Brandstiftung

Elf Autos auf Berliner Polizeigelände in Flammen

Brandanschlag auf sichergestellte Autos auf einem bewachtem Berliner Polizeigelände. Elf Fahrzeuge werden stark beschädigt.

Auf einem Polizeigelände in Biesdorf haben in der Nacht elf Autos Feuer gefangen.

Auf einem Polizeigelände in Biesdorf haben in der Nacht elf Autos Feuer gefangen.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. In der Nacht zu Dienstag haben Unbekannte auf einem Gelände der Polizei in Marzahn-Hellersdorf sichergestellte Pkw in Brand gesetzt. Der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hatte gegen 0.15 Uhr Flammen an mehreren Fahrzeugen auf dem abgesperrten Grundstück in Biesdorf entdeckt und Polizei und Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer, Personen wurden durch die Flammen nicht verletzt. Nach Informationen der Berliner Morgenpost durchtrennten die Einbrecher Ketten, kletterten über den Zaun und zündeten einen BMW M3 an. Die Flammen griffen auf zehn weitere Fahrzeuge über.

Wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, wurde der Brandanschlag gezielt auf den BMW verübt. Das Fahrzeug wurde nach einer Straftat sichergestellt. Um was für ein Verbrechen es sich dabei gehandelt hat, wollte die Polizei nicht mitteilen, schloss aber ein illegales Autorennen aus.

Polizei-Gelände in Marzahn-Hellersdorf: Elf Fahrzeuge durch Brandstiftung stark beschädigt

Nach Angaben der Polizei wurden durch die Flammen und die starke Hitzeentwicklung ein Mazda, zwei Mercedes, drei Opel sowie jeweils ein BMW, ein Hyundai, ein Honda, ein Audi sowie ein Suzuki zum Teil stark beschädigt. Die Ermittler gehen aktuell von einer Brandstiftung aus. Die weiteren Ermittlungen führt ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt.

Das Gelände wird eigentlich 24 Stunden und sieben Tage die Woche mit zwei Mitarbeitern eines externen Wachschutzes gesichert. Ob die Fahrzeuge auf dem Gelände an der Cecilienstraße abgeschleppt worden waren, ist bisher unklar. Auf dem Sicherstellungsgelände stehen auch beschlagnahmte Pkw nach illegalen Autorennen und Fahrzeuge, die beispielsweise bei Straftaten genutzt wurden.

Gewerkschaft der Polizei: „Sicherheit der Polizeiliegenschaften ist eine Katastrophe“

„Wir wiederholen es gebetsmühlenartig, aber die Sicherheit unserer Polizeiliegenschaften ist nach wie vor eine Katastrophe und ein enormes Sicherheitsrisiko. Mal abgesehen davon, dass man es sich sparen kann, Sachen sicherzustellen, wenn man nicht auf diese aufpassen kann, müssen wir froh sein, dass bei diversen Einbrüchen, Sachbeschädigungen und Diebstählen keiner verletzt wurde“, sagte Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, als Reaktion auf den Vorfall.