Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Kugelförmige Explosion beschädigt Autos

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Sonntag, 29. Dezember 2019 in Berlin.

Foto: Friso Gentsch / dpa

+++ Polizeieinsätze wegen Pyrotechnik in Schöneberg +++

Personen, die in Schöneberg Pyrotechnik zündeten, haben am Sonnabend an der Pallasstraße Ecke Potsdamer Straße für mehrere Polizeieinsätze gesorgt.

Gegen 17 Uhr stellten Zivilkräfte einer Einsatzhundertschaft rund 20 Personen an der Kreuzung fest, die verbotene Böller zündeten. Mit Unterstützungskräften wurde die Personengruppe kontrolliert. Dabei wurden zwei Tatverdächtige festgestellt. Nach Personalienfeststellungen entließen die Einsatzkräfte den 16-Jährigen und den 18-Jährigen am Ort. Beiden wurden Platzverweise ausgesprochen. Während der Maßnahmen traten vermehrt kleinere Gruppen auf, aus denen die Polizeikräfte beschimpft wurden. Außerdem äußerten die Personen ihren Unmut zu dem Polizeieinsatz. Einige von ihnen verhielten sich aufbrausend und unkooperativ gegenüber den Polizisten, so dass diese zum Teil abgedrängt werden mussten.

Gegen 19.15 Uhr beobachteten zivile Polizeikräfte erneut eine etwa 20 Personen große Gruppe an der Pallasstraße Ecke Potsdamer Straße, aus der immer wieder Pyrotechnik auf die Straße gebracht und gezündet wurde. Die Zivilkräfte bekamen dann eine größere Explosion eines kugelförmigen Gegenstandes mit, der mehrere kleinere Explosionen folgten. Durch die Detonationen und den Funkenschlag wurde die gesamte Kreuzung beeinträchtigt. Passanten sowie die Zivilkräfte flüchteten, um sich in Sicherheit zu bringen. Auch Fahrzeuge mussten stark abbremsen. Ein Audi und ein VW wurden durch die Pyrotechnik beschädigt. Kurz darauf entdeckten die zivilen Polizeikräfte einen Tatverdächtigen in einer sechsköpfigen Personengruppe wieder. Der 16-Jährige wurde zur erkennungsdienstlichen Behandlung in ein Polizeigewahrsam gebracht und anschließend seinen Erziehungsberechtigten übergeben.

Im weiteren Verlauf bemerkten die Polizeikräfte immer wieder Gruppen, aus denen Pyrotechnik gezündet wurde und stellten Personalien mehrerer Personen fest.

Insgesamt wurden 57 Personen überprüft. Acht von ihnen wurden vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten eine Feuerwerksbatterie, sechs Fontänen, sowie Drogen, darunter Cannabis und Kokain. Es wurden unter anderem Strafanzeigen wegen Verstößen gegen das Sprengstoff- und Betäubungsmittelgesetz, sowie schweren Landfriedensbruchs und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gefertigt. Zudem wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen. Insgesamt waren rund 80 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz.

+++ Mann soll Freundin getötet haben - Haftbefehl +++

Ein Richter hat am Sonnabend Haftbefehl gegen einen 24-Jährigen wegen Totschlags erlassen. Zeugen hatten am Freitag gegen 16.45 Uhr die Polizei in den Kormoranweg in Buckow gerufen, weil der Mann seine 23 Jahre alte Freundin in der gemeinsamen Wohnung getötet haben soll. Die Beamten entdeckten die Leiche der jungen Frau in der Wohnung. Der Tatverdächtige wurde zunächst festgenommen, bis der Richter ihm jetzt den Haftbefehl verkündete.

+++ Autofahrer erfasst Fußgänger +++

Schwerer Unfall in Neu-Hohenschönhausen: Ein Autofahrer hat am späten Sonnabend einen Fußgänger erfasst. Wie die Polizei mitteilte, fuhr die 59 Jahre alte Mercedes-Fahrerin auf der Hohenschönhauser Straße Richtung Gehrenseestraße, als sie gegen 21.30 Uhr kurz hinter der Pablo-Picasso-Straße den 28-Jährigen erfasste, der gerade die Straße überquerte. Der Mann prallte auf die Windschutzscheibe und wurde mehrere Meter weggeschleudert. Er kam mit Verletzungen am ganzen Körper in ein Krankenhaus.

+++ Autofahrer mit Drogen versucht, Polizisten zu bestechen +++

Bei einer Kontrolle hat die Polizei in der Nacht zu Sonntag in Lankwitz bei einem Autofahrer Drogen gefunden. Die Beamten hatten den Mercedes-Fahrer gegen 23 Uhr an der Paul-Schneider-Straße Ecke Leonorenstraße angehalten, weil sie den Verdacht hatten, dass der 24-Jährige unter dem Einfluss von Drogen stehen könne. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten zwei Gefäße, die offenbar Kokain enthielten. Der Fahrer wurde zur Blutentnahme in einen Polizeigewahrsam gebracht. Zudem fertigten die Polizisten eine Anzeige wegen des Verdachts der Bestechung: Er hatten den Beamten unter anderem Geld angeboten, falls sie keine Ermittlungen gegen ihn einleiten würden. Laut "Bild" soll es sich bei dem kontrollierten Fahrer um einen polizeibekannten Rapper handeln.

