Bahnhof in Dessau

Zug nach Berlin: Baby und zwei Kleinkinder allein an Bord

Ein Familienvater hat seine drei Kinder in einen Zug nach Berlin gesetzt - und dann nochmal verlassen. Die Bundespolizei half.

Ein Regionalexpress der Deutschen Bahn (Symbolbild).

Ein Regionalexpress der Deutschen Bahn (Symbolbild).

Foto: Patrick Pleul / dpa

Berlin/Dessau. Die Bundespolizei in Dessau hat am Donnerstag einem dreifachen Familienvater geholfen und ihn zu seinen drei Kindern gebracht. Das Baby und die beiden Kleinkinder saßen nämlich allein in einem Regionalexpress von Dessau nach Berlin.

Der 43-Jährige hatte die Kinder am Bahnhof in Dessau in die Bahn gebracht und den Zug noch einmal verlassen. Der Zug fuhr dann ohne den Vater los, wie die Bundespolizei mitteilte.

Der Familienvater alarmierte sofort die Polizei. Daraufhin fuhr eine Streife der Bundespolizei mit dem Mann zum Bahnhof Roßlau zu der Bahn, deren Halt zuvor veranlasst worden war.

Bis zum Eintreffen des Vaters hatten sich fürsorgliche Reisende um die Kinder gekümmert. Der 43-jährige Vater war froh, dass er seine Kinder wohlbehalten in die Arme nehmen konnte und bedankte sich bei den Helfern für die Unterstützung.

Warum er den Zug am Hauptbahnhof Dessau noch einmal verlassen hatte, konnte nicht ermittelt werden. Durch die zeitliche Verzögerung im Bahnverkehr kam es bei sechs Zügen zu insgesamt 107 Minuten Verspätung.