Polizei und Feuerwehr

Betrunkener Autofahrer rammt in Wilmersdorf neun Autos

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Foto: Olaf Ziegler / Funke Foto Services GmbH

In unserem Blog finden Sie aktuelle Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Sonnabend, 10. Oktober.

+++ Betrunkener Fahrer verliert in Wilmersdorf Kontrolle über Auto - Zwei Verletzte +++

In Wilmersdorf hat ein betrunkener Autofahrer am Freitag mehrere Verkehrsunfälle verursacht. Laut Zeugenaussagen soll der Autofahrer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Westfälischen Straße in Richtung Konstanzer Straße unterwegs gewesen sein. In Höhe der Albrecht-Achilles-Straße übersah er offenbar eine Mittelinsel und verlor beim Ausweichen nach rechts die Kontrolle über sein Auto. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit insgesamt neun geparkten Fahrzeugen, die zum Teil erheblich beschädigt wurden. Eine 51 Jahre alte Frau, die sich in einem abgestellten Smart befand, wurde leicht am Rumpf verletzt. Ein 38-jähriger Mann, der in einem geparkten Fiat wartete, erlitt leichte Verletzungen im Gesicht. Rettungskräfte brachten beide Verletzten in ein Krankenhaus. Der Audi-Fahrer blieb unverletzt. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von rund 0,5 Promille. Einsatzkräfte beschlagnahmten den Führerschein und das Fahrzeug und brachten den Mann in ein Polizeigewahrsam, welches er nach einer Blutentnahme wieder verlassen konnte. Die Ermittlungen laufen.

+++ Radfahrerin nach Verkehrsunfall auf Intensivstation +++

Schwere Verletzungen trug eine Radfahrerin in Moabit davon, als sie beim Abbiegen mit einem Auto zusammenstieß. Die 49-Jährige befuhr gegen 5.15 Uhr die Straße Alt-Moabit in Richtung Moltkebrücke und bog nach links in die Invalidenstraße ein. Dabei prallte sie gegen den links neben ihr fahrenden Mercedes eines 23-Jährigen. Die Radfahrerin stürzte und erlitt unter anderem schwere Kopfverletzungen. Zum Unfallort alarmierte Rettungskräfte brachten die Frau zur stationären Aufnahme in ein Krankenhaus, sie wird intensivmedizinisch betreut.

+++ Autoeinbrecher in Pankow festgenommen +++

Polizisten haben am Sonnabend einen Autoeinbrecher in Pankow festgenommen. Anwohner beobachteten am Vormittag, wie ein Mann die Seitenscheibe eines geparkten Skoda einschlug und sich dann ins Fahrzeuginnere lehnte. Einsatzkräfte nahmen den Dieb in unmittelbarer Nähe fest und entdeckten bei ihm eine sogenannte Dashcam, die augenscheinlich aus dem Auto entwendet wurde. Der 39-Jährige wurde der Kriminalpolizei übergeben.

+++ Mehrere Fahrzeuge brennen in Berlin +++

In der vergangenen Nacht haben in Marzahn-Hellersdorf, Pankow, Tempelhof-Schöneberg, Lichtenberg Fahrzeuge gebrannt. In allen Fällen wird derzeit von Brandstiftung ausgegangen. Verletzt wurde niemand. Brandkommissariate beim Landeskriminalamt haben die Ermittlungen übernommen und stehen hierzu in engem Kontakt mit dem Staatsschutz, um mögliche politische Motivationen, ebenfalls zu prüfen.

Gegen 22 Uhr bemerkten Passanten Qualm aus dem Radkasten eines am Blumberger Damm Ecke Hohensaatener Straße in Marzahn geparkten Lkw. Die Feuerwehr löschte die Flammen.

In der Michelangelostraße in Prenzlauer Berg bemerkte gegen 22.45 Uhr ein Anwohner einen brennenden Mercedes, der trotz der Löscharbeiten der Feuerwehr komplett ausbrannte. Zudem wurde ein daneben geparkter Nissan durch das Feuer leicht beschädigt.

