Polizei und Feuerwehr

Silvester in Berlin: Viele Angriffe auf Einsatzkräfte

Die Rettungskräfte waren in der Silvesternacht in Berlin im Dauereinsatz. Erneut gab es Übergriffe und schwere Böllerverletzungen.

Wie Berliner Rettungskräfte im Einsatz behindert werden

Die Übergriffe auf Berliner Rettungskräfte nehmen zu. Viele Pöbeleien werden aber gar nicht erst aufgenommen.

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Berlin. Sektflaschen, Böller- und Raketenreste, leere Zigarettenschachteln, Feuerzeuge und Verpackungsmüll – die Berliner Stadtreinigung (BSR) war seit den frühen Morgenstunden am Neujahrstag unterwegs und hat sich um die Sauberkeit in der Stadt gekümmert. Etwa 550 BSR-Mitarbeiter waren mit Besen und Schaufeln im Einsatz. Der Anfang wurde auf der Strecke des Neujahrslaufes auf dem Pariser Platz und der Straße Unter den Linden gemacht. Zeitgleich reinigte die BSR die Straßen in der Umgebung der Partymeile vor dem Brandenburger Tor. Der übrige Silvestermüll soll ab Donnerstag im Rahmen der üblichen Stadtreinigung beseitigt werden.

Um 12 Uhr am Mittwochmittag gingen dann 4484 Läuferinnen und Läufer auf der gereinigten Straße zum 49. Berliner Neujahrslauf an den Start. Sie liefen die vier Kilometer lange Strecke vom Pariser Platz zum Berliner Dom und zurück. Nur etwa zwölf Stunden zuvor, zwei Minuten nach Mitternacht, kam das erste Baby des neuen Jahrzehnts zur Welt. Im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Kladow wurde ein Junge geboren. Der Name stehe noch nicht fest. Kurz darauf, um 0.03 Uhr kam im Vivantes Humboldt-Klinikum ebenfalls ein Junge zur Welt. Er heißt Nymar.

Silvester 2019 in Berlin: 2000 zusätzliche Polizisten im Einsatz

Gegen Mitternacht waren Polizei und Feuerwehr noch im Dauereinsatz. Erwartungsgemäß haben die Einsatzkräfte eine stressige Silvesternacht erlebt. Die Feuerwehr verzeichnete 1523 Einsätze und damit deutlich mehr, als im Vorjahr. In der vorherigen Silvesternacht waren es 1448 Einsätze. Wie die Feuerwehr am Neujahrsmorgen mitteilte, wurden die Feuerwehrleute zwischen 19 Uhr und 6 Uhr zu 617 Bränden gerufen, in der Silvesternacht 2018/19 waren es 432. Insgesamt führte die Feuerwehr 1040 Notrufgespräche, aus denen 540 Einsätze resultierten.

An der Leipziger Straße in Mitte brannte es auf einem Balkon und an der Belziger Straße in Schöneberg brannte eine Dachgeschosswohnung. 20 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden von der Feuerwehr betreut. Insgesamt waren 1346 Feuerwehrleute im Dienst, davon 489 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Laut Feuerwehr gab es 24 Übergriffe auf die Rettungskräfte, im vergangenen Jahr wurden in der Silvesternacht 49 Übergriffe gezählt. Dabei wurden nach Angaben der Feuerwehr drei Kräfte verletzt. Ein besonders schwerwiegender Vorfall ereignete sich in Neukölln an der Sandstraße. Gegen 0.50 Uhr versuchten mehrere Personen gewaltsam, die Tür eines Löschfahrzeugs zu öffnen und mit Schreckschusswaffen hineinzuschießen.

