Neukölln

Mann durch Schuss verletzt - Streit im Clan-Milieu?

Bei einem Überfall auf eine Bar an der Karl-Marx-Straße wurde ein Mann schwer verletzt. SEK-Kräfte nahmen einen Tatverdächtigen fest.

Einsatzkräfte der Berliner Polizei sperrten den Tatort an der Karl-Marx-Straße in Neukölln weiträumig ab.

Einsatzkräfte der Berliner Polizei sperrten den Tatort an der Karl-Marx-Straße in Neukölln weiträumig ab.

Foto: Morris Pudwell

Berlin. Ein 54 Jahre alter Mann ist bei einem versuchten Raubüberfall in Neukölln in der Nacht zu Donnerstag angeschossen worden. Der schwer verletzte Angestellte eines Lokals an der Karl-Marx-Straße wurde vor Ort von Notfallsanitätern und einem Notarzt erstversorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht.

Einsatzkräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Berliner Polizei nahmen wenige Stunden später einen Tatverdächtigen in Adlershof fest. Gegen 2.10 Uhr wurde der 42 Jahre alte Mann an der Glienicker Straße gefasst.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll der Festgenommene gegen 20 Uhr die Bar in Neukölln betreten und von dem Mitarbeiter Geld gefordert haben. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, soll er dann in den Boden geschossen haben. Danach kam es zu weiteren Schüssen vor dem Lokal, wobei der Angestellte in den Hüftbereich getroffen wurde, wie die Polizei mitteilte. Der zunächst unbekannte Täter floh ohne Beute.

Neukölln: Schüsse in der Karl-Marx-Straße - Polizei ermittelt mögliche Clan-Hintergründe

Die Polizei sicherte Spuren am Tatort. Um was für eine Waffe es sich handelte, wollte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.Für die Dauer der Ermittlungen blieb die Karl-Marx-Straße zwischen Hobrechtstraße und Reuterstraße gesperrt. Die weiteren Ermittlungen hat das Raubkommissariat der Polizeidirektion 5 übernommen.

Gegenstand der laufenden Ermittlungen ist nach Informationen der Berliner Morgenpost auch, ob der Hintergrund des versuchten Raubüberfalls eine Auseinandersetzung im Clan-Milieu ist. Der Festgenommene soll noch am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Lesen Sie auch: Baustadtrat wusste: Clan baut Haus ohne Genehmigung