Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: U-Bahn schleift Mädchen mit

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin von Donnerstag, 3. September.

Eine U-Bahn fährt durch den Bahnhof Wittenau.

Eine U-Bahn fährt durch den Bahnhof Wittenau.

Foto: pa

+++ U-Bahn schleift Mädchen mit +++

Am Donnerstagnachmittag hat sich ein schwerer Unfall auf dem U-Bahnhof Wittenau in Reinickendorf ereignet. Wie die Feuerwehr der Berliner Morgenpost mitteilte, hat eine U-Bahn ein Mädchen mitgeschleift. Zum genauen Unfallhergang ermittelt die Polizei. Wie die BZ berichtet, soll das Mädchen versucht haben, den Zug noch zu erreichen. Als die Türen sich schlossen, soll die Neunjährige mit der Hand in der Tür hängen geblieben sein. Der Zug fuhr trotzdem los. Fahrgäste zogen daraufhin die Notbremse. Der Zug sei aber erst nach rund 70 Metern stehen geblieben.

Die Sechsjährige erlitt schwere bis lebensgefährliche Verletzungen. Rettungskräfte kümmerten sich vor Ort um sie. Danach wurde das Mädchen in ein Krankenhaus transportiert. Der Zugführer der U-Bahn und ein Zeuge erlitten einen Schock. Auch sie wurden in eine Klinik gebracht.

Wegen des Notarzteinsatzes war die Linie U8 zwischen den Bahnhöfen Paracelsus-Bad und Wittenau für etwa eine Stunde unterbrochen. Die BVG wies Fahrgäste darauf hin, dass zur Umfahrung die umliegenden Buslinien genutzt werden sollen.

+++ Zivilpolizisten stoppen "Koks-Taxi" - zwei Festnahmen +++

Zivilpolizisten haben in Mitte ein sogenanntes Koks-Taxi gestoppt und zwei Verdächtige festgenommen. Die Fahnder beobachteten am Mittwochabend in der Fehrbelliner Straße einen Mann, der aus seinem Auto mutmaßlich Rauschgift verkaufte, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Polizisten kontrollierten demnach zuerst den 26 Jahre alten Käufer - und fanden bei ihm Drogen.

Weitere Zivilfahnder stoppten einige Straßen weiter den Wagen des mutmaßlichen 25-jährigen Verkäufers. Dort fanden sie: Marihuana und Kokain, Bargeld und ein Messer. Beim dem 26 Jahre alten Beifahrer, der zunächst zu flüchten versuchte, wurden zwei Handys, weitere Drogen, Bargeld und eine Feinwaage entdeckt. Die beiden Verdächtigen wurden festgenommen, ihre Wohnungen durchsucht. Auch dort wurden Drogen und Bargeld gefunden. Der Wagen des 25-Jährigen wurde sichergestellt. Gegen die beiden wird wegen Drogenhandels ermittelt.

+++ Späti in Moabit überfallen +++

Unbekannte haben in der vergangenen Nacht einen Spätkauf in Moabit (Mitte) überfallen und konnten mit der Beute flüchten. Zwei Männer betraten gegen 1.45 Uhr den Laden an der Gotzkowskystraße und besprühten den 52 Jahre alten Inhaber mit einem Pfefferspray und raubten anschließend die Einnahmen sowie Zigaretten. Anschließend flüchtete das Duo mit der Beute. Der Überfallene erlitt leichte Verletzungen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

+++ Mann durch Messerstiche schwer verletzt - Mordkommission ermittelt +++

Ein 21-Jähriger soll in Brandenburg an der Havel einen 23-Jährigen durch Messerstiche schwer verletzt haben. Das Opfer trug bei der Auseinandersetzung auf dem Markplatz am späten Mittwochabend stark blutende Wunden am Oberkörper davon, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Der mutmaßliche Angreifer flüchtete zunächst, stellte sich aber der Polizei. An der Auseinandersetzung beteiligt war auch ein 27-Jähriger, der ebenfalls eine leichte Schnittwunde erlitt.

Nach Angaben der Polizei ermittelt eine Mordkommission zu den Hintergründen der Tat. Ersten Erkenntnissen zufolge sei der 21-Jährige auf den 23-Jährigen zugegangen und habe direkt versucht, ihn zu attackieren. Daraus entstand eine Rangelei, in der der 27-Jährige verwickelt worden sein soll. Dort soll es auch zu den Stichen gekommen sein. Der 27-Jährige wurde zunächst festgenommen. Er kam jedoch wieder frei, weil sich der Verdacht gegen ihn nicht erhärtete.

+++ Quad geht in Flammen auf +++

In der vergangenen Nacht kam es zu einer Brandstiftung an einem Fahrzeug in Schöneberg. Nach bisherigen Erkenntnissen entdeckte ein Passant gegen 0.50 Uhr ein brennendes Quad auf dem Gehweg der Pallasstraße und alarmierte die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer löschten die Flammen. Das Brandkommissariat beim Landeskriminalamt Berlin hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

+++ Tankstellen in der Prinzenstraße überfallen - Festnahmen +++

Am Donnerstagmorgen nahmen Einsatzkräfte einen Mann und einen Jugendlichen nach einem Überfall auf eine Tankstelle in Kreuzberg fest. Bisherigen Erkenntnissen zufolge sollen sich die beiden mutmaßlichen Räuber gegen 3.50 Uhr gewaltsam über ein Fenster Zugang zum Verkaufsraum der Tankstelle in der Prinzenstraße verschafft und dort eine 54-jährige Angestellte sowie ihre 80 Jahre alte Mutter bedroht und Geld gefordert haben.