Neben den regulär im Dienst befindlichen Polizistinnen und Polizisten waren in der Silvesternacht ungefähr 2000 Einsatzkräfte zusätzlich eingesetzt. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, kam es berlinweit immer wieder zu Angriffen, unter anderem mit Pyrotechnik. Zum Teil wurden sie auch von größeren Gruppen bedrängt. Am Alexanderplatz schoss ein Mann mit einer Schreckschusswaffe auf Beamte. Erst schoss er in die Luft, als die Polizisten sich ihm näherten, habe er auf die Beamten geschossen, heißt es. Bei einer Schlägerei in Prenzlauer Berg an der Kastanienallee bewarfen Unbekannte aus einer etwa 150 Personen großen Gruppe die Polizisten mit Pyrotechnik und Glasflaschen. Gegen 2 Uhr wurde die Besatzung einer Funkwagenstreife an der Beusselstraße in Moabit beschossen.

Polizei beschlagnahmt selbstgebauten Sprengsatz

Eine zufällige Entdeckung von Polizeikräften hat in der Silversternacht vermutlich Schlimmeres verhindert. Wie die Morgenpost erfuhr, nahmen Polizeikräfte einen 16-jährigen Jugendlichen aus Polen an der Straße Unter den Linden Höhe Glinkastraße wahr, als er versuchte illegale Böller zu zünden. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten einen selbst gebastelten Sprengsatz. Dieser bestand aus einer großen Dose Feuerzeuggas, an der ein Polenböller mit etwa fünf Gramm Sprengstoff befestigt war. Nach Informationen dieser Zeitung handelt es sich bei dem Böller um einen Petarda Shark 5 - PS5. Wenn diese gefährliche Kombination in einer Menschenmenge gezündet worden wäre, hätte es mindestens Schwerverletzte gegeben, sagte einer der Polizisten.

Die Polizei war bis in die Morgenstunden stark gefordert. Polizeisprecher Thilo Cablitz zog für die Böllerverbotszonen aber eine positive Bilanz: „Die polizeilichen Maßnahmen zur Durchsetzung der Verbote in den Pyroverbots­zonen im Steinmetzkiez in Schöneberg und am Alexanderplatz in Mitte, die sich zum Jahreswechsel 2018/19 als Schwerpunkte hervorgetan hatten, waren erfolgreich“, hieß es. Personen, die versucht hatten, die Kontrollstellen zu umgehen, wurden in den Seitenstraßen angesprochen und vereinzelt überprüft. Personen, die in die Zone wollten, hätten ihr Feuerwerk abgegeben oder verließen die Örtlichkeiten. Nahe der Kontroll­stellen stand auch ein Wasserwerfer der Polizei in Bereitschaft. Die Polizei war auch auf Twitter im Dauereinsatz. Ins­gesamt 435 Tweets mit dem Hashtag #welcome110 wurden abgesetzt.

26 Bölleropfer im Krankenhaus behandelt

Im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) in Marzahn wurden bis zum Mittwochnachmittag 26 Bölleropfer behandelt. Diese Zahl wurde nach Angaben der Kliniksprecherin Angela Kijewski, mit Blick auf das Vorjahr, auch von dem Chirurgenteam erwartet. „Bei den Explosionen wurden Finger abgetrennt, in einem Fall die ganze Hand“, sagte die Sprecherin. „Unter den Schwerverletzten waren auch vier Kinder.“ Die Hand-, die plastischen und die Unfallchirurgen waren rund um die Uhr beschäftigt.

Alle Operationssäle des Unfallkrankenhauses waren den Angaben zufolge belegt. Insgesamt 13 der 15 Schwerverletzten wurden noch in der Nacht operiert. Vor allem die Hand-, die plastischen und die Unfallchirurgen seien rund um die Uhr beschäftigt gewesen, so die Sprecherin. Das Krankenhaus erwarte an Neujahr noch einmal etwa die gleiche Anzahl an Verletzten. Es sei zu befürchten, dass viele noch nicht gezündete Feuerwerkskörper eingesammelt werden und dann explodieren. Das Risiko sei in diesem Jahr höher als sonst, weil es nicht geregnet habe, warnte die Sprecherin. Außerdem sei damit zu rechnen, dass viele, die in der Nacht verletzt wurden, erst im Lauf des Tages in die Klinik kämen. Bis Donnerstag meldete das UKB schließlich aufgrund von Verlegungen und Menschen, die am Neujahrstag gekommen seien, 45 Patienten mit Feuerwerksverletzungen.

