Unfälle

SUV-Unfall vor einem Jahr in Mitte: Ermittlungen laufen noch

Vier Menschen kamen bei dem SUV-Unfall auf der Invalidenstraße in Berlin-Mitte ums Leben. Zur Zeit werden Ärzte des Fahrers befragt.

Verkehrsunfall in Berlin: Vier Menschen von Porsche erfasst

Am Freitagabend kam ein Wagen in Berlin Mitte von der Straße ab und geriet auf den Gehweg. Vier Menschen erlagen ihren Verletzungen.

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Berlin. Ein Jahr nach dem tödlichen SUV-Unfall in Berlin mit vier Toten sind die Ermittlungen immer noch nicht beendet. Zur Zeit würden die damaligen Ärzte des Fahrers zum Krankheits- und Behandlungsverlauf vor dem Unfall befragt, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. "Erst danach können die ärztlichen Erkenntnisse, Zeugenaussagen und Unfallgutachten sowie die übrigen Ermittlungsergebnisse bewertet werden."

Schon im Frühjahr hatte die Staatsanwaltschaft erklärt, die Ermittlungen seien umfangreich und ein schnelles Ende nicht zu erwarten. Die Gutachten von Sachverständigen seien sehr zeitaufwendig.

SUV-Unfall in Mitte: Vier Menschen sterben

Am 6. September 2019 war das Auto auf der Invalidenstraße in Mitte auf die Gegenfahrbahn gekommen, hatte eine Ampel gerammt und dann ungebremst vier Menschen überfahren, darunter einen dreijährigen Jungen. Der Wagen soll dabei nach früheren Angaben der Staatsanwaltschaft auf 104 Stundenkilometer beschleunigt worden sein.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass der Fahrer einen "Krampfanfall" erlitt. Er soll regelmäßig Medikamente genommen haben. Bei den Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung geht es darum, ob der Fahrer sein Versagen hätte vorhersehen können.