Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: 75-Jährige tot, Mordkommission ermittelt

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Donnerstag, 16. April 2020.

Polizeiauto

Polizeiauto

Foto: Patrick Seeger / dpa

+++ Schwerer Unfall nach Autorennen in Schöneberg +++

Die Serie spektakulärer illegaler Autorennen, bei denen auch Unbeteiligte verletzt werden, reißt nicht ab. Der jüngste Fall ereignete sich in der Nacht zum Donnerstag in Schöneberg. Wie die Polizei unter Berufung auf Zeugenaussagen mitteilte, lieferten sich dabei die Fahrer von zwei VW Golf eine Wettfahrt. An deren Ende musste ein 20 Jahre alter Fahrer eines Opels, der nicht in das verbotene Kräftemessen involviert war, mit Kopfverletzungen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge sollen sich die mutmaßlichen Raser gegen 23 Uhr auf einer Tankstelle am Sachsendamm verabredet haben. Mit ihren VW Golf fuhren sie demnach mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Dominicusstraße. Dort überholte der weiße Golf einen Transporter und bremste diesen nach dem Manöver aus, sodass der Fahrer des Transporters stark abbremsen musste. Der schwarze Golf soll den Transporter danach touchiert haben. Laut Polizei fuhr er anschließend in einen Pkw der Marke Opel, der in zweiter Reihe abgestellt war. Durch die Wucht des Aufpralls sei der Opel in zwei weitere Autos geschoben worden. Der 20 Jahre alte Fahrer des Opels erlitt bei dem Aufprall auf sein Auto Kopfverletzungen und wurde von Rettungskräften zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Nachdem der schwarze Golf zum Stehen gekommen war, stiegen mindestens zwei Personen aus dem Fahrzeug aus. Sie seien zu Fuß zu dem weißen Golf gelaufen, der sich danach vom Unfallort entfernt habe. Der schwarze Golf wurde sichergestellt. Die Polizei fand darin eine Packung des oft als Aufputschmittel genutzten Mittels Tilidin.

Autorennen auf öffentlichem Straßenland werden seit Oktober 2017 als gesonderter Straftatbestand gewertet. Sie können mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Wird bei einem illegalen Rennen eine Person verletzt oder gar getötet, kann die Strafe auch deutlich höher ausfallen. In Berlin wurden allein bis Mai vergangenen Jahres rund 600 Verfahren wegen illegaler Autorennen eingeleitet. In 50 Fällen wurden Raser bis zu diesem Zeitpunkt rechtskräftig verurteilt. Die Amtsanwaltschaft verfolgt Raser-Delikte in einer eigenen Abteilung.

+++ Auto in Hellersdorf angezündet +++

In der Etkar-Andre-Straße in Hellersdorf brannte am Donnerstagabend ein Renault. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

++++ 75-Jährige tot aufgefunden - Mordkommission ermittelt +++

Am Donnerstag hat eine Mordkommission beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen zu einem Verdacht eines Tötungsdeliktes in Gropiusstadt übernommen. Gegen 5.45 Uhr entdeckten Pflegekräfte eine 75-Jährige leblos in ihrem Zimmer eines Seniorenheims in der Wutzkyallee. Ein Tötungsdelikt könne aufgrund der Auffindesituation nicht ausgeschlossen werden, hieß es von der Polizei. Die Generalstaatsanwaltschaft teilte am Abend auf Twitter mit, eine Obduktion habe als Todesursache Erdrosseln ergeben. Die Ermittlungen wegen eines vorsätzlichen Tötungsdelikts würden andauern.

+++ Motorradfahrer bei Unfall schwer verletzt +++

Bei einem Verkehrsunfall im Ortsteil Strandsiedlung Malchow ist am Mittwochabend ein Motorradfahrer schwer verletzt worden. Gegen 18.10 Uhr fuhr ein 39-jähriger Motorradfahrer die Malchower Chaussee stadteinwärts. Auf Höhe der Kreuzung Malchower Chaussee Ecke Piesporter Straße überholte er den vor ihm fahrenden 31-jährigen Autofahrer. Während des Überholvorgangs soll es zu einer Berührung gekommen sein, in deren Folge der Motorradfahrer auf die Straße stürzte und sich dabei ein Bein brach. Der 39-Jährige kam in ein Krankenhaus, wo er stationär behandelt wird. Bei dem 31-jährigen Mazda-Fahrer konnten die Polizisten Alkoholgeruch im Atem wahrnehmen. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von über 0,8 Promille.