Löschfahrzeug der Feuerwehr in Neukölln angegriffen

Auch die Zahl der Brände lag deutlich höher als in der Silvesternacht 2018/19 mit 432 Bränden. Rettungskräfte halfen in 806 Fällen, 940 waren es im Jahr davor. Hinzu kamen 100 sonstige Einsätze. Laut Feuerwehr gab es 24 Übergriffe auf Einsatzkräfte, das waren weniger als Silvester vor einem Jahr, als 49 Übergriffe gezählt wurden. Bei den 24 Angriffen wurde in 20 Fällen Pyrotechnik eingesetzt. Drei Einsatzkräfte wurden nach Angaben der Feuerwehr von Mittwochmorgen verletzt. Einen besonders schwerwiegenden Vorfall gab es an der Sanderstraße in Neukölln. Dort versuchten mehrere Personen gewaltsam, die Tür eines Löschfahrzeugs zu öffnen und mit Schreckschusswaffen hineinzuschießen.

Auch auf Twitter war die Polizei im Dauereinsatz. Insgesamt wurden 435 Tweets mit dem Hasthtag #welcome110 abgesetzt. Insgesamt gingen bei der Einsatzleitzentrale der Polizei von 18 Uhr bis 6 Uhr 3065 Notrufe ein. Im Vorjahr waren es 2979 gewesen. Insgesamt 2.039 Einsätze (Vorjahr 1.721) wurden in dieser Zeit registriert. Wie in den vergangenen Jahren waren die häufigsten Einsatzanlässe der verbotene Umgang mit Pyrotechnik und Sachbeschädigungen.

Neben Strafanzeigen wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern und Zündens von Böllern, Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz sowie Körperverletzungen wurden auch drei Strafermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung und eines wegen Beleidigung auf sexueller Grundlage eingeleitet.

Feuerwehr-Gewerkschaft verurteilt Übergriffe auf Rettungskräfte

In Berlin wurden die Rettungskräfte nach Angaben der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft in den elf Stunden der Silvesternacht 24 Mal angegriffen. D.h. zwei Mal pro Stunde gab es Angriffe auf Einsatzkräfte der Feuerwehr. „In der Vergangenheit wurden Berichte über Vorfälle dieser Art oft als bedauerliche Einzelfälle abgetan“, so Siegfried Maier, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft.

Entscheidungsträger müssten gemeinsam dafür sorgen, dass der Umgang mit Angriffen auf Einsatzkräfte ein anderer werde, so Maier. „Solche unsäglichen Taten müssen angeprangert und bestmöglich verfolgt werden.“ Den Einsatzkräften müsse gezeigt werden, dass sie nicht alleine sind.

Innensenator Geisel: Böllerverbotszonen voller Erfolg

Als vollen Erfolg bezeichnete Innensenator Andreas Geisel (SPD) die beiden neuen Böller-Verbotszonen. „Die Polizei hat mit ihrer Präsenz sehr klar gemacht, dass sie Übergriffe wie beim Jahreswechsel 2018/19 nicht mehr hinnehmen wird. Unser Konzept ist voll aufgegangen“, teilte Geisel am Donnerstag mit. Die positiven Reaktionen der Anwohner hätten ihn bestätigt.

Über weitere Verbotszonen für das nächste Silvester wollte Geisel noch nicht spekulieren, dafür sei es noch zu früh. Man werde das nach eingehender Analyse entscheiden. Gleichzeitig betonte er: „Bei Forderungen nach einem stadtweiten Verbot müssen auch die Aspekte Verkaufsverbote, Feinstaubbelastung und Sprengstoffgesetz beachtet werden.

