Prozess

Geld aufgeteilt? Verfahren gegen Polizisten eingestellt

Ein Gruppenleiter soll Geld, das bei einem Einsatz gefunden wurde, unter Polizisten aufgeteilt haben, anstatt es zu beschlagnahmen.

Das Wappen der Berliner Polizei an einer Polizeijacke. .

Das Wappen der Berliner Polizei an einer Polizeijacke. .

Foto: dpa

Ein Prozess gegen zwei Berliner Polizeibeamte um angeblich unterschlagene 250 Euro ist nach wenigen Minuten beendet worden. Das Verfahren werde eingestellt, da Verjährung eingetreten sei, begründete das Amtsgericht Tiergarten am Dienstag noch vor Verlesung der Anklage. Den beiden Polizisten, einer 32-jährigen Frau und einem 35-Jährigen, war zunächst vorgeworfen worden, im Jahr 2014 etwa 250 Euro unterschlagen zu haben. Mehrere Jahre später soll die 32-Jährige selbst den angeblichen Vorfall zu Protokoll gegeben haben.

Die Anklage ging davon aus, dass die 32-Jährige das im Erdreich vergrabene Geld bei einem Einsatz gefunden und an ihren damaligen Gruppenleiter übergeben habe. Ihm war vorgeworfen worden, das Geld unter den anwesenden Polizisten aufgeteilt zu haben, anstatt es offiziell zu beschlagnahmen. Der 35-Jährige soll die Vorwürfe im Ermittlungsverfahren zurückgewiesen haben. Zu der Einstellung des Verfahrens sei es nun nach erneuter Prüfung der Rechtslage gekommen, so das Gericht. Bei Unterschlagung liege die Verjährungsfrist bei drei Jahren.