Brandstiftung

Brandanschlag auf Autokran verursacht Millionenschaden

Bei einem Brandanschlag auf einen mobilen Autokran ist ein Sachschaden von drei Millionen Euro entstanden. Der Staatsschutz ermittelt.

Gegen 22.40 Uhr brannte auf einer Baustelle an der Heidestraße in Moabit ein mobiler Baukran.

Gegen 22.40 Uhr brannte auf einer Baustelle an der Heidestraße in Moabit ein mobiler Baukran.

Foto: Thomas Peise

Berlin.  Ein mobiler Baukran ist am späten Mittwochabend auf einer Baustelle in Moabit in Flammen aufgegangen. Dabei entstand ein Schaden von mindestens drei Millionen Euro. Gegen 22.40 Uhr hatte ein unbekannter Anrufer die Polizei und die Feuerwehr zu der Baustelle an der Heidestraße gerufen. Wie sich herausstellte, brannte ein 450-Tonnen-Autokran mit einem Leergewicht von 96 Tonnen. Die Feuerwehr rückte mit knapp 30 Einsatzkräften an und löschte das Feuer.

Hinter dem Brandanschlag wird ein politisches Motiv vermutet

Eine Polizeisprecherin sagte, es handele sich vermutlich um Brandstiftung. Neben einem Brandkommissariat ermittelt auch der Polizeiliche Staatsschutz, da ein politisches Motiv hinter dem Brandanschlag vermutet wird.

„Der Schaden an dem Kran beläuft sich auf drei Millionen Euro“, sagte Rainer Fröhlich der Berliner Morgenpost. Er ist der Eigentümer der gleichnamigen Firma, die schweres Baugerät, insbesondere aber Kräne in allen Größenordnungen und Kranfahrer an Baufirmen vermietet. „Spezialisten der Herstellerfirma Liebherr haben sofort am Donnerstagmorgen das Fahrzeug und die Schäden begutachtet.“ Neben den etwa drei Millionen Euro Sachschaden kann der Autokran, der eine Last von bis zu 450 Tonnen heben kann, etwa neun Monate nicht eingesetzt beziehungsweise vermietet werden. „Anfang nächster Woche wird der Autokran auf der Baustelle auseinandergebaut und mit Schwerlasttransportern zur Herstellerfirma gebracht.“

Brandanschlag in Verbindung mit der Räumung der „Liebig 34“ vermutet

Der Firmeninhaber vermutet hinter dem Brandanschlag eine Verbindung zur Räumung des Wohnhauses Liebigstraße 34 in Friedrichshain. Noch liege aber bei seiner Firma kein Bekennerschreiben vor. Vor und nach der Räumung des besetzten Hauses Liebigstraße 34 hatte es in Berlin mehrere Brandanschläge auf Fahrzeuge und auch auf Kabelanlagen der S-Bahn gegeben. Daher liegt der Verdacht nahe, dass der Brandanschlag auf den Autokran ebenfalls von Linksextremen verübt wurde. Denn der Leihkran wird auf der Baustelle eines riesigen Neubauprojektes, dem Quartier Heidestraße, in Mitte eingesetzt. Dort sollen in den kommenden Jahren etwa 3000 neue Wohnungen entstehen.