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Randalierer verursachen Stromausfall rund um Rigaer Straße

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Polizisten in der Rigaer Straße (Archivbild)

Polizisten in der Rigaer Straße (Archivbild)

Foto: Thomas Peise

An der Rigaer Straße gab es laut Polizei in der Nacht Krawalle. Randalierer errichteten Barrikaden und setzten sie in Brand.

Berlin. Randalierer haben in der Nacht zu Dienstag in Friedrichshain laut Polizei einen großflächigen Stromausfall verursacht. Wie die Berliner Polizei am Dienstag mitteilte, meldete sich gegen 0.30 Uhr eine Zeugin bei den Beamten, nachdem mehrere Personen eine Fassade mit Farbe beschmiert haben sollen. Einsatzkräfte stellten eine Gruppe von rund 20 zum Teil vermummten Personen fest, die sich zu Fuß vom Tatort entfernte.

Während der Anzeigenaufnahme meldete eine weitere Zeugin gegen 1.10 Uhr, dass sich dunkel gekleidete Personen im Bereich der Liebigstraße und der Rigaer Straße aufhalten sollen, dort weitere Fassaden mit Farbe beschmiert sowie Gegenstände auf die Kreuzung gebracht und in Brand gesetzt haben sollen. Anschließend sollen sie in ein Haus in der Rigaer Straße geflüchtet sein. Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr löschten die Flammen. Verletzt wurde niemand. Die Fahrbahn der Rigaer Straße wurde durch Polizeieinsatzkräfte geräumt und war gegen 3.30 Uhr wieder befahrbar. Laut Stromnetz Berlin war der Stromausfall gegen 2 Uhr behoben.

Randale in Friedrichshain: Autos, Fassaden und Laternen beschädigt

Einsatzkräfte stellten vier beschädigte Autos, diverse Farbschmierereien mit politischen Hintergrund sowie mehrere beschädigte Laternen fest, bei denen die Kabel herausgerissen worden waren.

Gegen 3.45 Uhr soll ein bislang unbekannter Mann die Einsatzkräfte von einem Balkon der Rigaer Straße aus beleidigt und ihnen Gewalt angedroht haben. Im weiteren Verlauf verwiesen die Einsatzkräfte eine Frau vom Ort, woraufhin sie zwei Polizistinnen angriff und leicht verletzte. Sie verblieben im Dienst. Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen.

Am Wochenende könnten in dem Kiez weitere Ausschreitungen drohen. Dann begeht das Hausprojekt an der Liebigstraße seinen 30. Geburtstag.

„Liebig 34“ in Friedrichshain: Landgericht hatte Räumungsklage stattgegeben

Anfang Juni hatte das Landgericht Berlin einer Räumungsklage des Eigentümers der Liebigstraße 34 stattgegeben. Der Kläger hat nun das Recht, das Grundstück räumen zu lassen. Ein Einspruch der Beklagten hat dabei keine aufschiebende Wirkung, so eine Gerichtssprecherin nach der Urteilsverkündung.

In der Vergangenheit waren die Bewohner der Liebigstraße 34 immer wieder mit militanten Aktionen aufgefallen, etwa wenn sie Polizisten von Balkonen mit Farbbeuteln und Flaschen bewarfen. In einer polizeiinternen Lageeinschätzung heißt es, dass das Haus Liebigstraße 34 (wie auch das Haus Rigaer Straße 94) „Ausgangspunkt und Rückzugsort von Akteuren der linksextremistischen Szene“ sei.

( BM )