Kriminalität

Knapp zehn Kilo Crystal Meth beschlagnahmt: Jetzt Anklage

Polizisten stellten im Mai knapp zehn Kilogramm Crystal Meth sicher. Sechs Verdächtige wurden von der Staatsanwaltschaft nun angeklagt.

In einem Überseecontainer in Velten (Oberhavel) stieß die Polizei auf ein Drogenlabor.

In einem Überseecontainer in Velten (Oberhavel) stieß die Polizei auf ein Drogenlabor.

Foto: Polizei Brandenburg

Berlin. Nach der Beschlagnahme von knapp zehn Kilogramm Crystal Meth in Berlin hat die Staatsanwaltschaft sechs Verdächtige wegen illegalen Drogenhandels angeklagt. Unter den Angeschuldigten im Alter von 31 bis 64 Jahren sei auch eine 36-jährige Frau, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Nach aufwendigen Ermittlungen mit Telefonüberwachung und Observierung war Ende Mai die bislang größte in Berlin und Brandenburg sichergestellte Menge des äußerst gefährlichen Rauschgifts beschlagnahmt worden.

Methamphetamin oder Pervitin, wie die Droge auch genannt wird, macht schnell süchtig und führt zu körperlichem und psychischem Verfall. Laut Staatsanwaltschaft liegt der Verkaufswert der beschlagnahmten Drogen je nach Berechnung zwischen 339.000 und 873.000 Euro.

Fünf der sechs Verdächtigen sitzen laut Mitteilung seit ihrer Festnahme am 28. Mai in Untersuchungshaft. Der sechste Angeschuldigte, der 64-jährige Besitzer einer Garage, sei auf freiem Fuß.

In einer Garage in Pankow soll das Rauschgift umgeladen worden sein

In der extra angemieteten Garage in Berlin-Pankow soll das aus den Niederlanden kommende Rauschgift umgeladen und dort von den drei mutmaßlichen Käufern (31 bis 40 Jahre) übernommen worden sein. Sie hätten bereits mehrjährige Haftstrafen wegen Betäubungsmittelhandels verbüßt oder verbüßten diese derzeit noch, so die Staatsanwaltschaft.

Das Crystal Meth war nach Erkenntnissen der Ermittler von zwei niederländischen Staatsangehörigen, einem 45 Jahre alten Mann und der 36-Jährigen, von der holländischen Grenze nach Berlin transportiert worden.