Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Bewohner nach Brand in Sicherheit gebracht

In unserem Blog finden sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Sonntag, 16. August 2020.

Feuerwehr in Moabit

Feuerwehr in Moabit

Foto: Thomas Peise

+++ Brand in Treppenhaus - Bewohner in Sicherheit gebracht +++

Berlin. Unbekannte Täter haben am Samstagabend drei Kinderwagen in einem Treppenflur eines Mehrfamilienhauses in Moabit angezündet. Gegen 20.50 Uhr gerieten die unter einem Treppenaufgang abgestellten Kinderwagen in einem Wohnhaus in der Huttenstraße in Brand, woraufhin die Flammen auch auf das Treppengeländer übergriffen. Die Besatzung eines vorbeifahrenden Rettungswagens bemerkte das Feuer und begann zunächst mit einem auf dem Fahrzeug befindlichen Feuerlöscher und mit Unterstützung eines Anwohners, den Brand zu löschen.

Weitere zur Unterstützung herbeigerufene Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten letztlich das Feuer in dem Mehrfamilienhaus. Insgesamt 15 Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses, darunter auch Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren sowie Erwachsene im Alter zwischen 20 und 61 Jahren, wurden verletzt. Während sechs Personen mit Rauchgasvergiftungen am Ort behandelt werden konnten, mussten neun Personen in Krankenhäuser gebracht und dort behandelt werden. Glücklicherweise erlitt kein Anwohner lebensgefährliche Verletzungen. Während der Löscharbeiten war die Huttenstraße zwischen der Straße Neues Ufer und Ufnaustraße gesperrt. Ein Brandkommissariat führt die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

+++ Corona-Tests am Flughafen Tegel nach Übergriff abgebrochen +++

Die Corona-Teststelle am Berliner Flughafen Tegel ist am Sonntag nach einem Zwischenfall vorzeitig geschlossen worden. Es habe einen tätlichen Angriff auf einen Mitarbeiter der Teststelle gegeben, teilte Charité-Vorstand Ulrich Frei am Abend mit. Zuvor sei einer Person ein Test verweigert worden, weil sie keinen Anspruch auf das kostenfreie Angebot gehabt habe. „Die Situation eskalierte leider“, erläuterte Frei. Die Teststelle sei deshalb um 18 Uhr geschlossen worden, drei Stunden früher als üblich. Am Montag werde sie wieder regulär von 8 Uhr bis 21 Uhr öffnen.

Die Flughafengesellschaft wies darauf hin, dass die Tests für Einreisende nicht nur am Flughafen möglich seien. Dafür sind auch Vertragsarztpraxen vorgesehen.

„Als Vorstand Krankenversorgung ist es meine Aufgabe, mich schützend vor die am Sonntag freiwillig arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stellen“, verteidigte Frei die Schließung. Er nannte zu dem einen Medienbericht irreführend, wonach auch am Freitagabend um 21 Uhr keine Tests am Flughafen Tegel mehr durchgeführt worden seien.

Seit dem 8. August sind nach einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums Tests für Einreisende aus Risikogebieten verpflichtend. Solange kein negatives Testergebnis vorliegt, müssen sich Einreisende aus Risikogebieten in Quarantäne begeben. Fällt der Test positiv aus, ist in jedem Fall eine zweiwöchige Quarantäne notwendig.

+++ Mutmaßlicher Brandanschlag auf Kiezkneipe +++

In Lichtenberg haben Unbekannte die Kiezkneipe „Morgen wird besser“ angezündet. Der Staatsschutz überprüft derzeit ein politisches Tatmotiv, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Anwohner des Hauses in der Hagenstraße, in dem sich das Lokal befindet, hatten am Freitagmorgen gegen 6.20 Uhr die Feuerwehr alarmiert, die die Flammen in der Kneipe löschen konnte. Unter anderem habe ein Sofa gebrannt. Ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

Die Stellvertretende Bundesvorsitzende der Jusos, Hanna Reichhardt, schrieb am Sonntag auf Twitter von einem „rechtsradikalen Brandanschlag“ auf ihre Stammkneipe, die einen jüdischen Besitzer habe.