+++ Brand in Hochhaus in Staaken +++

In Staaken hat es in der Nacht zu Sonntag in einem Hochhaus am Pillnitzer Weg gebrannt. Laut der Berliner Feuerwehr wurde eine Person mit einer Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebrahct. 30 Personen seien während der Löscharbeiten betreut worden, hätten nach dem Einsatz aber wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können.

+++ Polizei nimmt Wohnungseinbrecher fest +++

Die Polizei hat am Sonnabend einen mutmaßlichen Einbrecher festgenommen. Ein Anwohner der Gardes-du-Corps-Straße in Charlottenburg bemerkte gegen 19.30 Uhr einen Mann, der auf den Balkon einer Wohnung im Hochparterre kletterte. Kurz darauf hörte er knackende Geräusche und nahm die Umrisse einer Person in der ansonsten dunklen Wohnung wahr, worauf er die Polizei rief. Die Beamten kletterten über den Balkon ebenfalls in die Wohnung, wo sie den Einbrecher entdeckten. der Mann sprang aus dem Küchenfenster in den Innenhof und flüchtete mit einer weiteren Person. Dennoch konnten die Polizisten den Mann stellen, dessen Komplizen die Flucht gelang. Der 24-Jährige hatte Diebesgut aus der Wohnung bei sich und wurde der Kriminalpolizei übergeben. Er sollte am Sonntag einem Haftrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden.

+++ Erneut Autos in Flammen +++

Erneut haben in der Nacht zu Sonntag mehrere Autos in Berlin gebrannt. In der Sewanstrasse in Friedrichsfelde standen in der Nacht zwei Pkw in Flammen. Erst brannte ein BMW-SUV, die Flammen griffen dann auf einen weiteren BMW über. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Verletzt wurde dabei niemand.

Wie die Polizei am Sonntagvormittag mitteilte, kam es noch zu weiteren Autobränden. In allen Fällen wird von Brandstiftung ausgegangen. So musste die Feuerwehr einen Kleintransporter im Kietzer Weg in Lichtenberg löschen, der komplett ausbrannte. Am Senftenberger Ring Ecke Straupitzer Steig im Märkischen Viertel brannte ein VW, an der Lückstraße in Rummelsburg die Reifen eines geparkten Kleinbusses. An der Wutzkyallee in Gropiusstadt schließlich war ein Feuer auf dem Dach eines Fiat entzündet worden.

+++ Frau rassistisch beleidigt und geschlagen +++

Eine Frau ist in der Nacht zu Sonntag geschlagen und rassistisch beleidigt worden. Der Polizei zufolge war die 34-Jährige gegen 1.30 Uhr in einem Zug der Linie U8 unterwegs, als ihr in Höhe des U-Bahnhofs Schönleinstraße in Kreuzberg ein Mann unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe. Gleich darauf habe er sie rassistisch beleidigt. Die Frau verließ die U-Bahn, während der Mann weiterfuhr. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

+++ Mit 180 über die Stadtautobahn: Polizei beschlagnahmt Motorrad +++

Wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens hat die Polizei am Sonnabendmittag ein Motorrad beschlagnahmt. Eine Zivilstreife hatte gegen 13 Uhr auf der A113 in Johannisthal einen schnell fahrenden Motorradfahrer auf der linken Spur bemerkt. Zwischen der Auffahrt Johannisthaler Chaussee und Abfahrt Stubenrauchstraße maßen die Beamten die Geschwindigkeit, nachdem das Motorrad sie passiert hatte. Dabei ergaben sich 180 Kilometer pro Stunde statt der erlaubten 80. Der Motorradfahrer fuhr an der Stubenrauchstraße von der Autobahn ab und musste bei Rot hinter mehreren Autos halten. Ein Beamter stieg aus, wies sich als Polizist aus, und wollte den Fahrer kontrollieren. Der versuchte daraufhin in Richtung des Beamten losfahren, der Polizist hielt das Motorrad jedoch fest, wodurch der Motorradfahrer umkippte und zu Fuß flüchtete. Der Beamte hielt den Fahrer kurz fest, der sich jedoch losriss. Dennoch konnte der Polizist ihn wenig später einholen und zu Boden bringen. Die Kollegin des Beamten legte dem 27-Jährigen dann Handfesseln an. Wie sich herausstellte, hatte der Mann keinen führerschein.

+++ Jobcenter in Kreuzberg beschmiert +++

Unbekannte haben am Sonnabendmorgen ein Jobcenter in Kreuzberg beschmiert. Eine Passantin hörte gegen 4.30 Uhr, wie Glasflaschen zerbrachen. Als sie in die Rudi-Dutschke-Straße kam, entdeckte sie Farbschmierereien an der Fassade des Jobcenters und rief die Polizei. Der oder die Täter hatten den eingangsbereich des Centers großflächig an Türen und Fenster mit der Farbe bedeckt und waren unerkannt entkommen.