Polizeibericht

Schuss und drei Verletzte in Neukölln: Polizei ermittelt

In Neukölln kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Dabei kam auch eine Schreckschusswaffe zum Einsatz.

Einsatzkräfte rücken in der Dieselstraße an.

Einsatzkräfte rücken in der Dieselstraße an.

Foto: Morris Pudwell

Berlin. Am Freitagnachmittag ist es in Neukölln an der Dieselstraße zu einem gewalttätigen Streit zwischen zwei Gruppen gekommen. Dabei wurde ein Schuss aus einer Schreckschusswaffe abgefeuert. Zwei Menschen wurden leicht verletzt, eine Frau erlitt einen Schock.

Die etwa 30 Personen waren gegen 12.45 Uhr an der Dieselstraße aufeinandergetroffen, um einen Streit zu klären, teilte die Berliner Polizei mit. Dass es sich um einen Konflikt zwischen zwei Familien gehandelt habe, wollte ein Polizeisprecher später nicht bestätigen. Während der Auseinandersetzung wurde ein Schuss aus einer Schreckschusswaffe abgegeben. Ein 21-Jähriger wurde leicht am Kopf verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, eine andere Person trug Verletzungen durch Reizgas davon. Eine Frau erlitt einen Schock. Ob der abgegebene Schuss die Ursache für die Kopfverletzung war, ist noch unklar.

Die Polizei gehe von einem Beziehungsstreit aus, die Gruppen hätten sich gekannt. Es bestehe kein Zusammenhang zu Clan-Kriminalität, so der Polizeisprecher.

Wie unser Polizeireporter beobachtete, konnte mindestens ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Außerdem sollen verschiedene Messer und verbotenes Pfefferspray sichergestellt worden sein. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an. Schwerbewaffnete Kräfte sicherten die Umgebung.

Die Ermittlungen zu dem Landfriedensbruch, der gefährlichen Körperverletzung und den Hintergründen der Auseinandersetzung dauern an, wie die Polizei am Sonnabend mitteilte.