Unfälle

Polizeiwagen kracht gegen Laternenmast: Drei Beamte verletzt

Auf der Jagd nach Räubern fuhr ein Polizeiwagen in Marzahn gegen einen Laternenmast. Die mutmaßlichen Täter wurden trotzdem gefasst.

Ein Funkwagen krachte in Marzahn gegen einen Laternenmast.

Ein Funkwagen krachte in Marzahn gegen einen Laternenmast.

Foto: Peise

Berlin. Die Fahrt eines Streifenwagens endete am Donnerstagabend an einem Laternenmast. Der Funkwagen war mit Blaulicht und Martinshorn in Marzahn auf der Alle der Kosmonauten in Richtung Poelchaustraße unterwegs. Beim Abbiegen auf die Fichtelbergstraße kam er gegen 21.10 Uhr aus bisher ungeklärten Ursachen von der Fahrbahn ab und prallte gegen den Mast.

Alle drei Insassen wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer sowie ein hinten sitzender Beamter erlitten nur leichte Verletzungen. Der Beifahrer musste allerdings aufgrund einer Kopfverletzung stationär aufgenommen werden. Der Streifenwagen wurde abgeschleppt.

Eine freiwillige Atemkontrolle des Fahrers auf Alkohol stellte sich als negativ heraus. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion fünf übernahm die weiteren Ermittlungen.

Polizeieinsatz endet am Laternenmast: Unterwegs zu bewaffnetem Raubüberfall

Der Streifenwagen war zu einem Einsatz unterwegs, nachdem ein Sushi-Lieferservice auf der Allee der Kosmonauten überfallen wurde. Die bewaffneten Tatverdächtigen im Alter von 16 und 18 Jahren waren auf der Flucht. Sie sollen gegen 21 Uhr das Geschäft betreten und in der Küche zwei 18 und 23 Jahre alte Mitarbeiter mit einer Schusswaffe bedroht haben. Dabei soll auch ein Warnschuss gefallen sein.

Danach sollen sie laut Polizei die Herausgabe der Tageseinnahmen gefordert haben. Beide flüchteten mit einem Auto. Einer anderen Streife gelang es, die mutmaßlichen Täter auf der Fichtelbergstraße zu stellen, wo sie mittlerweile zu Fuß unterwegs waren.

Polizisten beschlagnahmen Schreckschusswaffe, Schlagring und Messer

Die Beamten entdeckten das Fluchtauto wenige Meter entfernt im Althansweg und beschlagnahmten es. Darin stießen die Ermittler auch auf eine Schreckschusswaffe. Der 16-jährige Tatverdächtige trug außerdem einen Elektroschocker bei sich, der 18-Jährige einen Schlagring und ein Messer. Der ältere soll das Fluchtauto auch gefahren haben, war aber nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Da der Verdacht auf Drogen besteht, wurde ihm später in der Polizeiwache auch Blut abgenommen. Ein Raubkommissariat ermittelt.