Kriminalität

Polizisten stoppen Raser: Führerschein und Pkw beschlagnahmt

In Berlin-Gesundbrunnen hat die Polizei einen 22 Jahre alten Raser gestoppt. Der Führerschein und das Auto wurden beschlagnahmt.

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Die Polizei hat in Berlin-Gesundbrunnen einen 22 Jahre alten Raser aus dem Verkehr gezogen. Der Mann war den Beamten am Montagabend in der Hussiten-/Ecke Feldstraße mit überhöhter Geschwindigkeit, durchdrehenden Reifen und starkem Motorgeheul aufgefallen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Demnach stoppten ihn die Polizisten kurze Zeit später, nachdem er weiter mit sehr hohem Tempo fuhr. Sie beschlagnahmten den Führerschein und stellten das Auto sicher.

Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens gegen den Mann. Seit 2017 gilt in Deutschland der sogenannte Raser-Paragraf 315d. Demnach können Autofahrer nicht nur bestraft werden, wenn sie sich an einem illegalen Autorennen beteiligen. Verurteilt werden können auch einzelne Raser, wenn sie das Leben anderer Mensch in "Alleinrennen" aufs Spiel setzen.

Immer wieder Raser-Unfälle in Berlin

Am Wochenende war es in Berlin zu mehreren Raser-Fällen gekommen: In Gesundbrunnen war ein Mercedes-Fahrer bei einer Polizeikontrolle auf einen Beamten zugerast. Auch Schüsse aus der Pistole des Beamten konnten den Raser nicht stoppen. In Kreuzberg bemerkte die Besatzung eines Streifenwagens einen Raser. Bei einer Verfolungsfahrt prallte der Streifenwagen gegen einen Stromkasten. Und in Friedrichshain beschlagnahmten die Beamten nach einem mutmaßlichen Rennen ein Auto.

Bei einem Unfall während eines weiteren mutmaßlichen illegalen Rennens in der vergangenen Woche waren eine 45-Jährige und ihre 17 Jahre alte Tochter auf dem Kurfürstendamm schwer verletzt worden. Der Fahrer eines BMW, der den Kleinwagen der Frauen mit seinem Fahrzeug gerammt haben soll, war auch am Dienstag weiter flüchtig. Er soll sich mit mindestens einem weiteren Auto das Rennen geliefert haben.