Verkehr

Radfahrer stirbt nach Sturz in Köpenick - Ersthelfer gesucht

Ein 89-Jähriger war in Köpenick mit dem Fahrrad unterwegs. Aus bislang ungeklärten Gründen stürzte er. Der Ersthelfer wird gesucht.

Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet in der Dunkelheit.

Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet in der Dunkelheit.

Foto: dpa

Berlin. Ein 89 Jahre alter Radfahrer ist nach einem Sturz in Köpenick kurze Zeit später im Krankenhaus verstorben. Wie die Polizei mitteilte, fuhr der Mann mit seinem Fahrrad auf der Druschiner Straße. Aus bislang ungeklärten Gründen soll er auf Höhe der Egersfelder Allee gestürzt sein und sich am Kopf verletzt haben. Die Polizei sprach von einem "Alleinunfall". So werden Unfälle bezeichnet, an denen nur ein Fahrzeug beteiligt war.

Ermittlungen ergaben, dass ein bislang unbekannter Mann dem Schwerverletzten zu Hilfe geeilt sein soll, der später bei den Erste-Hilfe-Maßnahmen von einer 50-jährigen Frau abgelöst wurde. Die Ermittler bitten den bislang unbekannten Ersthelfer sich bei der Polizei zu melden.

Darüber hinaus hat die Polizei folgende Fragen:

  • Wer hat den 89-jährigen Radfahrer am 2. April 2020 in der Druschiner Straße in Richtung Eichwaldgraben fahren sehen und hat den Unfall beobachten können?
  • Wer hat möglicherweise den Ersthelfer bei den Rettungsmaßnahmen beobachtet und kann Angaben zu ihm machen?

Hinweise nimmt der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 6 in der Nipkowstraße 23 in Adlershof unter der Telefonnummer (030) 4664-672314 oder +49 178 560 88 23 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Bis Ende März starben 2020 18 Menschen im Berliner Straßenverkehr

Im ersten Quartal dieses Jahres, vom 1. Januar bis 31. März, starben 18 Menschen im Berliner Straßenverkehr. Jeweils fünf waren nach Angaben der Polizei vom Donnerstag Fußgänger, Radfahrer, Motorrad- und Rollerfahrer. Dazu kamen zwei Insassen von Autos und einer in der Kategorie Sonstiges.

Ob der am Mittwoch gestorbene Radfahrer dazu gerechnet wird, war noch unklar. Verkehrsteilnehmer, die einen Unfall verursachen, weil sie etwa einen Herzinfarkt erleiden und letztlich auch daran sterben, werden in der Unfallstatistik nicht in der Kategorie Verkehrstote geführt.

Im vergangenen Jahr starben 40 Menschen durch Verkehrsunfälle. Darunter stellten die Fußgänger die größte Gruppe (24), dazu kamen 7 Autofahrer, 6 Radfahrer, 2 Motorradfahrer und ein weiterer Verkehrsteilnehmer. Die Zahlen variieren von Jahr zu Jahr stark und sind nur bedingt aussagekräftig.