+++ Mensch stirbt bei Wohnungsbrand in Johannisthal +++

Bei einem Wohnungsbrand in Johannisthal (Treptow-Köpenick) ist am Donnerstagmittag ein Mensch ums Leben gekommen. Das teilte die Feuerwehr beim Kurznachrichtendienst Twitter mit. Eine weitere Person wurde leicht verletzt. Zwei Menschen wurden vor Ort betreut. Es brannte im ersten Obergeschoss eines Wohnhauses.

+++ Vermummte rollen brennende Reifen auf Sonnenallee +++

Am Mittwochabend und in der Nacht kam es in Neukölln zu Sachbeschädigungen und tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte der Polizei. Gegen 20.40 Uhr stellte eine Funkwagenbesatzung des Polizeiabschnittes 54 in der Sonnenallee zwischen der Peter-Anders-Straße und dem Michael-Bohnen-Ring rund 20 Personen fest, die sich zunächst entfernten. Kurz darauf wurde das Einsatzfahrzeug von einem Gegenstand getroffen. Als später weitere Polizisten zur Unterstützung eintrafen, wurde gegen 22.35 Uhr deren Einsatzfahrzeug von einer Getränkedose getroffen.

In beiden Fällen wurden die Fahrzeuge nicht beschädigt. Tatverdächtige konnten nicht festgestellt werden. Gegen 00.10 Uhr gingen dann mehrere Anrufe bei der Polizei ein, in denen von brennenden Reifen auf der Fahrbahn der Sonnenallee berichtet wurde. Die dann am Ort festgestellten brennenden Reifen wurden von der Feuerwehr gelöscht und von der Fahrbahn entfernt. Dafür musste die Fahrbahn in Richtung des Baumschulenweges für 15 Minuten gesperrt werden.

Bei der Zeugenbefragung vor Ort stellte sich heraus, dass ein 36-Jähriger mit einer Flasche beworfen worden war, dabei jedoch nicht getroffen und nicht verletzt wurde. Den Zeugen zufolge hatten fünf Vermummte drei Reifen auf die Fahrbahn gebracht und sie entzündet. Tatverdächtige konnten auch hier nicht ermittelt werden.

Die Polizei stellte Anzeigen wegen versuchter Sachbeschädigungen an Polizeifahrzeugen, eine wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, und Sachbeschädigung durch Feuer sowie tätlicher Angriff auf Einsatzkräfte der Polizei. Die Ermittlungen führt das Polizeikommissariat des Polizeiabschnittes 55.

+++ Rassistisch beleidigt und angespuckt +++

Am Mittwochabend hat ein 54-Jähriger Zeugenaussagen zufolge mehrere Personen beleidigt und versucht, sie anzuspucken. Gegen 19.00 Uhr soll der Tatverdächtige an der Turmstraße Ecke Emdener Straße in Moabit verschiedene Parolen, mit denen er mehrere türkischstämmige Personen beleidigte, gerufen haben. Ein 56 Jahre alter Zeuge sprach den 54-Jährigen an und verbat sich die Beleidigungen. Daraufhin soll er von dem Pöbler selbst beleidigt worden sein. Außerdem soll der mutmaßliche Täter versucht haben, den 56-Jährigen anzuspucken. Herbeigerufene Polizeikräfte stellten den Tatverdächtigen in der näheren Umgebung. Da er alkoholisiert wirkte, führten Sie eine Atemalkoholmessung durch, deren Ergebnis mehr als 1,5 Promille betrug. Weitere Zeugen bestätigten die beleidigenden Rufe des Mannes sowie seine Versuche, wahllos verschiedene Personen anzuspucken. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

+++ Mann greift nach Sachbeschädigung Polizisten an +++

Am Mittwochabend leistete in Gesundbrunnen ein Mann, der der Sachbeschädigung verdächtigt wurde, Widerstand gegen Polizisten. Zivile Einsatzkräfte des Polizeiabschnittes 18 beobachteten zuvor gegen 21.25 Uhr an der Bernauer Straße Ecke Brunnenstraße den Mann, der eine Scheibe des Einganges zum U-Bahnhof Bernauer Straße mit Farbe beschmierte.

