Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Streit eskaliert in Mitte - vier Verletzte

| Lesedauer: 6 Minuten
Polizisten schlichten die Auseinandersetzung am James-Simon-Park. Es kam auch Pfefferspray zum Einsatz.

Polizisten schlichten die Auseinandersetzung am James-Simon-Park. Es kam auch Pfefferspray zum Einsatz.

Foto: Thomas Peise

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Donnerstag, 11. Juni.

+++ Heftige Auseinandersetzung im James-Simon-Park +++

In Mitte sind bei einer Schlägerei zwischen zwei Gruppen mehrere Menschen mit Pfefferspray verletzt worden. In der Nacht zu Donnerstag sei im James-Simon-Park an der Burgstraße ein Streit zwischen einer Gruppe aus sieben oder acht Personen mit einer anderen Gruppe eskaliert, wie ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen erklärte. Bei dem Streit soll auch Alkohol im Spiel gewesen sein. Vier Menschen wurden demnach verletzt. Die Feuerwehr musste mehreren Personen wegen des Pfeffersprays die Augen ausspülen. Den Angaben zufolge flüchteten beide Gruppen anschließend. Der Auslöser für den Streit und ob auch Unbeteiligte verletzt wurden, war am Morgen zunächst unklar.

+++ Umweltschützer färben Spree giftgrün ein +++

Umweltschützer von Extinction Rebellion (XR) haben Teile der Spree im Regierungsviertel mit dem Farbstoff Uranin giftgrün gefärbt, um gegen Wasserverschmutzung durch Kohleabbau zu protestieren. Die Polizei rückte an. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

++++ Gruppe greift Geflüchteten in Unterkunft an +++

Ein 32-jähriger Bewohner eines Flüchtlingsheims in Falkensee (Havelland) ist von einer Gruppe attackiert und dabei schwer verletzt worden. Wie die Polizeidirektion West mitteilte, waren in der Nacht zum Donnerstag etwa zehn Menschen in das Heim in der Straße An der Lake eingedrungen und hatten sich gewaltsam Zutritt zu dem Zimmer des 32-Jährigen verschafft. Der schlafende Bewohner wurde von mehreren Personen aus der Gruppe „massiv körperlich angegriffen und schwer verletzt“. Nach wenigen Minuten seien die Täter geflüchtet. Ein Mitarbeiter des Wachschutzes alarmierte die Polizei.

Rettungskräfte versorgten den 32-jährigen Somalier und brachten ihn laut Polizei in ein Krankenhaus. Während einer Fahndung trafen Polizisten demnach auf einen 42-jährigen Tschetschenen und nahmen ihn in Gewahrsam. Das Motiv ist noch unklar, wie die Polizei mitteilte. Die Ermittlungen zum Hintergrund des Angriffs und zur Identität weiterer Tatverdächtiger dauerten an.

+++ Brand in Friedrichshain - Feuerwehr im Einsatz +++

Die Feuerwehr ist am Donnerstagmittag zu einem Brand nach Friedrichshain ausgerückt. In der Jessnerstraße war eine Wohnung in einem fünfgeschossigen Wohnhaus ausgebrochen. Eine Person wurde durch die Feuerwehr in Sicherheit gebracht. Insgesamt waren 40 Einsatzkräfte vor Ort.

+++ Mülltonnen in Brand gesetzt +++

Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag mehrere Mülltonnen in Kreuzberg angezündet. Gegen 0.30 Uhr bemerkte ein Anwohner der Fidicinstraße auf dem Abfallplatz einer Brauerei ein Feuer und rief die Feuerwehr. Die Brandbekämpfer löschten die Flammen der 16 in Brand stehenden Mülltonnen, von denen Zwölf vollständig abbrannten. Durch die Hitzeeinwirkung wurde darüber hinaus auch ein Kleinbus, einer dort ebenfalls angesiedelten Firma, beschädigt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Inbrandsetzen führt ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes Berlin.

+++ Rollerfahrer bei Unfall schwer verletzt - Drogen gefunden +++

Ein Rollerfahrer hat am Mitwochmittag bei einem Unfall in Spandau schwere Verletzungen erlitten. Der Polizei zufolge wollte eine 48 Jahre alte Toyota-Fahrerin kurz vor 14 Uhr von der Pionierstraße nach links in die Kisselnallee abbiegen. Der 41 Jahre alte Rollerfahrer, der aus der Gegenrichtung kam, soll von seinem Roller abgesprungen sein, um nicht von dem Auto erfasst zu werden. Dabei erlitt er schwere Kopfverletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Bei der Sicherung des Rollers habe sich unvermittelt das Handschuhfach am Lenker geöffnet. Die Beamten fanden darin rund 20 sogenannte Eppendorf-Gefäße mit mutmaßlichen Drogen, die als Beweismittel beschlagnahmt wurden. Bei dem Mann wurde eine Blutentnahme durchgeführt, da ein Drogenkonsum nicht ausgeschlossen werden konnte.

+++ Apotheke in Charlottenburg überfallen +++

Ein Mann hat am Mittwochnachmittag in Chartlottenburg eine Apotheke überfallen. Den Angaben der 45 Jahre alten Mitarbeiterin zufolge sei der Unbekannte gegen 15.20 Uhr in die Apotheke an der Bismarckstraße gekommen, habe die Frau mit einem Pfefferspray bedroht und Bargeld gefordert, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Frau gab dem Mann das Geld, der daraufhin flüchtete, allerdings nicht, ohne mit dem Pfefferspray um sich zu sprühen. Die Mitarbeiterin und eine 46 Jahre alte Kollegin erlitten Atemwegsreizungen, mussten aber zunächst nicht behandelt werden.

+++ Unfall nach Missachtung von Stoppschild +++

Einen Unfall am Montag nimmt die Polizei zum Anlass, über das richtige Verhalten bei einem Stoppschild aufzuklären. Weil ein Autofahrer zum Wochenanfang ein Stoppschild missachtete, kam es an der Anschlussstelle zur #A13 (LDS) zu einem Unfall, in den zwei Fahrzeuge verwickelt waren. Zwei Beteiligte mussten leicht verletzt ins Krankenhaus.

"'STOP' bedeutet auch wirklich anhalten", twittert die Polizei Brandenburg. "Stehen bleiben oder nicht? Wo muss genau angehalten werden? Direkt in Höhe des Schildes, an der Haltelinie oder erst an der Sichtlinie im Kreuzungsbereich? Wir räumen mit den Stoppschild-Mythen auf und erklären, wie es in den verschiedenen Situationen richtig gemacht wird."

+++ Polizei nimmt Frauen nach Farbschmierereien fest +++

Die Polizei hat in der Nacht zu Donnerstag in Tiergarten mehrere Frauen festgenommen. Die Beamten hatten sie gegen 22.45 Uhr dabei beobachtet, wie sie eine einzelne Frau abschirmten. Diese soll einen Schriftzug von zwei mal einen Meter auf Bauteile der Brücke aufgetragen haben. Andere Frauen der Gruppe sollen kurz darauf einen weiteren Schriftzug an einem anderen Teil der Brücke angebracht haben. Mithilfe weiterer Einsatzkräfte konnten sechs Tatverdächtige im Alter von 22 bis 29 Jahren festgenommen werden. Eine 27-Jährige habe noch versucht, mit einem Fahrrad zu flüchten und soll bei ihrer Festnahme in Richtung des Polizisten geschlagen haben, der aber unverletzt blieb. Die Beamten beschlagnahmten die verwendeten Materialien. Nach den erkennungsdienstlichen Maßnahmen wurden alle sechs wieder freigelassen. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt nun.

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( BM/dpa )