Polizei und Feuerwehr

Unfall mit Streifenwagen - zwei Polizisten verletzt

| Lesedauer: 11 Minuten
Ein Mann ist in Wedding in einem Wohnhaus überfallen worden.

Ein Mann ist in Wedding in einem Wohnhaus überfallen worden.

Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonntag, 11. Oktober.

+++ Unfall mit Streifenwagen - zwei Polizisten verletzt +++

Bei einem Unfall mit einem Streifenwagen sind zwei Polizisten verletzt worden. Der Polizei zufolge war der 29 Jahre alte Fahrer des Streifenwagens gegen 0.25 Uhr in der Nacht zu Sonntag auf dem Messedamm Richtung Halenseestraße in Westend unterwegs. An der Kreuzung Masurenallee / Neue Kantstraße wollte er nach links in die Neue Kantstraße abbiegen, musste aber halten, weil ein Lkw dort wenden wollte. Als der Polizist von der Kreuzung fahren wollte, stieß er mit dem BMW eines 19-Jährigen zusammen, der auf der Neuen Kantstraße Richtung Masurenallee fuhr. Der Beamte und sein gleichaltriger Kollege erlitten Verletzungen an Kopf und Rumpf und wurden stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Der BMW-Fahrer blieb unverletzt. Ein Fachkommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen.

+++ Fall von Polizeigewalt? Berliner Polizei prüft Twitter-Video +++

Die Berliner Polizei prüft ein Video, das unter dem Stichwort „Polizeigewalt“ für viele Klicks bei Twitter sorgt. Die Szene aus dem Clip und die Hintergründe seien Gegenstand eines laufenden Ermittlungsverfahrens, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Das Video soll demnach einen Vorfall vom Freitagnachmittag zeigen. Weiter äußern konnte sich die Sprecherin dazu nicht.

In dem rund einminütigen Clip ist zu sehen, wie zwei junge Männer zunächst mit Polizisten neben einem Einsatzwagen nahe einer Kreuzung stehen. Was zuvor passiert ist, bleibt unklar. Einer der Beamten schiebt einen der Männer dann mit Körpereinsatz mehrere Meter auf dem Gehweg vor sich her und bringt ihn schließlich zu Boden. Bis Sonntagnachmittag wurde das Video bei Twitter mehr als 70.000 mal angesehen.

+++ Mutmaßlicher Taschendieb in Charlottenburg gefasst +++

Ein mutmaßlicher Räuber wurden am Sonnabend in Charlottenburg geschnappt. Er soll in der Weimarer Straße eine 65 Jahre alte Frau angesprochen und sie aufgefordert haben, Geld herauszugeben. Als die Frau sich weigerte und und ihren Weg fortsetzte, folgte ihr der Mann, drückte sie gegen eine Hauswand und nahm die Geldbörse aus ihrer Tasche. Dann flüchtete er in Richtung Leibnizstraße. Dort nahmen alarmierte Einsatzkräfte den 45-Jährigen fest. Bei der Durchsuchung fanden sie Bargeld. Das Portemonnaie, das ein aufmerksamer Passant in unmittelbarer Nähe zum Tatort fand und auf einem Polizeiabschnitt abgab, wurde der Frau zurückgegeben. Die Frau erlitt bei dem Überfall leichte Verletzungen an der Hüfte und an einem Arm.

+++ Auto mit Politiker-Werbung beschädigt und beschmiert +++

In Charlottenburg haben unbekannte Täter ein Werbefahrzeug beschädigt und mit Farbe beschmiert. Polizeikräfte wurden am Sonntagvormittag gegen 9.30 Uhr zu einem öffentlichen Parkplatz am Einsteinufer gerufen. Ein dort geparkter Opel war mit Gegenständen an den Fensterscheiben beschädigt worden. Zudem war das Auto mit Farbe beschmiert. An dem Opel waren das Portrait und der Name eines Bundestagsabgeordneten einer Partei angebracht. Nach ersten Erkenntnissen wurde nichts aus dem Auto entwendet. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Lesen Sie hier den kompletten Bericht zum Farbanschlag in Charlottenburg.