+++ Brand in Rudow - Feuerwehr im Einsatz +++

In Rudow hat am Sonntagnachmittag das Dach eines Einfamilienhauses gebrannt. Das Feuer in der Straße am Espenpfuhl war wegen der starken Rauchentwicklung von Weitem sichtbar, wie die Berliner Feuerwehr auf Twitter schrieb. Das Dach sei rund 120 Quadratmeter groß und brenne in ganzer Ausdehnung, sagte ein Sprecher. Den Angaben zufolge hatte die Familie das Haus schon verlassen, als die Einsatzkräfte eintrafen. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers ist das Haus nicht mehr bewohnbar.

Insgesamt waren 77 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Löscharbeiten würden noch mehrere Stunden dauern, hieß es gegen 15.30 Uhr. Wegen der hohen Temperaturen am Sonntag sei der Einsatz besonders aufwendig, weil sich die Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten schneller als sonst untereinander ablösen müssten.

+++ Radfahrer gestürzt und schwer verletzt +++

Schwere Verletzungen hat ein Radfahrer am Sonntagvormittag bei einem Sturz von seinem Fahrrad in Marzahn erlitten. Bisherigen Erkenntnissen zufolge stürzte der 85-jährige Senior gegen 10.45 Uhr ohne Beteiligung eines weiteren Verkehrsteilnehmers beim Abbiegen in der Marzahner Chaussee von seinem Fahrrad und zog sich eine Becken- und Armfraktur zu. Er kam mit einem Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

+++ Barbesucher niedergeschagen und ausgeraubt +++

In einer Bar in Schöneberg wurde am Samstagmorgen ein Mann von drei mutmaßlichen Räubern zu Boden geschlagen und ausgeraubt. Gegen 4.20 Uhr befand sich der 30-Jährige auf der Toilette des Lokals in der Dominicusstraße als die drei Tatverdächtigen ihm offenbar gefolgt waren und nun mehrfach mit den Fäusten sein Gesicht geschlagen haben sollen. Der Mann stürzte zu Boden, wo ihm das Trio weiterhin mit Schlägen und Tritten traktiert und ihm dabei die Geldbörse geraubt haben soll. Erst als eine Zeugin den Vorfall mitbekam und dazwischen ging, sollen die mutmaßlichen Schläger von dem ihm abgelassen und sich entfernt haben.

Eine Nahbereichssuche von Einsatzkräften des Polizeiabschnitts 42 führte letztlich zur Festnahme von zwei Männern im Alter von 21 und 39 Jahren. Auch ihr mutmaßlicher Komplize konnte namentlich ermittelt werden, die Fahndung zu ihm dauert an. Die beiden Festgenommenen wurden einem Fachkommissariat der Polizeidirektion 4 überstellt und sollen einem Ermittlungsrichter zum Erlass von Haftbefehlen vorgeführt werden. Der 30-Jährige musste wegen seiner erlittenen Verletzungen in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden.

+++ 20-Jähriger im Park am Gleisdreieck von Gruppe attackiert +++

Aus einer zehnköpfigen Gruppe heraus wurde ein junger Mann am Sonntagmorgen in einem Park in Kreuzberg attackiert und verletzt. Derzeitigen Erkenntnissen zufolge soll sich der 20-Jährige gegen 4 Uhr im Ostpark des Parks am Gleisdreieck aufgehalten haben, als etwa vier bis fünf Personen sich aus der Gruppe lösten und ihn angriffen. Sie schlugen auf ihn ein und forderten die Geldbörse von dem jungen Mann. Der 20-Jährige weigerte sich jedoch, woraufhin die Schläger zunächst nicht von ihm abließen und weiterhin zuschlugen. Die Tatverdächtigen entfernten sich in der Folge ohne Beute in unbekannte Richtung. Durch die Schläge erlitt der junge Mann Gesichtsverletzungen und kam mit einem Rettungswagen zur Behandlung in ein Krankenhaus.

