Leipziger Straße

Vermummte versuchen, Lokal in Mitte zu stürmen

Politiker trafen sich in einem Lokal in Mitte. 100 Linke demonstrierten dagegen. Ein Teil versuchte, gewaltsam einzudringen.

Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht.

Ein Polizeiwagen mit eingeschaltetem Blaulicht.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Am frühen Dienstagabend hinderte die Polizei knapp 20 teils vermummte Personen daran, gewaltsam in ein Lokal an der Leipziger Straße in Mitte einzudringen. Im Internet hatten vorher linke Gruppen zu der Aktion aufgerufen. Demnach soll in dem Restaurant eine „extrem rechte Veranstaltung“ unter Beteiligung von NPD- und AfD-Mitgliedern stattgefunden haben. Die Polizei bestätigte lediglich, dass sich dort „mehrere Mitglieder einer Partei zu einer Gesprächsrunde“ trafen. Die Eindringlinge seien aber „dem linken Spektrum zuzuordnen“, so ein Sprecher auf Anfrage.

Im Vorfeld versammelten sich laut Polizei gegen 17.50 Uhr knapp 100 Personen am U-Bahnhof Spittelmarkt und zogen über die Leipziger Straße zum Lokal. Dabei sollen Parolen skandiert und Pyrotechnik gezündet worden sein. Während ein Teil der Demonstranten versuchte, sich über den Nebeneingang Zugang zu verschaffen, blieben die übrigen vor dem Haupteingang stehen.

Linke versuchen Lokal in Mitte zu stürmen: In der Nacht flogen Steine

Gegen 21 Uhr wollten sich laut Polizei erneut vier Personen Zugang verschaffen, was ebenfalls verhindert wurde. Der Einsatz sei gegen 23 Uhr beendet worden. Es werde wegen Verstößen gegen das Versammlungs- und das Sprengstoffgesetz ermittelt. Bei Steinwürfen gegen 0.30 Uhr seien dann fünf Fenster beschädigt worden. Ob es einen Zusammenhang gibt, ermittele nun der Staatsschutz.