Aufgrund eines lauten Knalls wurde ein Anwohner der Kärntener Straße in Schöneberg gegen 2.50 Uhr auf ein brennendes Kleinkraftrad aufmerksam, das dort auf dem Gehweg genau unter einer Kabel-Unterführung der S-Bahn stand. An der Laterne, wo das Gefährt in Brand gesteckt wurde, steht: "Atzen machen Chaos". Die Feuerwehr löschte die Flammen, das Fahrzeug brannte dennoch vollständig aus.

Gegen 3.40 Uhr alarmierte ein Passant die Feuerwehr und die Polizei zur Falkenberger Chaussee in Neu-Hohenschönhausen, nachdem er dort auf einem Parkplatz einen in Vollbrand stehenden Fiat bemerkt hatte. Unmittelbar daneben geparkte Fahrzeuge, ein Audi und ein Renault, wurden durch das Feuer ebenfalls beschädigt.

+++ Radfahrer bei Unfall in Lichtenberg schwer verletzt +++

In der vergangenen Nacht hat ein Radfahrer bei einem Unfall in Lichtenberg schwere Verletzungen erlitten. Gegen 23 Uhr fuhr der 58-Jährige über die Fußgängerfurt der Landsberger Allee und wurde von einer 63 Jahre alten Autofahrerin erfasst, die mit einem VW von der Vulkanstraße aus kommend nach rechts in die Landsberger Allee abbiegen wollte. Der Radfahrer stürzte und erlitt schwere Kopfverletzungen. Rettungskräfte brachten ihn mit dem Verdacht eines Schädelhirntraumas in ein Krankenhaus. Ein 25 Jahre alter Fußgänger, der zeitgleich mit dem Radfahrer die Fußgängerfurt überquerte, erlitt einen leichten Schock und wurde ebenfalls ins Krankenhaus gebracht, lehnte dort aber eine Behandlung ab. Die Polizei ermittelt.

+++ Autofahrer fährt gegen Eingangsbereich der U-Bahn +++

In der vergangenen Nacht ist ein BMW-Fahrer auf der Chausseestraße in Mitte gegen den Eingangsbereich der U-Bahn geprallt. Dabei wurde der Wagen erheblich beschädigt, der Fahrer lehnte eine Fahrt ins Krankenhaus ab. Die Feuerwehr räumte die Unfallstelle.

+++ Gewaltausbrüche bei Demo gegen Räumung von Liebig 34 +++

Am Freitagabend ist es bei einer Demonstration gegen die Räumung des Hauses an der Liebigstraße zu Gewaltausbrüchen gekommen. Randalierer warfen immer wieder Feuerwerkskörper, Flaschen und Steine gezielt auf Einsatzkräfte, wie die Polizei auf Twitter schrieb. In der Nähe des Hackeschen Marktes wurden Steine in mehrere Schaufenster geworfen. Mehrere Autos wurden angezündet. Gegen 00.30 Uhr wurde die Demonstration in der Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg beendet. Die Polizei kündigte an, auch in der restlichen Nacht mit vielen Kräften im Einsatz zu sein.

Am Abend zogen die Teilnehmer der Demonstration mit Sprechchören bei Regen durch Berlin, die Stimmung war aggressiv. Es kam zu Rangeleien zwischen Polizisten und Demonstranten. Festnahmen wurden beobachtet, die Polizei machte dazu zunächst keine Angaben. Zu Beginn der Versammlung wurde der Protestzug immer wieder gestoppt. Die zweite Hälfte der Demonstration verlief dann vergleichsweise zügig und friedlicher. Nach Einschätzung von Beobachtern vor Ort nahmen mehr als tausend Menschen an der Demonstration teil.

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Als der Demonstrationszug am Hausprojekt „Linie 206“ vorbeikam, wurde auf dem Dach ein Feuerwerk gezündet. Aus dem Haus heraus gab es Solidaritätsbekundungen. Eine Gruppe von etwa 20 Randalierern sonderte sich an der Steinstaße von der Demonstration ab und zerstörte gezielt Schaufenster und Autoscheiben, wie ein dpa-Reporter beobachtete.

+++ Radfahrer bei Unfall in Lichtenberg verletzt +++

Zu einem Unfall ist es am Freitag in Lichtenberg gekommen. Gegen 23 Uhr kollidierten an der Landsberger Allee Ecke Vulkanstraße ein Pkw und ein Radfahrer. Der Radfahrer erlitt Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

( BM/dpa )