Kriminalität

Mann will mit Gewehr einkaufen: Rechtsextremer Hintergrund?

Mit einem Gewehr vor der Brust wollte ein Mann in Schmargendorf im Supermarkt einkaufen. Bei der Festnahme leistete er Widerstand.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Berlin. Mit einem Gewehr vor der Brust hat ein Mann in Berlin-Schmargendorf (Charlottenburg-Wilmersdorf) einen Supermarkt betreten und wollte einkaufen. Die herbeigerufenen Polizisten nahmen den 30-Jährigen im Kassenbereich fest, wobei er Widerstand leistete, wie die Sicherheitskräfte am Freitag mitteilten. Außer dem Luftdruckgewehr hatte der Mann bei dem Vorfall am Donnerstagnachmittag eine Schreckschusspistole sowie Munition für beide Waffen bei sich. Er war den Angaben zufolge angetrunken.

Der Mann wurde laut Polizei in ein Gewahrsam gebracht und erkennungsdienstlich behandelt. Obendrein wurde eine Blutprobe entnommen. Gegen den Mann wird jetzt wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Mann will mit Gewehr in Wilmersdorf einkaufen: Polizei prüft rechtsextremen Hintergrund

Die Polizei prüft zudem einem Sprecher zufolge, ob die Tat womöglich einen politischen Hintergrund hat. Bei der Durchsuchung sei festgestellt worden, dass der vorübergehend Festgenommene rechte Symbole als Tattoos an seinem Köper trug. Es werde deshalb davon ausgegangen, dass er eine rechte Gesinnung habe. Bei der Tat habe er sich jedoch nicht rechtsextrem geäußert. Der Staatsschutz ermittelt.