Als der Tatverdächtige durch die Einsatzkräfte gestellt wurde, leistete er durch Tritte und Schläge starken Widerstand und konnte sich dadurch aus dem Haltegriff eines Beamten lösen. Die weitere Verfolgung musste dann aufgrund einer erlittenen Beinverletzung des Beamten aufgeben werden. Der Zivilfahnder kam anschließend mit dem Verdacht auf einen Kreuzbandriss in ein Krankenhaus. Ein am Ort zurückgelassenes Fahrrad und ein Stoffbeutel mit Farbsprühdosen wurden beschlagnahmt. Ein weiterer kontrollierter 19-Jähriger wurde nach Überprüfung wieder entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Seniorin im Bus gestürzt und schwer verletzt +++

Am Mittwochabend verletzte sich eine Seniorin nach einem Sturz in einem Linienbus in Rummelsburg. Gegen 19.25 Uhr fuhr der Bus aus der Einbecker Straße in die Kreuzung Einbecker Straße / Skandinavische Straße / Weitlingstraße ein. Der Busfahrer bremste stark, als ein Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn auf die Kreuzung fuhr.

In der Folge stürzte die 72-jährige Frau im Bus und erlitt einen Oberschenkelhalsbruch. Die Verletzte wurde durch einen zum Ort gerufenen Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär behandelt wird.

+++ Unbekannte versuchen, Geldautomaten zu öffnen +++

Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag in einem Einkaufszentrum in Prenzlauer Berg (Pankow) versucht, einen Geldautomaten zu öffnen. Einem Lieferanten fiel gegen 3 Uhr an der Greifswalder Straße der beschädigte Automat auf. Polizisten stellten außerdem aufgehebelte Türen im Einkaufszentrum fest. Nachdem die Täter noch einen Feuerlöscher entleerten, entkamen diese ohne Beute.

+++ Mann bedroht 28-Jährigen in S-Bahn mit Messer +++

Ein 20-Jähriger hat am Mittwoch einen Mann in der S-Bahn der Linie S9 mit einem Messer bedroht. Zuvor stellte er dem 28-Jährigen gegen elf Uhr am S-Bahnhof Baumschulenweg ein Bein, als er in die S-Bahn stieg. Der Mann konnte sich noch halten. Danach verfolgte der 20-Jährige ihn in der Bahn. Er bedrohte den Mann zuerst verbal und hielt dabei ein Messer in der Hand. Der 28-Jährige zog die Notbremse.

Die Bundespolizei nahm den 20-Jährigen am S-Bahnhof Treptower Park fest. Das Messer wurde sichergestellt. Auf dem Weg zum Auto versuchte der alkoholisierte 20-Jährige auch die Polizisten anzugreifen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,30 Promille. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und tätlichen Angriffs auf Polizeivollzugsbeamte ein. Eine Ärztin wies den bereits einschlägig polizeibekannten 20-Jährigen nach Abschluss aller Maßnahmen in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses ein.

+++ Sattelzug-Fahrer erfasst in Spandau Radfahrer beim Abbiegen +++

Ein Radfahrer hat bei einem Unfall am Mittwoch in Spandau Arm-, Bein- sowie Rumpfverletzungen erlitten. Ein 31 Jahre alter Sattelzug-Fahrer war auf dem Spandauer Damm unterwegs und erfasste beim Rechtsabbiegen auf den Wiesendamm den 59 Jahre alten Radfahrer, der in gleicher Richtung auf dem Radweg fuhr. Er wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Verkehrsermittlungsdienst ermittelt.

+++ Ein Verletzter bei Überfall auf Späti in Kreuzberg +++

Ein Mitarbeiter eines Spätkaufs im Gebäude des U-Bahnhofs Mendelssohn-Bartholdy-Park in Kreuzberg ist am Mittwoch gegen 23 Uhr bei einem Überfall verletzt worden. Der Räuber ging mit einem Messer hinter den Tresen und forderte von dem 40-Jährigen Geld aus der Kasse. Es kam zu einem Gerangel, bei dem der Mitarbeiter sich Schnittverletzungen an der Hand zuzog. Nachdem ein Kunde den Spätkauf an der Gabriele-Tergit-Promenade betrat, flüchtete der Täter ohne Beute. Polizisten einer Einsatzhunderschaft durchsuchten den Mendelssohn-Bartholdy-Park nach Spuren. Der Laden wurde beim Überfall teilweise verwüstet.

+++ Container brennt in Mitte aus +++

An der Leipziger Straße in Mitte hat es am Mittwochabend gegen 20.45 Uhr gebrannt. Ein hinter einem Wohnhaus abgestellter Baucontainer stand in Flammen. Die Feuerwehr rückte an und hatte den Brand schnell unter Kontrolle. Verletzt wurde nach ersten Angaben niemand. Die Brandursache wird ermittelt.