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Großeinsatz

Massenschlägerei bei Familienfeiern - 14 Verletzte

In Tempelhof kam es bei zwei Familienfeiern zu einer Massenschlägerei mit bis zu 50 Personen. Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz.

Polizisten am Einsatzort. Bei einer Massenschlägerei während einer Hochzeitsfeier in Tempelhof sind 14 Menschen verletzt worden.

Foto: Thomas Peise

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Berlin. Bei zwei Familienfeiern an der Colditzstraße in Tempelhof ist es in der Nacht zu Mittwoch zu einer Massenschlägerei gekommen. Dabei wurden 14 Menschen verletzt. Der Hintergrund der Schlägerei ist noch unklar.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei sollen gegen 22.50 Uhr die Gäste von zwei Feiern in einem Event-Center an der Colditzstraße in Streit geraten sein. In der Folge sollen die Beteiligten aufeinander losgegangen sein. Nach Angaben von Zeugen sollen auch Messer und andere gefährliche Gegenstände wie Holzlatten zum Einsatz gekommen sein.

Laut Polizei wurden 15 Menschen verletzt, von denen 14 zu Behandlungen in Krankenhäuser gebracht werden mussten. Zwei Männer, 23 und 40 Jahre alt, verblieben stationär. Von insgesamt 59 Personen wurden die Personalien festgestellt. Alle wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost waren zwei Parteien von getrennten Feiern aneinandergeraten. Bei einer Gruppe handelte es sich hauptsächlich um syrische Männer. Bei der anderen Gruppe handelte es sich nach Informationen dieser Zeitung um libanesische, türkische und deutsche Männer.

Warum die Männer sich schlugen, ist bislang unklar

Laut Polizei ist allerdings noch unklar, warum die Männer aneinandergerieten. Das sei Gegenstand der Ermittlungen, hieß es. Bei einer der beiden Veranstaltungen soll es sich zudem um eine Verlobungsfeier gehandelt haben. Fotos vom Tatort zeigen, wie Sanitäter auch Frauen auf Tragen abtransportieren. Ob die Frauen auch tätlich angegriffen wurden oder einen Schock erlitten, war unklar. Einsatzkräfte sprachen von einer sehr unübersichtlichen Situation und vielen unterschiedlichen Angaben zum Tatverlauf.

Im Einsatz waren Kräfte einer Einsatzhundertschaft, 27 Funkwagen, drei Zivilstreifen von Polizeiabschnitten und eine Streife der Kriminalpolizei. Erst durch das massive Aufgebot konnte die Situation vor Ort beruhigt werden, hieß es

Zuletzt prügelten sich Dutzende Männer in der Fuldastraße

Regelmäßig kommt es in Berlin zu Massenschlägereien wie der in der Nacht zu Mittwoch. Zuletzt waren an der Fuldastraße in Neukölln Dutzende Männer mit Stühlen und Messern aneinandergeraten. Bei diesem Vorfall von Anfang September dieses Jahren waren Syrer und Libanesen aneinandergeraten. Wenige Tage zuvor war es ebenfalls an der Fuldastraße zu einer Massenschlägerei zwischen zwei bekannten Familienclans gekommen. Auch dort konnte nur ein Großaufgebot der Polizei die Lage beruhigen. Ob auch bei der Schlägerei in Tempelhof ein Clanbezug besteht, war bei Redaktionsschluss noch unklar.

Die Beamten seien alarmiert worden, weil es eine Auseinandersetzung zwischen einer Vielzahl von Personen gegeben habe, sagte ein Polizeibeamter. Wie viele Menschen genau beteiligt waren, müsse noch ermittelt werden. Weitere Angaben zu den Hintergründen der Auseinandersetzung machten die Ermittler auch auf Nachfrage nicht.

Die Feuerwehr war mit rund 35 Einsatzkräften vor Ort, die Polizei machte keine detaillierten Angaben, ein Sprecher sagte nur: "Wir hatten jede Menge Kollegen vor Ort."

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