Landsberger Allee

Fußgänger stirbt bei Unfall: Fahrer stand wohl unter Drogen

Ein Opel-Fahrer erfasste einen Mann und flüchtete. Der Fahrer stand wohl unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol.

Das Blaulicht leuchtet, während auf dem Display der Hinweis "Unfall" zu lesen ist.

Das Blaulicht leuchtet, während auf dem Display der Hinweis "Unfall" zu lesen ist.

Foto: dpa

Berlin. In der Nacht zu Sonntag ist ein Mann nach einem Verkehrsunfall an seinen schweren Verletzungen gestorben. Nach Angaben der Polizei verstarb der Mann noch am Unfallort in Lichtenberg.

Nach ersten Erkenntnissen war ein Autofahrer gegen 0.30 Uhr mit einem Opel auf der Landsberger Allee in Richtung Liebenwalder Straße unterwegs. Auf Höhe der Ferdinand-Schultze-Straße überquerte ein 51 Jahre alter Mann in der Nähe der Fußgängerfurt vom Mittelstreifen aus die Fahrbahn. Dabei erfasste ihn der Opel-Fahrer. Zeugen gaben später bei der Polizei zu Protokoll, dass der Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein soll. Nachdem er den Fußgänger erfasst hatte, habe er seine Fahrt ohne anzuhalten fortgesetzt.

Der 51-Jährige erlitt bei dem Zusammenprall so schwere Verletzungen, dass er noch auf der Landsberger Straße starb. Polizeikräfte suchten nach der Alarmierung und mit den Angaben der Zeugen die Umgebung nach dem Unfallfahrzeug, mit dem der Fahrer geflüchtet war, ab. Nur wenig später entdeckten sie den verlassenen Opel in der Große-Leege-Straße. Das Fahrzeug wurde von der Polizei für die Spurensicherung beschlagnahmt und abtransportiert. Etwa fünf Stunden nach dem tödlichen Unfall, gegen 5.30 Uhr, erschien ein 32-jähriger Mann auf der Wache des Polizeiabschnitts 63 an der Heinrich-Grüber-Straße in Hellersdorf. Dort gab der Mann an, der Fahrer des Opels zu sein.

Wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte, habe der Mann auf die Beamten in der Wache den Eindruck gemacht, als würde er vermutlich unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol stehen. Die Polizisten nahmen den 32-Jährigen vorläufig fest und brachten ihn in ein Polizeigewahrsam. Zudem wurde ein Arzt angerufen, der dem Unfallfahrer Blut abnahm. Seinen Führerschein beschlagnahmten die Beamten noch in der Dienststelle. Anschließend wurde der Mann für den Verkehrsermittlungsdienst der Direktion 6 eingeliefert. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang und zum mutmaßlichen Unfallverursacher dauern an. Während der Unfallaufnahme war die Landsberger Allee zwischen Ferdinand-Schultze-Straße und Arendsweg etwa fünf Stunden gesperrt.