Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Benzin verteilt: Mann droht Haus abzubrennen

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Sonntag, 16. Februar 2020.

Einsatzkräfte einer Hundertschft und der Feuerwehr an der Gervinusstraße.

Einsatzkräfte einer Hundertschft und der Feuerwehr an der Gervinusstraße.

Foto: Morris Pudwell

+++ Mann verteilt Benzin und droht Haus abzubrennen +++

In der Nacht zu Sonntag gegen Mitternacht wurde die Polizei in die Gervinusstraße in Charlottenburg gerufen. Zuvor hatte ein Mann starken Benzingeruch wahrgenommen. Dieser drang aus einer Wohnung im Erdgeschoss. Wie sich herausstellte, hatte ein Bewohner der Erdgeschosswohnung Zeugen zufolge damit gedroht, das Haus "abzubrennen". Eintreffende Polizisten alarmierten daher weitere Einheiten nach. Rund 30 Einsatzkräfte, darunter Polizisten einer Einsatzhundertschaft, rückten an und überwältigten den 46-Jährigen, der bereits großflächig in der Wohnung Benzin verteilt hatte. Auch die Feuerwehr wurde hinzugezogen.

Der Mann wurde von Rettungskräften der Berliner Feuerwehr aus der Wohnung in einen Rettungswagen gebracht und zur psychiatrischen Behandlung einer Fachklinik übergeben.

+++ Container und Verkaufswagen brennen in Lichtenberg +++

Ein Verkaufswagen und ein Altkleidercontainer wurden bei einem Brand in Friedrichsfelde stark beschädigt. Eine Passantin bemerkte am Sonntag kurz vor 6 Uhr den brennenden Container in der Rummelsburger Straße und verständigte die Feuerwehr. In unmittelbarer Nähe zu dem Container brannte zudem ein Verkaufsanhänger für Quarkkeulchen an der Sewanstraße. Die Brandbekämpfer löschten beide Brände. Es wird wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt.

+++ Streit vor Disko eskaliert +++

Ein Streit vor einer Disko an der Rathausstraße in Mitte ist in der Nacht zu Sonntag eskaliert. Wie die Polizei mitteilte, wollten zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren gegen 23.15 Uhr in das Lokal. Als ihnen der Zugang verwehrte wurde, sollen die Männer die Türsteher beschimpft haben. Daraufhin soll ein 28 Jahre alter Türsteher Pfefferspray gegen das Duo eingesetzt haben. In der Folge soll der 29-Jährige eine leere Glasflasche auf den Türsteher geworfen haben. Die Flasche verfehlte jedoch ihr Ziel. Nach dem Flaschenwurf flüchteten der 29-Jährige und sein jüngerer Begleiter getrennt voneinander.

Der 28 Jahre alte Türsteher nahm zusammen mit seinem 35 Jahre alten Kollegen die Verfolgung auf. An einer Straßenbahnhaltestelle an der Gontardstraße ergriffen sie den Älteren, wo sie laut Zeugenangaben auf ihn eingeschlagen haben sollen. Anschließend sollen alle zurück zur Diskothek gegangen sein. Einsatzkräfte trafen in der Nähe der Disko auch auf den Begleiter des 29-Jährigen und nahmen insgesamt drei Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung auf. Beide Türsteher blieben unverletzt. Der 29-Jährige erlitt Verletzungen im Gesicht, die in einem Krankenhaus versorgt wurden. Sein 28-jähriger Begleiter klagte über Augenreizungen, die vor Ort behandelt wurden.

+++ Männer belästigen Transfrau und besprühen sie mit Reizgas +++

Am Sonntagmorgen wurde eine Transfrau in Schöneberg von zwei Unbekannten belästigt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand Uhr trafen die beiden Männer gegen 6.15 Uhr an der Fuggerstraße auf die Frau. Sie sollen die bedrängt haben. Als sie die Männer abwies, soll einer der beiden sie mit Reizgas besprüht und transphob beleidigt haben. Im Anschluss entfernten sich die Männer in Richtung Motzstraße. Die Transfrau blieb körperlich unverletzt. Die weiteren Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen.