+++ Gastwirt rassistisch beleidigt und attackiert +++

Ein Gastwirt eines Lokals in Spandau ist am Sonntagmorgen von einem alkoholisierten Mann rassistisch beleidigt und attackiert worden. Kurz nach 7 Uhr soll der 37-jährige Wirt einer Kneipe am Brunsbütteler Damm den 40-jährigen Gast aufgefordert haben das Lokal zu verlassen, nachdem der Mann in der Gaststätte uriniert haben soll. Dieser wiederum soll den Wirt daraufhin rassisch beleidigt und ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Weiterhin soll der Alkoholisierte mit seinen Fingern versucht haben, dem 37-Jährigen ins Auge zu stechen. Hierbei erlitt der Gastwirt leichte Gesichtsverletzungen. Nun warf der 40-Jährige eine Flasche nach dem Wirt und soll anschließend das Lokal verlassen haben. Vor der Gaststätte soll der Mann mehrfach rechtsextremistische Parolen gerufen und den Arm mehrmals zum sogenannten „Hitlergruß“ gehoben haben. Herbeigerufene Einsatzkräfte des Polizeiabschnitts 21 nahmen den 40-Jährigen kurz darauf im Elsflether Weg vorläufig fest. Auch die Polizisten soll der Tatverdächtige beleidigt und bedroht haben. Da aufgrund seiner Alkoholisierung eine Blutentnahme durchgeführt werden musste, kam er in ein Polizeigewahrsam, in dem auch eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt werden musste.

Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen kam der Mann wieder auf freien Fuß. Der Gastwirt lehnte zunächst eine Behandlung seiner erlittenen Verletzung ab. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen unter anderem wegen versuchter schwerer Körperverletzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen.

+++ Kinder spielen mit Feuerwerkskörpern - Auto gerät in Brand +++

Wegen eines brennenden Autos in Baumschulenweg mussten Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr ausram Samstagabend ausücken. Ein Anwohner alarmierte gegen 22 Uhr die Polizei, als er den auf einem Parkplatz vor einer Kleingartenkolonie in der Johannisthaler Chaussee einen brennenden VW sah. Seinen Angaben zufolge sollen kurz zuvor mehrere Kinder und Jugendliche im Nahbereich Feuerwerkskörper gezündet haben. Ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt Berlin führt die Ermittlungen zur genauen Brandursache.

+++ Sportwagen rast auf Polizisten zu und kracht gegen Verkehrsschild +++

Am Samstagabend hat ein Autofahrer in Kreuzberg die Anhaltezeichen von Polizeikräften missachtet und ist geflüchtet. Zwei Funkwagenbesatzungen befanden sich gegen 19.45 Uhr in der Körtestraße und hörten zunächst laute Motorengeräusche, die aus Richtung Südstern kamen. Kurz darauf sahen die Polizeikräfte einen Audi-Sportwagen, der mit hoher Geschwindigkeit auf sie zu fuhr. Eine Polizeibeamtin und ihr Kollege liefen daraufhin auf die Fahrbahn und forderten den Fahrer mit Handzeichen auf anzuhalten. Der Autofahrer ignorierte dies, fuhr dann an einem geparkten Auto vorbei und steuerte mit unverändert hoher Geschwindigkeit auf die beiden Einsatzkräfte zu. Diese mussten sich daraufhin in Sicherheit bringen und verließen die Fahrbahn. Anschließend folgten die beiden Funkwagen mit Sonder- und Wegerechten dem flüchtenden Autofahrer.

