahrer am Sonntag, den 27. September, gegen 2 Uhr auf dem Kurfürstendamm kurz vor der Rankestraße mit zwei Männern aus bisher nicht geklärten Gründen in Streit geraten sein. Die beiden Männer sollen dann aus einem dunklen Mercedes ausgestiegen sein. Auch der Taxifahrer verließ seinen Wagen.

In der Folge des Streits sollen sie den Taxifahrer geschlagen haben. Als er am Boden lag, sollen sie ihn mehrfach gegen Kopf und Körper getreten haben. Er erlitt Verletzungen am Rumpf, am Kopf und am Bein. Anschließend flüchteten beide. Passanten kümmerten sich um den verletzten Taxifahrer. Ein Zeuge, der den Vorfall gesehen hatte, verfolgte den Mercedes und rief die Polizei. Einsatzkräfte stoppten kurze Zeit später den Mercedes in Schöneberg an der Kreuzung Martin-Luther-Straße/Hauptstraße und stellten die Personalien des 18 Jahre alten Fahrers und seines 20 Jahre alten Beifahrers fest. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung hat ein Fachkommissariat der Direktion 2 übernommen.

Die Kriminalpolizei fragt:

  • Wer hat die Auseinandersetzung beobachtet und kann Angaben zum Tathergang machen?
  • Wer kam dem verletzten Taxifahrer zu Hilfe bzw. kümmerte sich um ihn?
  • Wer kann sonstige sachdienliche Angaben machen?

Hinweise nimmt das Fachkommissariat der Direktion 2 in der Charlottenburger Chaussee 67 in 13597 Berlin-Spandau unter der Rufnummer (030) 4664-273316 während der Bürodienstzeiten), (030) 4664-271100 (außerhalb der Bürodienstzeiten) oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

+++ Neue Bedrohung gegen Bürgermeister von Neuruppin +++

Nach einem Brandanschlag auf das Auto des Neuruppiner Bürgermeisters Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) und einem Drohschreiben hat es eine weitere Bedrohung gegeben. Nach Angaben der Polizei ging eine entsprechende E-Mail an die Dienstadresse Goldes. Die Mail sei zunächst nicht bemerkt worden, weil sie im Spam-Ordner gelandet war, sagte Sprecherin Ariane Feierbach am Donnerstag. Golde habe eine weitere Strafanzeige gestellt, dem werde nachgegangen. Die Art und Weise habe allerdings noch eine andere Qualität als ein Drohschreiben im Briefkasten, weil die Mail von jedem Teil der Welt aus geschrieben worden sein könnte, betonte Feierbach. Zunächst hatte die „Märkische Allgemeine“ berichtet.

Unbekannte hatten am Dienstagabend vor einer Woche das Auto des Kommunalpolitikers vor seiner Wohnung in Brand gesteckt. Einen Tag später war bekannt geworden, dass wohl ein Drohschreiben in Goldes Briefkasten steckte. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt zu den Hintergründen. Um den Bürgermeister zu schützen, laufen polizeiliche Maßnahmen.