Unfälle

Hundehalter stirbt nach Bissangriff: Polizei prüft Ursache

Ein 88-Jähriger ist von seinem Hund gebissen worden und gestorben. Das Tier soll ihn bereits im März angegriffen und verletzt haben.

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.

Ein Blaulicht leuchtet an einer Polizeistreife.

Foto: dpa

Hoppegarten. Hat in Brandenburg ein Hund sein Herrchen totgebissen? Drei Tage nach einer Beißattacke eines Hundes gegen sein Herrchen steht die Todesursache des Mannes noch nicht fest. Der 88-Jährige war am Montag in Hoppegarten (Märkisch-Oderland) kurz nach dem Angriff durch den rumänischen Hirtenhund gestorben, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Eine Obduktion soll nun klären, ob die Bisswunden tödlich waren. Wann das Ergebnis vorliegen soll, war zunächst unklar.

Hund soll Mann schon mal angegriffen haben

Der Hund soll nach Angaben eines Ordnungsamtsmitarbeiters sein Herrchen bereits Ende März schon einmal angegriffen haben. "Der Mann war mehr als eine Woche im Krankenhaus und ist erst vor zwei Wochen wieder nach Hause gekommen." Im letzten Jahr hätte das Tier einen Pfleger des kranken Mannes angegriffen. Mehrere Nachbarn hätten sich nun schriftlich beim Ordnungsamt gemeldet und das Tier als aggressiv beschrieben.

Das Ordnungsamt hat den Hund am Mittwoch bei der Frau des Toten abgeholt. Sie lebte mit ihrem Mann und sieben weiteren Hunden auf einem großen Grundstück im Ortsteil Waldesruh, wie ein Sprecher des Landkreises mitteilte. Ein Gutachter solle nun beurteilen, ob der rumänische Hirtenhund besonders aggressiv sei. Zunächst hatte die "Märkische Oderzeitung" berichtet.

Das Tier der Rasse Mioritic wird nach Angaben des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) je nach Geschlecht zwischen 65 und 75 Zentimeter groß und gilt allgemein als ruhig und ausgeglichen.