+++ Fingerkuppe bei Streit unter Autofahrern abgebissen +++

Die Insassen zweier Autos sind am späten Sonnabendabend in Weißensee in Streit geraten. Dabei biss ein 34 Jahre alter Opel-Fahrer einem gleichaltrigen Toyota-Fahrer die Fingerkuppe ab, wie die Berliner Polizei mitteilte. Zuvor sollen die Insassen des Toyota den Opel-Fahrer gewürgt und geschlagen haben.

Auslöser der gewaltsamen Auseinandersetzung war offenbar, dass der Opel-Fahrer auf der Rothenbachstraße zu langsam gefahren war - zumindest für den Geschmack des Toyota-Fahrers. Der Toyota-Fahrer soll dicht hinter dem Opel gefahren sein und mehrmals die Lichthupe getätigt haben. Der Opel-Fahrer gab später an, sich an die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 30 km/h gehalten und sich durch das dichte Auffahren genötigt gefühlt zu haben. An der Roelckestraße soll der Toyota-Fahrer dann den Opel überholt und durch abruptes Bremsen zum Stehen gebracht haben. Daraufhin kam es zu der körperlichen Auseinandersetzung.

Rettungskräfte brachten den Fahrer des Toyota mit seiner Fingerkuppe zur weiteren Behandlung in eine Klinik. Der 34-jährige Opelfahrer wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizisten beschlagnahmten die Führerscheine beider Fahrer und leiteten Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr, der schweren Körperverletzung und der gefährlichen Körperverletzung ein.

+++ Festnahme nach Einbruch in Geschäft +++

Die Polizei hat am Sonnabendabend zwei mutmaßliche Einbrecher festgenommen. Nach den bisherigen Ermittlungen drangen die beiden Männer gegen 21.25 Uhr in ein Lager eines Supermarktes an der Walter-Friedrich-Straße in Pankow ein und nahmen Kosmetikartikel an sich. Mitarbeiter des Marktes entdeckten die Männer, die daraufhin mit ihrer Beute in Richtung S-Bahnhof Buch flüchteten. Herbeigerufene Polizeieinsatzkräfte nahmen die beiden Tatverdächtigen noch auf dem Bahnsteig fest. Sie hatten die Beute noch bei sich. Die beiden Männer im Alter von 27 und 32 Jahren wurden der Kriminalpolizei der Direktion 1 (Nord) überstellt, welche die weiteren Ermittlungen übernommen hat.

+++ Polizei unterbindet Rocker-Treffen in Fürstenwalde +++

In Fürstenwalde (Oder-Spree) hat die Polizei am Sonnabendabend ein Rocker-Treffen unterbunden. Es sei mit „kriminellen Machenschaften und Geschäften“ zu rechnen gewesen, begründete der Pressesprecher der Polizeidirektion Ost, Stefan Möhwald, das Einschreiten der Sicherheitskräfte. Außerdem seien unter den Teilnehmern etliche, die „mit erheblichen Straftaten“ in Verbindung“ gebracht werden könnten. Hinter dem Polizeieinsatz stehe eine „Null-Toleranz-Strategie“.

Für die Kontrollen einer „mittleren zweistelligen Zahl“ von Rockern war laut Möhwald eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei angerückt. Eine genauere Zahl der eingesetzten Beamten nannte er nicht. Bei den Rockern soll es sich um „Hells Angels“ und ihre Unterstützer handeln, was der Sprecher jedoch nicht bestätigte. Ihm zufolge wurden unter anderem Drogen und waffenähnliche Gegenstände sichergestellt.

Zudem sei ein Mann vorläufig festgenommen worden, gegen den ein offener Haftbefehl vorliege. Der Haftbefehl müsste nicht vollstreckt werden, wenn der Festgenommene einen festgesetzten Geldbetrag zahle. Im Vorfeld des Treffens sei ein Gewerbekomplex an die Rocker vermietet worden. An der Polizeiaktion waren auch der Zoll und Fiskus beteiligt, was darauf hindeutet, dass Verdacht auf Wirtschaftskriminalität besteht.