Schwerer Unfall

Flucht nach Einbruch: Audifahrer rammt anderes Auto

Nach einem Einbruch in Charlottenburg rasten die mutmaßlichen Täter über eine rote Ampel und stießen mit einem Toyota zusammen.

Ein Polizeiwagen mit Blaulicht (Symbolbild).

Ein Polizeiwagen mit Blaulicht (Symbolbild).

Foto: Patrick Seeger / dpa

Auf der Flucht nach einem Einbruch ist am Sonnabendmorgen gegen sechs Uhr in Charlottenburg ein Audi mit einem Toyota zusammengestoßen. Zuvor wurde laut Polizei in ein Elektronikgeschäft an der Wilmersdorfer Straße eingebrochen. Dort sollen die Täter einen Metallschrank aufgebrochen haben, um an die darin gelagerten Telefone zu gelangen. Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma alarmierte gegen 6.10 Uhr die Polizei, nachdem er den Einbruch bemerkt hatte. Der Unfall ereignete sich zeitgleich an der Ecke Kant- und Windscheidstraße.

Laut Zeugenaussagen war der Audi mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde in westlicher Richtung auf der Kantstraße unterwegs, raste bei roter Ampel auf die Kreuzung und kollidierte mit dem aus Süden kommenden Toyota. Beide Fahrzeuge gerieten dadurch mehrfach ins Schleudern. Der Toyota kam auf der Kreuzung zum Stehen, der Audi auf dem Gehweg. Dann flüchteten laut Polizei drei bislang unbekannte Personen aus dem schwer beschädigten Fluchtwagen.

Fluchtwagen gehört Mitglied arabischer Großfamilie

Nach Informationen der Berliner Morgenpost ist der Wagen auf ein Mitglied einer arabischen Großfamilie zugelassen. Die beiden Insassen des Toyota wurden nur leicht verletzt. Der 38 Jahre alte Fahrer lehnte die ärztliche Versorgung ab, sein 36 Jahre alter Beifahrer wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

An derselben Kreuzung starb im Juni 2018 die 22 Jahre alte Studentin Johanna H. Sie wurde von Milinko P. totgefahren, der nach einem Einbruch in Wilmersdorf vor der Polizei floh. Auch P. war mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Johanna H. wartete zu diesem Zeitpunkt mit dem Fahrrad an einer roten Ampel und wurde mit voller Wucht von dem Fahrzeug erfasst.

Auch ein zufällig anwesender Arzt konnte sie nicht mehr retten. H. erlag noch vor Ort ihren schweren Verletzungen. Auch ein Insasse des Fluchtwagens starb kurz darauf im Krankenhaus. Noch heute erinnern Kerzen an der Stelle an den Vorfall. P. wurde mittlerweile wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.