Unfall

Radfahrerin bei Unfall schwer verletzt

In Hellersdorf hat es wieder einen schweren Unfall mit einem LKW beim Abbiegen gegeben.

In Hellersdorf wurde die Radfahrerin von einem Lkw erfasst.

In Hellersdorf wurde die Radfahrerin von einem Lkw erfasst.

Foto: Thomas Peise

Wieder ist es in Berlin zu einem schweren Abbiegeunfall mit einem Radfahrer gekommen. In Hellersdorf ist am Freitagmorgen, gegen 8.30 Uhr, eine Frau, die mit ihrem Kind unterwegs war, von einem Lkw erfasst und dabei schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich an der Alten Hellersdorfer Straße Ecke Zossener Straße. Nach ersten Erkenntnissen wollte der Lkw-Fahrer nach rechts abbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit der Radfahrerin. Die Mutter (30) hatte ihr Kind (2) auf einem Kindersitz dabei, es erlitt keine Verletzungen. Die Feuerwehr war mit mehreren Rettungswagen und mehreren Notarztwagen am Unfallort.

Die Frau wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Ihre Tochter blieb unverletzt, befindet sich aber vorsorglich ebenfalls im Krankenhaus. Die Untersuchungen zum Unfallhergang führt der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 3. Die Zossener Straße war wegen der Unfallaufnahme zwischen Luckenwalder Straße und Alte Hellersdorfer Straße gesperrt. Zum Einsatz kamen auch Drohnen, mit denen Aufnahmen vom Unfallort gemacht wurden.

In Berlin gibt es seit Jahren eine Diskussion über Abbiegeassistenten, das es gerade in der Stadt immer wieder zu schweren Unfällen kommt. Es gilt als erwiesen, dass der elektronische Abbiegeassistent Leben retten kann. Die Rufe nach einer sofortigen Pflicht für diese Systeme, die EU-weit für Neumodelle erst ab 2022 gilt, wurde zuletzt immer lauter. Bislang entscheidet jedoch jeder Spediteur selbst, ob er darauf setzt.

Zuletzt monierte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub zudem, dass Deutsche Städte beim Ausbau der Radinfrastruktur Jahrzehnte zurück liegen würden.