An der Freiligrathstraße gefährdete der flüchtende Autofahrer mehrere Fußgängerinnen und Fußgänger, wobei auch eine Mutter, die an dem Zebrastreifen die Straße überqueren wollte, ihren Kinderwagen zurückziehen musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Kurz vor der Urbanstraße folgte der Autofahrer dann dem Verkehrszeichen zur vorgeschriebenen Vorbeifahrt nach rechts mit weiterhin hoher Geschwindigkeit, wobei der Wagen nach links abkam und ein Stück über eine Grünfläche fuhr. Der Fahrer lenkte nun den Wagen auf die Fahrbahn zurück und setzte seine Flucht in Richtung Fichtestraße fort. In der Fichtestraße verlor er kurz vor der Urbanstraße die Kontrolle über den Sportwagen, kam nach rechts auf den Gehweg ab, stieß gegen ein Verkehrsschild und blieb stehen. Der Fahrer und sein Beifahrer stiegen anschließend aus und flüchteten zu Fuß über die Urbanstraße in Richtung Hermannplatz. Nach einigen Metern liefen die beiden Männer in ein Mehrfamilienhaus. Während der 22-jährige Beifahrer in einem Hinterhaus festgenommen werden konnte, kletterte der gleichaltrige Fahrer im Hof über eine Mauer. Dabei verletzte er sich offenbar an beiden Beinen und versuchte humpelnd, seine Flucht in der Fichtestraße fortzusetzen. Dort nahmen Polizeikräfte ihn fest.

Während der Sachverhaltsaufnahme meldete sich eine 35-jährige Passantin bei den Einsatzkräften und gab an, dass sie sich durch einen Sprung zur Seite vor dem Audi retten musste und sich dabei am Fuß verletzt hatte. Sie wollte sich alleine in ärztliche Behandlung begeben.

Der Fahrer wurde zur Behandlung in Krankenhaus gebracht. Eine Atemalkoholkontrolle hatte einen Wert von rund 0,3 Promille ergeben, woraufhin ihm in der Klinik Blut abgenommen wurde. Im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis soll er nicht sein und wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen im Krankenhaus entlassen. Der Beifahrer war bereits nach Aufnahme seiner Personalien am Ort entlassen worden. Polizeikräfte beschlagnahmten den Sportwagen.

+++ Rauchentwicklung auf U-Bahnhof Möckernbrücke +++

Auf dem U-Bahnhof Möckernbrücke kam es am frühen Sonnabendabend zu einer Rauchentwicklung in einem Technikraum. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von 120 Kräften am im Einsatz. Der Bahnhof wurde zwischenzeitlich gesperrt.

+++Rettungswagen und Transporter stoßen zusammen +++

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Rettungswagen und einem Transporter sind am Sonnabendmorgen in Wedding zwei Männer leicht verletzt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 30-Jähriger gegen 8.35 Uhr mit dem Rettungswagen der Berliner Feuerwehr die Seestraße in Richtung Müllerstraße. Dabei sollen das Martinshorn und das Blaulicht an dem Krankenwagen eingeschaltet gewesen sein. Der Fahrer soll dann mit dem Rettungswagen bei Rot in die Kreuzung an der Amrumer Straße eingefahren sein, um seine Fahrt in der Afrikanischen Straße in Richtung Transvaalstraße fortzusetzen. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Transporter, mit dem ein 34-Jähriger in der Seestraße in Richtung der Straße Dohnagestell unterwegs war. Er sei bei Grün in die Kreuzung eingefahren.

Bei der Kollision erlitten der Transporterfahrer und der 49 Jahre alte Beifahrer des Rettungswagens leichte Verletzungen, die ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurden. Während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme war die Kreuzung Seestraße/Amrumer Straße/Afrikanische Straße bis etwa 10.30 Uhr gesperrt. Darüber hinaus wurde die Seestraße ab der Müllerstraße zwischen 9.55 Uhr und 10.30 Uhr gesperrt. Der genaue Unfallhergang ist jetzt Gegenstand der Ermittlungen.