Steglitz

Nach Brand: Polizei ermittelt - Haus noch nicht bewohnbar

In einem Haus in Steglitz war ein Feuer ausgebrochen. Die Löscharbeiten dauerten Stunden. Die Bewohner mussten das Gebäude verlassen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen den Brand eines Dachstuhls in Berlin-Lichterfelde.

Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen den Brand eines Dachstuhls in Berlin-Lichterfelde.

Foto: dpa

Berlin. Nach dem großen Wohnungsbrand in einem Altbau in Steglitz ist noch unklar, ob die Bewohner schon am Montag wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Im Haus wurden Gas und Strom aus Sicherheitsgründen abgestellt. Die Kriminalpolizei sperrte den Altbau zur Sicherung und Ermittlungen zur Brandursache ab, wie die Polizei am Montagmorgen mitteilte. Wer nicht bei Familie oder Freunden unterkommen konnte, wurde über die Feuerwehr in Kooperation mit dem Bezirk untergebracht.

Der Brand beschäftigte die Feuerwehr am Sonntag bis in den Abend hinein. Wegen der einsetzenden Dunkelheit wurden auch Lichtmasten angefordert. Die Nachlöscharbeiten gestalteten sich schwierig, die Höhenrettung sei im Einsatz, so die Feuerwehr. "Bei dem Haus handelt es sich um eine komplexe Dachkonstruktion. Auf einer Fläche von 200 Quadratmetern muss das Dach abgedeckt werden, um an Flammen und Glutnester heranzukommen", sagte ein Sprecher.

Im Laufe des Abends kontrollierten die Einsatzkräfte noch einmal, ob auch alle Glutnester gelöscht seien, hieß es. Erst gegen 20.30 Uhr seien die Nachlöscharbeiten beendet gewesen, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Brand in Steglitz: Wohnung soll Feuerwehrmann gehören

Die Wohnung im vierten Obergeschoss eines Eckhauses am Hindenburgdamm soll nach Morgenpost-Informationen einem Feuerwehrmann gehören. Das Feuer brach Sonntagvormittag aus. Die Flammen griffen auch auf das Dachgeschoss und einen Seitenflügel des Hauses über. Drei Menschen wurden leicht verletzt. Eine Person wurde mit einer Brandverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Nach Schätzungen der Feuerwehr gab es auf einer Wohnfläche von rund 400 Quadratmetern Brandschäden. Im Gebäude gebe es insgesamt 15 Wohnungen, berichtete der Feuerwehrsprecher. Auch ein Teil des Daches im Nachbarhauses wurde durch das Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Mit großen Schäden durch das Löschwasser rechnet die Feuerwehr in den Wohnungen unter dem Brandherd bisher nicht. Es sei eine Folie ausgelegt worden, die das verhindern solle.

Für die Löscharbeiten war der Hindenburgdamm zwischen Gardeschützweg und Klingsorstraße komplett gesperrt. (mit dpa)