Rauschgift

Zollfahndung stellt 64 Kilogramm Marihuana sicher

| Lesedauer: 2 Minuten
Andreas Gandzior
Das Foto zeigt beschlagnahmtes Marihuana (Symbolfoto).

Das Foto zeigt beschlagnahmtes Marihuana (Symbolfoto).

Foto: Zoll Münster / dpa

Ein fehlender Lieferschein führte auf die Spur der vier Täter. Das Rauschgift kam aus Barcelona.

Berlin/ Strausberg.  Ein fehlender Lieferschein und der Einsatz einer Spezialeinheit der Zollfahndung führte am vergangenen Dienstag zu einem großen Drogenfund und vier Festnahmen. Bereits Ende September hatte die Mitarbeiterin eines Paketverteilerzentrums in Strausberg auf der Suche nach einem fehlenden Lieferschein eins von vier Paketen aus Barcelona in Spanien geöffnet. Durch eine beschädigte Umverpackung innerhalb des Kartons konnte sie das Marihuana riechen und sah auch Marihuana-Blüten. Die alarmierten Beamten der Polizeidirektion Ost fanden in den vier Paketen 40 Kilogramm des Rauschgifts. Zwei weitere Pakete mit weiteren 24 Kilogramm wurden nur einen Tag später festgestellt.

Zollfahndung verfolgt Rauschgiftlieferung nach Berlin

Von diesem Moment an übernahm im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg die Ermittlungen. Und hier traten die Spezialisten der Observierungseinheit Zoll (OEZ) auf den Plan, eine Spezialeinheit der Zollfahndung. Nach Angaben eines Sprechers der Zollfahndung beobachteten die Beamten, wie die Pakete an zwei Paketshops in Charlottenburg und in Dahlwitz-Hoppegarten ausgeliefert wurden.

Insgesamt vier Männer mit gefälschten italienischen und bulgarischen Ausweisen holten die Pakete ab. Die OEZ verfolgte die Drogenschmuggler bis zu ihrem Rauschgiftdepot in Lichtenberg. Wie der Sprecher weiter mitteilte, flüchteten zwei der Männer bei der Festnahme über ein Dach und angrenzende Bahngleise, wurden aber wenig später durch die Spezialeinheit gestoppt und festgenommen.

Versandweg aus Barcelona aufgedeckt

Bei der anschließenden Durchsuchung der Firmenräume fanden die Beamten leere Umverpackungen und Kartons. Das deute darauf hin, dass dieser Versandweg schon länger genutzt werde, hieß es. Das Amtsgericht Frankfurt (Oder) erließ gegen die vier Männer aus dem Kosovo, Albanien und aus Deutschland Haftbefehle. Die Ermittlungen gegen die Tatverdächtigen im Alter von 25 bis 44 Jahren dauern an.