Der Innensenator kritisierte zugleich den aggressiven Umgang mancher mit Böllern und Raketen. Leider gebe es immer noch Einige, die Feuerwerk für Waffen hielten. „Diese Menschen haben auch dieses Jahr wieder Mitmenschen gefährdet. Dafür fehlt mir jedes Verständnis.“

BSR sammelt mehr Müll ein als im Vorjahr

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hat am Neujahrstag an den Einsatzschwerpunkten insgesamt rund 400 Kubikmeter Müll eingesammelt. Das seien 50 Kubikmeter mehr als an Neujahr 2019, teilte Sprecher Thomas Klöckner am Donnerstag mit.

Seit den frühen Morgenstunden des 1. Januar war die BSR mit etwa 550 Einsatzkräften und 150 Fahrzeugen in Berlin unterwegs. Die Reinigungsarbeiten konzentrierten sich Angaben der BSR zufolge am Neujahrstag auf Schwerpunkte wie das Umfeld der Partymeile am Brandenburger Tor, die Neujahrslaufstrecke und den Kurfürstendamm.

Ab dem 2. Januar sollte dann der Silvestermüll in den übrigen Stadtgebieten beseitigt werden. Dabei wollte die BSR vor allem Kehrmaschinen, Kehrichtsammelfahrzeuge und Ladekran-LKW einsetzen. Viele Einsatzkräfte seien außerdem mit Besen, Schippe und Kehrrichtkarre unterwegs.

Einige Vorfälle aus der Silvesternacht:

