Berlin-Neukölln

Mann (31) greift Mann (56) auf U-Bahn-Treppe mit Messer an

Das Opfer bemerkte zunächst eine Art Schlag und stellte dann Blut an seiner Hose fest. Der Mann wurde festgenommen - und randalierte.

Ein Treppenaufgang der U-Bahnstation Karl-Marx-Straße in Neukölln. (Archivbild)

Ein Treppenaufgang der U-Bahnstation Karl-Marx-Straße in Neukölln. (Archivbild)

Foto: Sergej Glanze

Am Sonntagvormittag hat ein Mann in Neukölln einen anderen Mann mit einem Messer angegriffen und verletzt. Bei der anschließenden Festnahme leistete er Widerstand. Nach ersten Erkenntnissen stach der 31-Jährige kurz vor 12 Uhr den 56-jährigen Mann an der Karl-Marx-Straße von hinten in den Oberschenkel. Der Geschädigte habe, als er die Treppe zur U-Bahn hinauflief, zunächst nur eine Art Schlag bemerkt und dann Blut an seiner Hose festgestellt.

Der Tatverdächtige konnte anschließend trotz Messer in der Hand von Bekannten des Geschädigten, die sich in der Nähe aufhielten, bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte des Polizeiabschnittes 54 festgehalten werden. Der mutmaßliche Messerstecher ließ sich erst anstandslos festnehmen, randalierte aber kurze Zeit später in dem Einsatzwagen der Polizeistreife. "Als die Streifenbesatzung ihn von Sachbeschädigungen im Fahrzeug abhalten wollte, erhielt ein Polizeibeamter beim Öffnen der Fahrzeugtür einen Kopfstoß", heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Als der Mann schließlich im Polizeigewahrsam angekommen war, verletzte der Festgenommene dann denselben Polizeibeamten durch Fußtritte. Der 31-Jährige wurde nach einer Blutentnahme und erkennungsdienstlichen Maßnahmen einem Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 überstellt und soll einem Richter vorgeführt werden. Der 56-Jährige erlitt durch den Messerstich eine Fleischwunde, der Polizeibeamte Prellungen und eine Schürfwunde, beide verzichteten zunächst auf eine ärztliche Behandlung.