Kriminalität

Neuköllns Bürgermeister: Entsetzt über "Nazi-Schmierereien"

In Neukölln wurden auf einem Burgerladen und auch in einem Hausflur rechtsextreme Symbole geschmiert.

Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln.

Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln.

Foto: dpa

Berlin. In der Serie rechtsextremer Taten in Neukölln gibt es laut Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) einen neuen Vorfall. "Ich bin entsetzt über die Nazi-Schmierereien, die in der Nacht zu gestern in der Wildenbruchstraße sowohl auf einem Burgerladen als auch in einem Hausflur hinterlassen wurden", schrieb Hikel am Mittwoch auf Facebook zu einem Foto, das ein großes Hakenkreuz und die Buchstaben "SS" in einem Hausflur zeigt. Der betroffene Laden gehöre Angehörigen eines Neuköllners, "der schon öfter Opfer von rechtsterroristischen Attacken" war, so Hikel. "Alleine deshalb müssen wir diesen Angriff der Terrorserie zuordnen."

Eine Polizeisprecherin sagte auf Anfrage, dass die Tat angezeigt wurde. Der Staatsschutz habe die Ermittlungen übernommen.

Ermittlungsgruppe befasst sich mit Anschlägen in Neukölln

In Neukölln haben mutmaßlich rechtsextremistische Täter in den vergangenen Jahren Autos von bekannten Mitgliedern linker Parteien und Einrichtungen angezündet, Drohungen verschickt und linke Treffpunkte beschädigt. Zuletzt war im Innenausschuss von 16 Brandanschlägen, 35 Beschädigungen mit Bedrohungen und 14 Diebstählen die Rede. Mit der Serie befasst sich eine eigene Ermittlungsgruppe.