Polizeibericht

Schneller als erlaubt: Illegale Autorennen auch an Ostern

Eigentlich soll das Osterfest die Menschen zur Einkehr animieren. In Berlin maßen einige lieber ihre Kräfte bei illegalen Autorennen.

Einsatzwagen mit eingeschaltetem Blaulicht (Symbolbild).

Einsatzwagen mit eingeschaltetem Blaulicht (Symbolbild).

Foto: dpa

Berlin. Am langen Oster-Wochenende haben in Berlin gleich mehrere illegale Autorennen die Polizei in Atem gehalten. In Mitte stoppten die Beamten am Karfreitag zwei junge Männer und beschlagnahmten deren Wagen. Zuvor hatten sie gegen 21 Uhr beobachtet, wie zwei Autos auf der Leipziger Straße in Richtung Potsdamer Platz offensichtlich um die Wette rasten.

Die beiden 19 und 22 Jahre alten Fahrer hätten zunächst an einer roten Ampel an der Leipziger Straße gehalten und seien dann mit quietschenden Reifen und hoher Geschwindigkeit losgeprescht, berichtete die Polizei. Die nachsetzenden Einsatzkräfte hätten das Duo an der nächsten roten Ampel eingeholt und zum Aussteigen aufgefordert. Auf Anordnung einer Staatsanwältin seien nach der Kontrolle der Personalien Wagen und Führerscheine der beiden beschlagnahmt worden.

In der Nacht zum Montag lieferten sich laut Polizei eine Frau und ein Mann im Britzer Tunnel ein Rennen - „wie aus dem Lehrbuch mit bis zu 160 km/h“, wie es in einem Tweet der Ordnungshüter heißt. Nur vor dem Blitzer in dem Tunnel hätten beide gebremst. Auch hier wurden Autos und Führerscheine erst einmal einkassiert. Nähere Angaben zu diesem Vorkommnis machte die Polizei zunächst nicht.

Schon am Sonntagnachmittag war es auf dem Kurt-Schumacher-Damm im Bezirk Reinickendorf so weit: Zwei Fahrer maßen dort die Kräfte ihrer Autos, so dass die ihnen folgenden Beamten kaum mithalten konnten. Nachdem sich die Raser laut Polizei getrennt hatten, habe eine Streife zumindest einen von ihnen in der Humboldtstraße stoppen können. Fazit: „Fahrer & Auto sind erstmal aus dem Rennen.“

Immer wieder liefern sich auf Berlins Straßen zumeist jüngere Autofahrer unerlaubte Rennen, zuweilen mit tragischem Ausgang. Einer der schwersten Unfälle ereignete sich im Februar 2016, als zwei Sportwagenfahrer mit bis zu 170 Kilometern in der Stunde über den Kurfürstendamm rasten. Einer von ihnen rammte schließlich an einer für ihn roten Ampel einen Jeep. Der 69 Jahre alte Fahrer starb noch in seinem Auto, die beiden Raser wurden kaum verletzt.