Einer der beiden später Festgenommenen soll im Anschluss daran in die Kasse gegriffen und daraus Geld entnommen haben. Im weiteren Verlauf soll er gemeinsam mit seinem Komplizen Zigarettenschachteln aus der Auslage genommen und diese – wie auch zuvor das Geld – in einem Beutel verstaut haben. Anschließend flüchtete das Duo zu Fuß in unbekannte Richtung. Die beiden Frauen erlitten einen Schock und wurden von Rettungskräften vor Ort behandelt. Einsatzkräfte nahmen die beiden Flüchtenden mitsamt der Tatbeute im Nahbereich fest. Die beiden mutmaßlichen Räuber im Alter von 16 und 18 Jahren wurden im Anschluss der Kriminalpolizei der Direktion 5 übergeben.

+++ Auto zum zweiten Mal angezündet +++

In der vergangenen Nacht kam es in Hellersdorf zu einer Brandstiftung an einem Pkw. Nach bisherigen Erkenntnissen entdeckten zwei Anwohner gegen Mitternacht einen brennenden Opel am Auerbacher Ring und alarmierten die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer löschten die Flammen an dem Fahrzeug. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Opel bereits am vergangenen Freitag Ziel einer Brandstiftung war. Das Brandkommissariat beim Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

+++ Streit in Café: 48-Jähriger auf Intensivstation +++

In einem Café an der Müllerstraße in Wedding ist es am späten Mittwochabend zu einem gewaltsamen Streit gekommen. Wie die Polizei mitteilte, sollen drei Männer mit drei Angestellten des Cafés in Streit geraten sein und mit Mobiliar beworfen haben. Ein 33-Jähriger wurde dabei leicht am Bein verletzt, ein 52-Jähriger erlitt leichte Kopfverletzungen und ein 58-Jähriger leichte Arm- und Rücken-Verletzungen. Anschließend flüchteten die Angreifer zu Fuß in Richtung Seestraße. Ein Passant, der den Vorfall beobachtet hatte, folgte den drei Flüchtenden auf seinem Fahrrad. Dabei soll einer der Männer ihn mit einem unbekannten Gegenstand ins Gesicht geschlagen und schwer verletzt haben. Der 48 Jahre alte Radfahrer erlitt bei dem Angriff schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen, verlor zwischenzeitig das Bewusstsein und wurde durch Rettungskräfte zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Einsatzkräfte nahmen die drei mutmaßlichen Angreifer im Alter von 18, 26 und 38 Jahren in der Nähe fest und brachten sie in ein Polizeigewahrsam. Während der 38-Jährige seinen Weg fortsetzen konnte, wurden die beiden anderen Tatverdächtigen der Kriminalpolizei überstellt. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Wohnwagen in Brand gesetzt +++

In Gesundbrunnen brannte in der Nacht zu Donnerstag ein Wohnwagen. Wie die Polizei mitteilte, entdeckten zwei Passanten gegen 21 Uhr nach einem lauten Knall einen brennenden Wohnwagen in der Nähe der Swinemünder Straße und alarmierten die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer löschten die Flammen. Der Wohnwagen brannte komplett aus. Ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

+++ 19-Jährige bei Brand in Jugendhilfeeinrichtung verletzt +++

Bei einem Brand in einer Jugendhilfeeinrichtung in Reinickendorf ist eine 19-Jährige verletzt worden. Sie wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache am Morgen im Zimmer der Frau in der Straße Am Bärensprung ausgebrochen. Nach Informationen von vor Ort brannten verschiedene Kleidungsstücke. Die Bewohner des Hauses hatten sich selbstständig in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr löschte den Brand. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Brandstiftung.

+++ Illegale Glücksspielgeräte sichergestellt +++

Bei einer Lokalkontrolle am späten Mittwochnachmittag stellten das Ordnungsamt und die Polizei in einer Shisha-Bar am Sterndamm / Königsheideweg in Treptow mindestens fünf illegale Glücksspielgeräte sicher. Darunter ein tragbarer "Gaminator", der über manipulierte Casinosoftware mit einstellbarer Gewinnquote verfügt. Zuerst wurde die Feuerwehr alarmiert, um in den Räumlichkeiten einen offenbar verdächtig hohen Co-Wert zu kontrollieren. Bei den weiteren Durchsuchungen wurden mehrere verschlossene Räume festgestellt, die mit einem richterlichen Beschluss geöffnet werden konnten. Nach ersten Erkenntnissen soll dort sogar ein Pokertisch aufgestellt sein. Vor dem Lokal wurde ein falscher 10 Euro-Schein eingetütet. Ob er mit dem Geschäft in Verbindung gebracht werden kann oder damit zu tun hat, ist unklar.