Berlin-Charlottenburg

Schlafender Obdachloser angezündet: Verdächtiger ermittelt

Ein schlafender Obdachloser ist im Januar in Charlottenburg angezündet worden. Nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt.

Sparkasse in der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg

Sparkasse in der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg

Foto: Andreas Gandzior

Nachdem ein Obdachloser am 6. Januar 2020 kurz vor Mitternacht in einem Bankvorraum in Charlottenburg angezündet wurde, konnte die Polizei im Mai nach einer Fahndung mit einem Foto einen 47 Jahre alten Tatverdächtigen namhaft machen. Die Ermittlungen dauerten an, weitere Einzelheiten könnten aus taktischen Gründen nicht mitgeteilt werden, sagte eine Sprecherin am Freitag.

Der Polizei zufolge soll der 47-Jährige das Hosenbein des Mannes angezündet haben. Ein Bankkunde bemerkte in dem Raum an der Otto-Suhr-Allee unweit des Richard-Wagner-Platzes starken Brandgeruch und rief die Polizei. Seinen Angaben zufolge sollen in dem Raum mindestens zwei Obdachlose geschlafen haben. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren der Zeuge sowie der zweite Obdachlose bereits nicht mehr vor Ort. Das 45 Jahre alte Opfer stammt aus Polen. Er sagte den Beamten, dass er in dem Vorraum geschlafen habe. Durch das Feuer an seinem Hosenbein sei er wach geworden.

Angezündeter Obdachloser: Bekannter könnte verantwortlich sein

Die Ermittler prüfen vor allem den Verdacht, ein flüchtiger Bekannter des Obdachlosen könne verantwortlich sein, wie ein Polizeisprecher betonte. Im Fokus der Ermittler ist demnach ein weiterer Obdachloser. Nach Angaben des Bankkunden, der in der Nacht die Polizei rief, soll dieser neben dem Opfer geschlafen haben.