S-Bahn Berlin

Nach Kabelbrand: S-Bahn-Verkehr normalisiert sich

Eine Woche nach dem Kabelbrand fahren die S-Bahn-Linien S41, S42, S8 und S9 wieder. Die S85 verkehrt noch nicht.

Bei der S-Bahn kam es zu einen Kabelbrand. Die Polizei ermittelt.

Bei der S-Bahn kam es zu einen Kabelbrand. Die Polizei ermittelt.

Foto: Maurizio Gambarini

Berlin. Eine Woche nach dem Brandanschlag auf einen Kabelschacht der Berliner S-Bahn im Bereich Frankfurter Allee normalisiert sich der Verkehr wieder. Die Ringbahn-Linien S41 und S42 fahren seit Montag (12. Oktober) wieder durchgehend zwischen den Stationen Ostkreuz und Treptower Park. Seit dem Nachmittag fahren auf den Linien S8 und S9 auch wieder Züge. Nur die Linie S85 verkehrt vorerst noch nicht.

Nach Anschlag ermittelt der Staatsschutz

Nach dem Kabelbrand ermittelt nun der Staatsschutz. "Nach derzeitigen Erkenntnissen gehen wir von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus", so die Behörde am Montagmorgen auf Twitter. Der Brand wurde gegen 5 Uhr gelegt und verursachte massive Verspätungen und Ausfälle. Die Polizei vermutete bereits am Morgen politische Hintergründe.

Am Montagnachmittag tauchte auf der Internet-Plattform Indymedia ein vermeintliches Bekennerschreiben auf. Die anonymen Autoren nehmen darin unter anderem Bezug zur bevorstehenden Räumung des linksradikalen Hausprojekts "Liebig 34" in Friedrichshain. Die Gruppe nennt sich selbst Feministisch-Revolutionär-Anarchistische-Zelle (Fraz).

In Berlin ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Brandanschlägen auf die S-Bahn gekommen. Zuletzt hatte im September 2019 eine linksextreme Gruppe einen Brandanschlag auf Strom- und Kommunikationskabel der S-Bahn zwischen den Bahnhöfen Karlshorst und Wuhlheide verübt. Der Brandanschlag hatte Teile des Regional- und S-Bahn-Verkehrs im Berliner Osten lahmgelegt.