Kontrolle in Berlin

Neun Identitäten, Drogen, Haftbefehl - Festnahme

Die Überprüfung eines Fahrzeugs in Gesundbrunnen erwies sich für die Polizei als echter Glücksgriff.

Polizisten stoppen ein Auto. (Archivbild)

Polizisten stoppen ein Auto. (Archivbild)

Foto: Bernd Wüstneck / ZB

Die Berliner Polizei hat am Mittwochnachmittag bei einer Verkehrskontrolle einen Mann festgenommen, der sich eine ganze Reihe von Vergehen hatte zuschulden kommen lassen. Die Polizei sprach bei Facebook von einem „Honeypot“. Der Mann war mit seinem Fahrzeug in Gesundbrunnen unterwegs, wo er einer Polizeistreife auffiel. Die Polizisten überprüften noch während der Fahrt das Kennzeichen des Autos. Dabei stellte sich heraus, dass der Wagen zur Fahndung ausgeschrieben war. Sie stoppten den Wagen gegen 16.30 Uhr an der Kreuzung Osloer Straße Ecke Schwedenstraße.

  • Die Vergehen laut Polizei im Einzelnen:
  • Das Auto hatte keine Haftpflichtversicherung.
  • Es konnten keine Fahrzeugpapiere vorgelegt werden.
  • Der Fahrer war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis.
  • Er konnte sich nur mit einer europäischen ID-Card ausweisen.
  • Diese ID-Card war gefälscht.
  • Bei den darauf enthaltenen Daten handelte es sich um eine von neun polizeibekannten Identitäten.
  • Es lag ein Haftbefehl gegen den Mann vor.
  • Der Festgenommene hatte stark geweitete Pupillen und ein Schnelltest reagierte positiv auf THC.

Es wurden zwei weitere Kennzeichen gefunden, die am Donnerstag mit der gefälschten ID-Card für ein Auto angemeldet und zugelassen worden sind.

Auf dem Rücksitz des nicht versicherten Autos, das von dem Mann ohne Fahrerlaubnis gefahren wurde, saßen drei Kleinkinder, die nicht korrekt angeschnallt waren. Ihr Vater saß auf dem Beifahrersitz.

Die Polizisten fertigen diverse Anzeigen.