Teltow-Fläming

Mann in Blankenfelde-Mahlow erschossen - Festnahme

Im Fall der in einem Haus in Blankenfelde-Mahlow entdeckten Leiche hat es eine Festnahme gegeben. Der Mann hatte sich selbst gemeldet.

Zahlreiche Angehörige des Toten sammelten sich in der Nähe des Tatortes auf einem Supermarktparkplatz.

Zahlreiche Angehörige des Toten sammelten sich in der Nähe des Tatortes auf einem Supermarktparkplatz.

Foto: Morris Pudwell

Blankenfelde-Mahlow. Nach dem Fund einer Leiche in einem Haus in Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming) hat die Polizei in Brandenburg einen 59-Jährigen vorläufig festgenommen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Potsdam am Dienstag auf Nachfrage mit. Es geht um den Verdacht auf Totschlag.

Der Mann hatte sich nach Angaben der Polizei am Montag auf einem Revier in Potsdam gemeldet. Er sei bereits vernommen worden. Die Ermittlungen dauerten an, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Noch am Dienstag muss der Mann einem Haftrichter vorgeführt werden, der darüber entscheidet, ob der Verdächtige in Untersuchungshaft kommt oder nicht.

Ermittler hatten am Montag nach einem Hinweis die männliche Leiche in dem Haus im Ortsteil Mahlow entdeckt. Die Identität des Opfers sei derzeit noch nicht geklärt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mit.

Nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Dienstag) soll der 59-Jährige bei der Polizei angerufen und gesagt haben, er habe jemanden in Notwehr erschossen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte das am Dienstag nicht.

Die Sicherheitskräfte machten zunächst keine Angaben zu den Hintergründen der Tat. Die Mordkommission ermittele. Ein Krankenwagen und Kriminaltechnik waren am Montag am Einsatzort. Ein Mensch wurde - abgeschirmt von einem Polizeiauto - zu einem Rettungswagen gebracht und ins Krankenhaus gefahren.

Blankenfelde-Mahlow: Leiche entdeckt - Mann soll Hausbewohner ein Auto verkauft haben

Vor dem Haus, in dem die Polizei die Leiche fand, versammelte sich am Montagnachmittag eine Gruppe von etwa 20 bis 30 Männern. Sie wollten nach eigenen Angaben das Todesopfer gekannt haben. Die Männer vermissten seit Samstag einen Cousin, der sich zuletzt in dem Gebäude aufgehalten haben soll, hieß es.

Er soll demnach einem der Hausbewohner ein Auto verkauft haben. Einige der Männer hatten Tränen in den Augen. Neun Polizeibeamte waren vor dem Haus, drei davon trugen Maschinenpistolen. Die Lage blieb zunächst friedlich.

Nach Polizeiangaben war es schon am Sonntagabend zu einem Polizeieinsatz vor dem Gebäude gekommen, bei dem die Beamten „eine Bedrohungslage“ klären sollten. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen werde geprüft. Die Männer, die sich am Montag vor dem Gebäude versammelten, gaben an, auch schon am Sonntagabend dort gewesen zu sein.