Illegale Einreise

Bundespolizei fasst Schleuser bei Forst

Beamte der Bundespolizei haben einen Schleuser in Brandenburg gefasst. Er wollte sechs Russen illegal nach Deutschland bringen.

Beamte der Bundespolizei bei einer Schwerpunktfahndung im vergangenen Dezember (Archivbild).

Beamte der Bundespolizei bei einer Schwerpunktfahndung im vergangenen Dezember (Archivbild).

Foto: David Heerde

Forst. Die Bundespolizei hat einen mutmaßlichen Schleuser mit einer sechsköpfigen Familie im Auto bei Forst im Südosten Brandenburgs aufgegriffen. Der 37 Jahre alte Fahrer sei am Sonntagmittag bei einer Kontrolle auf der Bundesstraße 112 festgenommen worden, teilte die Behörde am Montag mit.

Die Familie aus Russland – ein 32-Jähriger, seine 27-jährige Ehefrau sowie ihre vier Kinder im Alter von einem bis zehn Jahren – habe keine Aufenthaltsgenehmigungen vorweisen können.

Gegen den mutmaßlichen Schleuser aus Russland wurde ein Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern eingeleitet. Der Mann kam wieder auf freien Fuß. Die Familie wurde den Angaben zufolge ebenfalls zur Dienststelle gebracht. Gegen das Paar wird wegen des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz ermittelt. Sie wurden an die Zentrale Ausländerbehörde Eisenhüttenstadt übermittelt, wo sie ein Asylantrag stellen wollten.

Bundespolizei fasst Schleuser: Seit November verstärkt Kontrollen im Grenzgebiet

Seit November vergangenen Jahres sucht die Bundespolizei verstärkt nach Schleusern und illegalen Migranten im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Denn haben diese erst einmal Berlin erreicht, sind sie für die Behörden kaum noch auffindbar. Dabei handelt es sich nicht um Grenzkontrollen, wie sie 2007 abgeschafft wurde, sondern um Fahndungen diesseits der Grenze. psi/dpa