Potsdam

Ermittlungsgruppe zur Fahndung nach Vergewaltigern gebildet

Nach einer Vergewaltigung und einer versuchten Vergewaltigung in Potsdam hat die Kriminalpolizei eine Ermittlungsgruppe (EG) gegründet.

Sieben Ermittler arbeiten  in der EG „Schutz“ und werden bei Bedarf von der Spurensicherung sowie von Revierpolizisten unterstützt.

Sieben Ermittler arbeiten in der EG „Schutz“ und werden bei Bedarf von der Spurensicherung sowie von Revierpolizisten unterstützt.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Potsdam. Nach einer Vergewaltigung und einer versuchten Vergewaltigung in der Nacht zu Sonnabend in Potsdam hat die Kriminalpolizei eine Ermittlungsgruppe (EG) gegründet. Hier soll die bisherige Arbeit zusammenlaufen, wie die Polizeidirektion West am Mittwoch mitteilte. Sieben Ermittler arbeiten demnach in der EG „Schutz“ und werden bei Bedarf von der Spurensicherung sowie von Revierpolizisten unterstützt. Der Name leite sich vom Mund-Nasen-Schutz ab, den alle vier Täter nach Angaben der Opfer trugen.

Zunächst wurde eine 23-Jährige am frühen Sonnabendmorgen im Stadtteil Schlaatz von drei Männern vergewaltigt. Den Ermittlern sagte sie, dass sie nach einem Einkauf in der Tankstelle an der Drewitzer Straße gegen 1.30 Uhr in Richtung Magnus-Zeller-Platz gegangen war. Am Beginn der Straße An der Alten Zauche habe sie drei Männer bemerkt, die sie in einer Sprache ansprachen, die sie nicht verstand. Sie sei dann von hinten gepackt und in ein nahes Waldstück gezerrt worden. Dort habe sie einer der Männer vergewaltigt, während ein weiterer sie festhielt und der dritte mit einem Handy fotografierte oder filmte. Nach der Tat flohen die Täter in Richtung Straße An der Alten Zauche.

Lesen Sie auch: Vergewaltigung in Potsdam - Polizei fahndet nach Männern

Zur ersten Tat sind bereits acht Hinweise eingegangen

Die Polizei sicherte vor Ort Spuren und hat laut Medienberichten das Videomaterial der Überwachungskameras der Tankstelle sichergestellt. Alle drei Männer werden als 1,70 bis 1,85 Meter groß und 25 bis 35 Jahre alt beschrieben. Laut der 23-Jährigen trugen sie alle einen dunklen Mundschutz und überwiegend dunkle Kleidung. Nach einem Aufruf am Montag sind bereits acht Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen.

Keine Hinweise habe es dagegen zur zweiten Tat in der Nacht zu Sonnabend gegeben, wie die Polizei schreibt. Gegen 3.40 Uhr griff ein Mann eine 22-Jährige am S-Bahnhof Griebnitzsee an, riss sie zu Boden und berührte sie unsittlich. Die Studentin wehrte sich, biss den Angreifer und konnte ihn in die Flucht schlagen. Passanten kamen ihr außerdem zu Hilfe. Ihre Aussagen werte man derzeit noch aus, heißt es weiter. „Trotz der gemeinsamen Bearbeitung in der EG liegen auch aktuell noch keine Erkenntnisse dafür vor, dass die beiden Taten durch ein und denselben Täter begangen worden sind.“ Die Ermittler bitten weiter um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer an einem der beiden Orte etwas gesehen hat, kann sich telefonisch unter 0331/5508-0 oder per Mail unter pipdm@polizei.brandenburg.de an die Kriminalpolizei in Potsdam wenden.