Feuerwehreinsatz

Mann stirbt bei Wohnungsbrand in Wilmersdorf

Ein 61-Jähriger ist in der Nacht zu Donnerstag bei einem Wohnungsbrand an der Brandenburgischen Straße in Wilmersdorf gestorben.

Die Feuerwehr rückte mit rund 30 Kräften in Wilmersdorf an und konnte die Flammen nach einer Stunde löschen.

Die Feuerwehr rückte mit rund 30 Kräften in Wilmersdorf an und konnte die Flammen nach einer Stunde löschen.

Foto: Thomas Peise

Berlin. Bei einem Brand in einem Wohnhaus an der Brandenburgischen Straße in Wilmersdorf ist ein Mann ums Leben gekommen. Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr fanden den 61-Jährigen in der Nacht zu Donnerstag gegen 1.30 Uhr leblos in seiner Wohnung im zweiten Obergeschoss, wie ein Sprecher am Donnerstagmorgen sagte. Reanimationsversuche seien erfolglos geblieben. Woran der Mann genau starb, war am Donnerstag noch unklar.

Die Feuerwehr war mit rund 30 Kräften im Einsatz und hatte die Flammen nach knapp einer Stunde gelöscht. Einem Feuerwehrmann verrutschte die Atemschutzmaske, weshalb er vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurde. „Er hat die Klinik aber ohne Befund verlassen und konnte den Dienst fortsetzen“, so der Sprecher weiter. Außerdem musste ein weiterer Bewohner des viergeschossigen Hauses in Sicherheit gebracht werden, blieb aber unverletzt. Warum das Feuer ausbrach, ermittelt nun die Kriminalpolizei.

2019 wurden 31 Brandtote in Berlin gezählt

Im vergangenen Jahr musste die Berliner Feuerwehr insgesamt 6688 Mal zum Löschen ausrücken. Dabei kamen 31 Menschen ums Leben, was in etwa dem Niveau der Vorjahre entspricht. So geht es aus dem Jahresbericht 2019 der Feuerwehr hervor, der am Montag vorgestellt wurde. Laut Landesbranddirektor Karsten Homrighausen starben die meisten nicht durch die Flammen, sondern erstickten an den Rauchgasen. Berlins Feuerwehrchef begrüßte daher, dass demnächst alle Gebäude mit Rauchmeldern ausgestattet sein müssen.

Berlin hat 2015 als eines der letzten Bundesländer die Rauchmelderpflicht eingeführt und die Bauordnung entsprechend geändert. Bei Neubauten gilt das bereits seit Anfang 2017. Dort müssen die Anlagen in allen Schlaf- und Wohnräumen sowie Fluren angebracht werden. Für Küchen gilt diese Pflicht aufgrund der Nähe zum Herd nicht. Ende 2020 endet auch die Übergangsfrist für Bestandsbauten. In Mietwohnungen ist der Vermieter für den Einbau verantwortlich.