Berlin-Spandau

Polizei nimmt Straftäter nach Dauerlauf fest

Nicht zugelassenes Auto, kein Führerschein und offenbar Diebesgut dabei: Der Täter versucht vor der Polizei zu wegzulaufen - vergeblich

Auf Facebook zeigt die Berliner Polizei den Inhalt des Transporters.

Auf Facebook zeigt die Berliner Polizei den Inhalt des Transporters.

Foto: Polizei Berlin

Berlin. Ein Verkehrssünder hat die Polizei am Dienstagabend in Spandau vor eine sportliche Herausforderung gestellt. Die Beamten stoppten den Transporter auf der Straße Am Juliusturm, nachdem sie beobachteten, wie der Fahrer an der Kreuzung Altstädter Ring und Falkenseer Platz über eine rote Ampel gefahren war. „Noch bevor unser Streifenteam aussteigen konnte, entdeckte der 38-jährige Fahrer jedoch offenbar seine Passion für den Ausdauersport und rannte im Laufschritt davon“, schreibt die Polizei auf Facebook.

Nach 15 Minuten außer Puste festgenommen

Auf einem nahe gelegenen Parkplatz habe er sich dann seiner Jacke entledigt und seinen Weg querfeldein fortgesetzt. „Die Sporteinheit endete, als die zur Absuche herbeigerufenen Kollegen ihn nach 15 Minuten in der Nähe, völlig aus der Puste, festnahmen“, heißt es weiter.

Wie sich später herausstellt habe, hatte der 38-Jährige mehrere Gründe für seinen Fluchtversuch. Zum einen war das Auto seit September 2019 stillgelegt und damit nicht versichert. Auch die Kennzeichen gehörten nicht dazu. „Für zahlreiche abgeschnittene Kupferkabel und Schneidwerkzeug im Kofferraum fehlte eine plausible Erklärung“, schreibt die Polizei weiter. „Ebenso konnten mehrere mit Benzin gefüllte Kanister nicht begründet werden.“

Fahrer hatte keinen Führerschein

Außerdem hatte der „Sportler“ keinen Führerschein dabei. „Wie denn auch – laut unserem System hat er nie einen gemacht.“ Neben einer Verkehrsordnungswidrigkeit wegen des Überfahrens der roten Ampel kommen nun mehrere Strafanzeigen auf ihn zu.