  • Auf der Autobahn 100 warfen Unbekannte mit Böllern. „Zwischen Oberlandstraße und Tempelhofer Damm befinden sich Personen an/auf der Autobahn“, twitterte die Polizei am Abend.
  • Mehrere Einsätze hatte die Polizei in Prenzlauer Berg. An der Prenzlauer Allee Ecke Danziger Straße bewarfen Feiernde gegen 0.20 Uhr Einsatzkräfte, die eine verletzte Frau versorgten, mit Pyrotechnik. Dabei erlitt eine Auszubildende der Polizei leichte Verletzungen. Gegen 0.30 Uhr wurden die Beamten zu einer Schlägerei in die Kastanienallee gerufen. Während des Einsatzes wurden die Polizisten aus einer Gruppe von 150 Personen heraus mit Pyrotechnik und Glasflaschen beworfen. Die Beamten mussten Pfefferspray einsetzen. An der Rykestraße blockierten mehrere Jugendliche die Fahrbahn mit einer Bierbank. In der Folge kam es zu einem Gerangel, bei dem ein 15-Jähriger einen Beamten mit Fausthieben attackierte. Er wurde seiner Mutter übergeben. Der verletzte Polizist konnte seinen Dienst nicht fortsetzen.
  • An der Zossener Straße in Kreuzberg wurde ein BVG-Bus der Linie 248 gegen 23.30 Uhr aus einer Wohnung heraus mit Pyrotechnik beschossen. Ein Knaller schlug in der Frontscheibe ein. Die 33 Jahre alte Busfahrerin bremste sofort ab. Alarmierte Polizisten beschlagnahmten in der Wohnung eine Schreckschusswaffe und Namen die Personalien der Anwesenden auf.
  • In Neukölln schossen junge Männer schwere Böller mit einer Steinschleuder quer über die befahrene Sonnenallee. Andere feuerten mit Schreckschusspistolen in die Luft.
  • An der Belziger Straße in Schöneberg brannte eine Dachgeschosswohnung. Die Feuerwehr rückte mit 77 Kräften und zwei Drehleitern an und konnte eine weitere Ausdehnung des Brandes verhindern. 20 Anwohner mussten ihre Wohnungen verlassen und wurden von der Feuerwehr betreut.
  • Am Alexanderplatz schoss ein Mann mit einer Schreckschusswaffe auf Polizisten. Zuerst habe der Mann mehrfach in die Luft geschossen, teilte die Polizei via Twitter mit. Als die Polizeibeamten sich ihm daraufhin näherten, habe er mehrfach auf die Einsatzkräfte geschossen. Er wurde festgenommen. Ähnlich Vorfälle mit Schreckschusswaffen meldete die Polizei auch aus Charlottenburg und Schöneberg.
  • An der Leipziger Straße in Mitte brannte es auf dem Balkon einer Wohnung. Die Feuerwehr war mit vier Staffeln im Einsatz. Zwei Personen wurden leicht verletzt.
  • Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, wurde eine Frau gegen 19 Uhr am U-Bahnhof Alexanderplatz sexuell belästigt. Ein 19-jähriger Verdächtiger wurde vom Sicherheitspersonal der BVG festgehalten und der Polizei übergeben. Am Alexanderplatz und auf der Festmeile vor dem Brandenburger Tor wurden laut der Polizei in der Nacht vier Frauen belästigt. In allen Fällen konnte jeweils ein Verdächtiger festgenommen werden.
  • Auf einem Parkplatz an der Buckower Chaussee in Mariendorf brannte ein Mercedes komplett aus, Die Polizei ermittelt zur Brandursache. Auch an der Kreuzberger Blücherstraße wurde die Feuerwehr wegen eines brennenden Autos alarmiert.
  • An der Quickborner Straße im Märkischen Viertel wurde die Feuerwehr um 0.32 Uhr zu einem Wohnungsbrand im fünften Obergeschoss alarmiert. Das Feuer breitete sich bis ins achte Obergeschoss aus. 67 Einsatzkräfte waren mit der Brandbekämpfung beschäftigt.
  • An der Budapester Straße in Charlottenburg brannte es kurz vor Mitternacht auf einem Balkon im siebten Obergeschoss eines Wohn- und GHeschäftshauses. 41 Kräfte der Feuerwehr konnten verhindern, dass sich das Feuer in die Wohnung ausbreitete.
  • Bei einem Einsatz in der Graefestraße in Kreuzberg wurden Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mit Pyrotechnik und einem Stein beworfen. Auch an der Skalitzer Ecke Wrangelstraße wurden Polizisten aus mehreren Richtungen mit Feuerwerkskörpern beworfen. Gegen eine Gruppe mit rund 50 Personen setzten die Einsatzkräfte ihre Reizstoffsprühgeräte ein. Daraufhin flüchtete die Gruppe.
  • In Moabit wurde eine Frau durch einen Feuerwerkskörper im Gesicht verletzt. Wie die Polizei mitteilte, hörte die Frau nichts mehr und erlitt leichte Verbrennungen. Ebenfalls in Moabit verfolgten Polizisten gegen 2 Uhr einen Jugendlichen, der Schüsse aus einer Waffe abgegeben hatte. Ein Beamter schoss mit seiner Dienstwaffe in die Luft, als der 17-Jährige flüchtete, sich dann umdrehte und auf den den Polizisten schoss. Unter einem Transporter fanden die Beamten später eine Schreckschusswaffe. Der 17-Jährige wurde festgenommen und nach erkennungsdienstlicher Behandlung seinen Eltern übergeben.
  • In Mariendorf wurden laut Polizei außerdem Rettungsdienstmitarbeiter mit Böllern beworfen. Zuvor waren bereits Angriffe auf Feuerwehrleute in Kreuzberg gemeldet worden. Hier wurde auch ein Bus der BVG beschossen - eine Frontscheibe wurde dabei demoliert.
  • An der Kaiserin-Augusta-Allee in Charlottenburg brannte es im Dachbereich eines Wohngebäudes. 26 Kräfte waren im Einsatz. Eine Person wurde in Sicherheit gebracht.
  • In Wedding sprühten mehrere Menschen Reizgas auf der Straße, in Neukölln wurden Mülltonnen und brennende Autoreifen auf die Straße geworfen.
  • In Hennigsdorf bei Berlin brannte das Dach eines Schulgebäudes. Aktuelle Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass das Feuer von einer Feuerwerksbatterie ausging, die im Hof des Schulgeländes abgefeuert wurde. Möglicherweise seien einige der Feuerwerkskörper auf dem Dach gelandet, hieß es aus dem Polizeipräsidium. Nach derzeitigem Stand könne der Schulbetrieb am 6. Januar nicht wieder aufgenommen werden.

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