Reinickendorf

Illegaler Tierhandel: Polizei befreit Hundewelpen aus Auto

Im Kofferraum werden sie nach Deutschland geschafft: Die meisten illegal verkauften Welpen stammen aus Zuchtstationen in Osteuropa (Symbolbild)

Im Kofferraum werden sie nach Deutschland geschafft: Die meisten illegal verkauften Welpen stammen aus Zuchtstationen in Osteuropa (Symbolbild)

Foto: dpa Picture-Alliance / J. S. Peifer / picture alliance / blickwinkel/J

Ein Fußgänger in Reinickendorf hatte die halb verdursteten Hunde im Fußraum bemerkt. Gegen den Verkäufer laufen jetzt Ermittlungen.

Berlin. Drei halb verdurstete Hundewelpen, die zum Verkauf angeboten wurden, sind von der Berliner Polizei aus einem abgestellten Auto gerettet worden. Am Dienstagabend bemerkte ein Fußgänger die kleinen Hunde im Fußraum des Autos in Reinickendorf, wie die Polizei am Mittwoch twitterte.

Der Mann rief die Polizei, die sich wiederum bei dem Verkäufer meldete, gegen den jetzt ermittelt wird. Die Welpen seien schon ziemlich „fertig und kraftlos“ gewesen, schrieb die Polizei in einem im Namen der Hunde verfassten Bericht. „Außerdem hatten wir tierischen Durst“, hieß es weiter.

Die Polizei betonte, bei Verkäufen von Tieren aus dem Kofferraum oder auf Lieferung sollte man immer misstrauisch sein. Illegaler Handel mit Hundewelpen ist verbreitet. Laut den Behörden sind die Welpen „häufig zu jung, geschwächt und nicht geimpft, meist auch unzureichend sozialisiert“. Bei Aufzucht, Handel und Transport werde häufig gegen die Tierschutzbestimmungen verstoßen. Verdächtige Angebote sollten der Polizei gemeldet werden.

( dpa )