Kriminalität

Büro von Innensenator Geisel beschädigt und beschmiert

Unbekannte beschädigten das Büro von Innensenator Geisel. Schriftzüge an der Hauswand lassen einen politischen Hintergrund vermuten.

Berlin. Erneut ist das Bürgerbüro von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) in Berlin-Karlshorst beschmiert und beschädigt worden. Der für politische Straftaten zuständige polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Hinterlassen wurden in der Nacht Farbschmierereien mit Beleidigungen sowie auf einer Hauswand der Slogan „WIR BLEIBEN ALLE!“. Das Glas eines Fensters und der Eingangstür sowie die Schaufensterscheibe wurden laut Polizei beschädigt. Der Slogan „Wir bleiben alle“ taucht immer wieder bei linksextremen Protesten gegen die Räumung einst besetzter Häuser auf. Innensenator Geisel war am Morgen persönlich vor Ort und begutachtete den Schaden. Die Besatzung eines Funkstreifenwagens war gegen 1.20 Uhr alarmiert worden und fuhr in die Dönhoffstraße. Dort stellten sie die Schäden fest. Die Täter waren geflüchtet.

Der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux twitterte, Geisel mache eine sehr gute Arbeit für Rechtsstaatlichkeit, Schutz und Sicherheit in Berlin. Dass er damit sinnlose Wut und Gewalt auf sich ziehe, sei leider unvermeidbar. „Meine volle Solidarität hat er. Ein dickes Fell und langen Atem sowieso.“

Büro von Andreas Geisel kurz vor Weihnachten beschmiert

Zuletzt war das Geisel-Büro kurz vor Weihnachten angegriffen worden. Damals war der gleiche Schriftzug mit roter Farbe auf die Hauswand gesprüht worden. Auch die Eingangstür sowie Fensterscheiben wurden beschmiert. Damals hatte Geisel mitgeteilt, Gewalt und Sachbeschädigung seien für ihn keine Mittel der politischen Auseinandersetzung.

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