Verfolgungsfahrt

Getunter Mercedes rast in Hauswand

Der Mann war mit mehr als 100 km/h auf der Seestraße unterwegs. Die Flucht vor der Polizei endete an einer Hauswand.

Die Flucht vor Polizei endete in der Hauswand

Die Flucht vor Polizei endete in der Hauswand

Foto: Morris Pudwell

Berlin. Seine Flucht vor der Polizei endete für einen 20-Jährigen am frühen Montagmorgen an einer Hauswand in Wedding.

Gegen 0.40 Uhr hatte der junge Mann in einem PS-starken Mercedes eine Zivilstreife der Polizei auf der Marktstraße mit hoher Geschwindigkeit überholt. Dabei soll es sich laut Zeugen um einen Mercedes Benz C43 AMG handeln. Der hochmotorisierte Sportwagen ist ab 367 PS erhältlich. Eine Zivilstreife der Polizei folgte dem Pkw in Richtung Louise-Schroeder-Platz und dann nach rechts in die Seestraße.

20-Jähriger rast mit mehr als 100 Stundenkilometern durch Mitte

Die Beamten beobachteten das Fahrverhalten des Mercedes-Fahrers und konnten auf ihrem Tacho feststellen, dass der 20-Jährige mit mehr als 100 Stundenkilometern unterwegs war. Laut Polizei setzte er an der Seestraße Ecke Indische Straße den Blinker nach links, fuhr dann aber über mehrere Fahrstreifen hinweg nach rechts in die Indische Straße. Dabei kam es fast zu einem Frontalzusammenstoß mit einem Alfa Romeo.

Über die Ungarnstraße raste er weiter in Richtung Müllerstraße. Dabei folgten ihm auch Kräfte einer Einsatzhundertschaft. Bei dem Versuch, links auf die Müllerstraße in Richtung Seestraße abzubiegen, fuhr der 20-Jährige über den Gehweg in eine Haustür und ein Friseurgeschäft an der Müllerstraße 133.

Polizei geht von Fahrt unter Alkohol- und Drogeneinfluss aus

In dem Mercedes saß neben dem Fahrer noch ein 22 Jahre alter Beifahrer und auf der Rückbank ein Mann gleichen Alters. Die Beamten nahmen bei der Durchsuchung des Pkw Alkoholgeruch beim Fahrer wahr. Zudem bestand der Verdacht, dass der 20-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Bei ihm fanden die Beamten eine weiße Substanz, bei der es sich offenbar um Betäubungsmittel handelte.

Der Fahrer kam mit Rumpfverletzungen in ein Krankenhaus. Dort nahm ihm eine Ärztin auch Blut ab. Der Mann entließ sich wenig später selber aus der Klinik.

Auf Anordnung eines Staatsanwaltes wurde der Mercedes beschlagnahmt. Die beiden Begleiter des Fahrers blieben unverletzt und wurden nach Feststellung der Personalien am Ort entlassen. Der Verkehrsermittlungsdienst der Direktion 1 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

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