Trickdiebstahl

Vorsicht vor falschen Feuerwehrleuten in Berlin

Diese Masche ist neu: Diebe geben sich als Feuerwehrleute aus und wollen in Wohnungen die Rauchmelder wechseln.

In Brandenburg und Berlin sind derzeit Banden unterwegs, die sich als Feuerwehr ausgeben und so in die Wohnungen ihrer Opfer gelangen wollen.

In Brandenburg und Berlin sind derzeit Banden unterwegs, die sich als Feuerwehr ausgeben und so in die Wohnungen ihrer Opfer gelangen wollen.

Foto: Dietmar Wäsche / Dietmar Wäsche / FUNKE Foto ServicesDietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv

Berlin. Nach den falschen Polizisten kommen nun die falschen Feuerwehrleute. Eine Morgenpost-Leserin berichtete am Redaktionstelefon, dass die Feuerwehr kürzlich die Rauchmelder in ihrer Wohnung in Tempelhof kontrollieren wollte. Das sei ihr komisch vorgekommen, weshalb sie die Tür nicht geöffnet habe. Der Berliner Feuerwehrsprecher Thomas Kistein sagte der Berliner Morgenpost: „Wir klingeln nicht und kontrollieren Rauchwarnmelder.“

Und tatsächlich: In Brandenburg und Berlin sind derzeit Banden unterwegs, die sich als Feuerwehr ausgeben und so in die Wohnungen ihrer Opfer gelangen wollen. Bei der Polizei ist das Phänomen der falschen Feuerwehr noch neu. Kürzlich hat die Brandenburger Polizei aber eine Warnmeldung herausgegeben und warnte davor, dass derzeit betrügerische Banden unterwegs seien. Dabei hätten Personen an Haustüren von Brandenburgern geklingelt und sich in einigen Fällen auch als Angehörige der Feuerwehr ausgegeben.

Bislang lägen noch keine Anzeigen, sondern nur Sachverhaltsschilderungen vor. Die Polizei Brandenburg warnt aber, dass es sich hier möglicherweise um Betrüger handelt. „Diese Masche scheint eine neue Ausprägung der Betrugsversuche an Haustüren zu sein“, heißt es in der Mitteilung der Polizeidirektion West weiter.

Rauchmelder: Kontrolle oder Wartung findet nicht unangekündigt statt

Nun sind offenbar auch erste Fälle in Berlin aufgetaucht. Auch für die Berliner Polizei ist das Phänomen noch neu und bislang nicht bekannt im Zusammenhang mit Trickdiebstahl aus Wohnungen, hieß es aus Polizeikreisen auf Nachfrage der Berliner Morgenpost.

Die Installation von Rauchwarnmeldern ist unterdessen klar geregelt und lässt wenig Spielraum für Interpretationen. „Die Wartung und Instandhaltung ist Aufgabe des Mieters, es sei denn, der Vermieter regelt dies anders“, teilte die Berliner Berliner Feuerwehr auf Nachfrage mit. Die Bauordnung Berlin räumt hierfür eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2020 ein – dann sind Rauchwarnmelder verpflichtend.

Eine Kontrolle oder Wartung würde aber auch dann nicht unangekündigt stattfinden. Der Austausch nicht mehr funktionierender oder beschädigter Rauchwarnmelder obliegt allein den Bauherrn beziehungsweise den Grundstückseigentümern, da die Rauchwarnmelder zur Wohnungsausstattung gehören. Sie seien auch für die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der einzelnen Rauchwarnmelder zuständig. Das umfasse etwa die regelmäßige, aber mindestens einmal jährliche fachgerechte Wartung, Funktionsprüfung und gegebenenfalls auch einen Batteriewechsel.

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