+++ Brand in Einfamilienhaus - 59 Jahre alte Bewohnerin tot +++

Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus in Herzberg (Landkreis Elbe-Elster) ist die 59 Jahre alte Bewohnerin ums Leben gekommen. Die Rettungskräfte hätten die Frau am Sonntag tot in dem Haus entdeckt, berichtete die Polizeidirektion Süd. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Experten der Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

+++ Scheiben eines Firmen-Autos in Lichtenberg eingeschlagen +++

Unbekannte haben einen Firmenwagen eines Wohnungsbauunternehmens in Alt-Hohenschönhausen in Lichtenberg stark beschädigt. Alle Seitenscheiben wurden am Sonntagvormittag zerstört, wie die Polizei mitteilte. Auch die Windschutzscheibe wurde mit unbekannten Gegenständen demoliert. Der Wagen war demnach auf einem Parkplatz an der Landsberger Allee abgestellt. Gestohlen wurde ersten Erkenntnissen zufolge nichts. Der polizeiliche Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen, weil ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne, hieß es. Zu den Hintergründen der Tat lagen zunächst keine weiteren Details vor.

+++ Mann nach Streit schwer verletzt - Partnerin festgenommen +++

Bei einem Streit mit seiner 58 Jahre alten Partnerin ist ein 53 Jahre alter Mann in Brandenburg/Havel mit einem Messerstich im Bauch schwer verletzt worden. Nachbarn eines Mehrfamilienhauses seien in der Nacht zum Freitag auf die lautstarke Auseinandersetzung in einer Wohnung aufmerksam geworden und hätten an der Tür geklopft, berichtete die Polizeidirektion West am Sonntag. Die 58-Jährige habe sichtlich unter Schock geöffnet. Ihr Partner habe blutend mit einer Stichverletzung im Bauch in der Wohnung gelegen.

Der 53-Jährige wurde von einem Rettungssanitäter versorgt und anschließend im Krankenhaus operiert. Der Mann sei inzwischen außer Lebensgefahr, berichtete die Polizei. Die Frau wurde festgenommen und auf der Wache verhört. Anschließend sei sie auf Weisung der Staatsanwaltschaft entlassen worden, dürfe die Wohnung aber zehn Tage lang nicht mehr betreten, so die Polizei. Die Ermittlungen dauerten weiter an.

+++ Mann mit Warnbake und Messern attackiert +++

Bei einem Streit hat ein 29-Jähriger am Sonnabendnachmittag in der Hobrechtstraße in Neukölln schwere Verletzungen erlitten. Dort soll ein 20-Jähriger gegen 16.50 Uhr auf den Mann losgegangen sein, berichtete die Polizei. Zunächst habe der 20-Jährige seinen Kontrahenten mehrmals mit Fäusten geschlagen, bevor er mit zwei Messern auf ihn eingestochen und dann noch versucht habe, ihn mit einer Warnbake zu schlagen. Der 29-Jährige erlitt Schnittverletzungen am Oberkörper sowie Blutergüsse. Er wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der 20-Jährige wurde festgenommen.

+++ Zehn Weltkriegsgranaten in ausgetrocknetem See entdeckt +++

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) hat in einem ausgetrockneten See in der Nähe des Ahrensfelder Ortsteils Mehrow zehn Granaten gefunden, die vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Zunächst habe ein aufmerksamer Bürger die Polizei am Samstag auf eine Artilleriegranate in dem ausgetrockneten Gewässer im Landkreis Barnim aufmerksam gemacht, berichtete die Polizeidirektion Ost am Sonntag. Die Experten des KMBD hätten daraufhin mit Metallsonden im Umfeld neun weitere Granaten entdeckt und geborgen. Sie sollen nun fachgerecht entsorgt werden.

+++ Messer an den Hals gehalten - Mann im Fahrstuhl ausgeraubt +++

Ein Mann ist am Sonnabend in Wedding (Mitte) von zwei Unbekannten in einem Fahrstuhl eines Wohnhauses an der Lynarstraße überfallen worden. Als der 54-Jährige gegen 18.30 Uhr im Erdgeschoss den Aufzug verlassen wollte, wurde er von zwei Männern wieder hineingedrückt. Einer der Unbekannten schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Während der Fahrstuhlfahrt hielt ihm der andere Mann ein Messer an den Hals. Die Männer forderten Geld. Als der 54-Jährige angab, kein Geld dabei zu haben, entrissen sie ihm die um den Bauch geschnallte Gürteltasche. In der fünften Etage verließen die Täter den Fahrstuhl und flüchteten in unbekannte Richtung. Der 54-Jährige erlitt eine Platzwunde an der Oberlippe. Das Raubkommissariat ermittelt.

