Weißensee

Streit unter Autofahrern eskaliert: Fingerkuppe abgebissen

Weil ein Opel-Fahrer zu langsam fuhr, nötigte ihn ein Toyota-Fahrer zum Halten, schlug und würgte ihn. Der Opel-Fahrer biss zu.

Der Fahrer des Opel wurde von einem Toyota-Fahrer angegriffen. Der wehrte sich - und biss ihm in den Finger.

Der Fahrer des Opel wurde von einem Toyota-Fahrer angegriffen. Der wehrte sich - und biss ihm in den Finger.

Foto: Thomas Peise

Berlin. Die Insassen zweier Autos sind am späten Sonnabendabend in Berlin-Weißensee in Streit geraten. Dabei biss ein 34 Jahre alter Opel-Fahrer einem gleichaltrigen Toyota-Fahrer die Fingerkuppe ab, wie die Berliner Polizei mitteilte. Zuvor sollen die Insassen des Toyota den Opel-Fahrer gewürgt und geschlagen haben.

Auslöser der gewaltsamen Auseinandersetzung war offenbar, dass der Opel-Fahrer auf der Rothenbachstraße zu langsam gefahren war - zumindest für den Geschmack des Toyota-Fahrers. Er soll dicht hinter dem Opel gefahren sein und mehrmals die Lichthupe getätigt haben. Der Opel-Fahrer gab später an, sich an die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 30 km/h gehalten und sich durch das dichte Auffahren genötigt gefühlt zu haben. An der Roelckestraße soll der Toyota-Fahrer dann den Opel überholt und durch abruptes Bremsen zum Stehen gebracht haben. Daraufhin kam es zu dem gewalttätigen Streit.

Rettungskräfte brachten den Fahrer des Toyota mit seiner Fingerkuppe zur weiteren Behandlung in eine Klinik. Der Opel-Fahrer wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizisten beschlagnahmten die Führerscheine beider Fahrer und leiteten Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr, der schweren Körperverletzung und der gefährlichen Körperverletzung ein.