+++ Nach Ausschreitungen: Kleinere Polizeieinsätze im „Liebig 34“-Umfeld +++

Nach den Gewaltausbrüchen bei einer Protest-Demonstration gegen die Räumung des besetzten Hauses „Liebig 34“ ist es in der Nacht zum Sonntag in Berlin ruhiger geblieben. Eine Polizeisprecherin berichtete am Sonntag, es habe kleinere Einsätze gegeben, etwa in den umliegenden Straßen des geräumten Hauses im Stadtteil Friedrichshain. An mehreren Orten hätten sich Gruppen von bis zu 30 Personen versammelt - sofern möglich seien Beamte eingeschritten. In einem Fall habe sich eine Gruppe, die laute Musik gehört habe, auch bis zum Eintreffen der Polizei aufgelöst, sagte die Sprecherin.

Unbekannte setzten in der Nacht erneut Autos in Brand und verübten kleinere Sachbeschädigungen wie Schmierereien, wie die Sprecherin sagte. Bei den Fahrzeugbränden in mehreren Bezirken sei wie schon in der Nacht zuvor aber zunächst kein eindeutiger Bezug zur Räumung erkennbar. Brandkommissariate arbeiteten jedoch eng mit dem Staatsschutz zusammen, um eine politische Motivation zu prüfen. Die Brände waren im Prenzlauer Berg, im Westend und in Alt-Stralau.

+++ Mehrere Fahrzeuge brennen in Berlin +++

In der vergangenen Nacht haben in Prenzlauer Berg (Pankow), Westend (Charlottenburg-Wilmersdorf) und in Friedrichshain-Kreuzberg mehrere Fahrzeuge gebrannt. Verletzt wurde niemand. Die weiteren, noch andauernden Ermittlungen übernahmen der Staatsschutz bzw. Brandkommissariate beim Landeskriminalamt, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Ein Passant verständigte am Sonnabend gegen 22.50 Uhr die Polizei und die Feuerwehr an die Ella-Kay-Straße, nachdem er Flammen an einem VW bemerkte. Die Feuerwehr löschte den Brand. Das Fahrzeug wurde teilweise beschädigt. Die Ermittlungen führt der Staatsschutz.

Kurze Zeit später - gegen Mitternacht - sah ein Passant an der Königin-Elisabeth-Straße in Westend einen brennenden Audi. Brandbekämpfer löschten die Flammen. Das Fahrzeug wurde teilweise zerstört. Durch die starke Hitzeentwicklung wurde zudem ein danebenstehender Fiat beschädigt.

Wegen zwei brennender Fahrzeuge rückte die Feuerwehr gegen 0.30 Uhr in die Straße Alt-Stralau aus. Der Mercedes sowie ein unmittelbar davor abgestellter Hyundai, der durch übergreifende Flammen angegriffen wurde, und ein Ford wurden erheblich beschädigt.

+++ Verstöße gegen Sperrstunde und Kontaktbeschränkungen +++

In der vergangenen Nacht hat es erneut Verstöße gegen die Corona-Regeln in Berlin gegeben. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, befand sich eine 50-köpfige Gruppe am Kottbusser Tor an einem Späti. Auch vor einer Bar in Friedrichshain versammelten sich 20 Personen. Außerdem traf die Polizei weitere Gruppen mit mehr als fünf Personen an. In Friedrichshain wurde die Polizei während der Kontrollen mit einem Ei beworfen.

Im Kampf gegen das Coronavirus verschärfte Berlin die Corona-Regeln. Lokale müssen in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr geschlossen sein. Im Freien dürfen von 23 Uhr bis 6 Uhr nur noch fünf Personen aus verschiedenen Haushalten oder Menschen aus zwei Haushalten gemeinsam unterwegs sein.

+++ Corona-Gegner wollten in Friedrichshain demonstrieren +++

Am Sonnabend gegen 23 Uhr haben sich auf der Warschauer Brücke in Friedrichshain mehrere Personen versammelt. Sie wollten gegen die Sperrstunde protestieren. Dabei soll es sich um Gegner der Corona-Politik gehandelt haben. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz und hielt die Personen vorläufig fest. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, forderten die Beamten die Personen immer wieder dazu auf, sich an die geltenden Corona-Regeln zu halten.

( BM/dpa )