Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Großeinsatz wegen "Massenschlägerei"

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr von Sonntag, 6. Oktober 2019 in Berlin.

Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Tempelhof. Doch plötzlich löste sich die gemeldete "Massenschlägerei" in Luft auf.

Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Tempelhof. Doch plötzlich löste sich die gemeldete "Massenschlägerei" in Luft auf.

Foto: Morris Pudwell

+++ Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr wegen "Massenschlägerei" +++

Am Sonnabend haben gegen 22 Uhr gleich mehrere Anrufer bei der Polizei eine "Massenschlägerei mit Messern" an einem Festsaal an der Ullsteinstraße in Tempelhof gemeldet. Ein Großaufgebot der Polizei, drei Rettungswagen, ein Notarzt und ein Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr rückten vorsorglich mit an.

Vor Ort untersuchten die Beamten das Gelände und die nähere Umgebung. Einige Polizisten hielten auch ihr Pfefferspray einsatzbereit. Gespräche vor Ort mit Gästen und den Organisatoren der Feier führten aber zu keinem Ergebnis. Plötzlich sollte gar nichts passiert sein - trotz mehrerer Anrufer. Nach rund 45 Minuten rückten Polizei und Feuerwehr wieder ab. Es wurden weder Verletzte oder etwaige Täter angetroffen. Ein Polizist sagte, dass die Anrufer noch einmal genauer befragt werden würden.

+++ 25-Jähriger schwulenfeindlich beleidigt +++

Ein 25-Jähriger ist am Sonntagvormittag am Europaplatz in Mitte schwulenfeindlich beleidigt worden. Bisherigen Erkenntnissen zufolge war der Mann gegen 11.50 Uhr gemeinsam mit seinem 28 Jahre alten Lebenspartner unterwegs. Plötzlich trat ein Mann an ihn heran. Dieser soll den 25-Jährigen dann homophob beleidigt und anschließend ins Gesicht geschlagen haben. Am Einsatzort trafen zuerst Bundespolizisten ein und nahmen den Tatverdächtigen vorläufig fest, wobei er einen Bundespolizisten bedrohte. Der Festgenommene im Alter von 27 Jahren wurde kurz darauf an Kollegen der Polizei Berlin übergeben. Diese nahmen seine Personalien auf und entließen ihn im Anschluss. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.

+++ Wohnung brennt in Neukölln - Haus evakuiert +++

Am Sonntagmorgen ist gegen 6.30 Uhr in einem Haus an der Nogatstraße in Neukölln ein Feuer ausgebrochen. Der Brandherd befand sich in einer Wohnung im dritten Geschoss des Seitenflügels. Das Feuer bahnte sich im Verlauf einen Weg durch die Decke in die darüber liegende Etage.

Die Einsatzkräfte untersuchten mehrere Mieter auf gesundheitliche Probleme. Zwei Personen kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Nicht alle der 15 geretteten Anwohner können zurück in ihre Wohnungen. Die Feuerwehr war mit 90 Einsatzkräften vor Ort. Derzeit laufen noch Restlöscharbeiten. Ein Fachkommissariat der Polizei wird nach Beendigung der Löscharbeiten die Ermittlungen zur Brandursache aufnehmen.

+++ Küche in Flammen - Mann stirbt +++

Nach einem Küchenbrand in Mitte ist ein Mann im Rettungswagen gestorben. Das Feuer war am Samstagabend im sechsten Stock eines Hauses an der Heinrich-Heine-Straße ausgebrochen, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein Mann, der leblos in der brennenden Wohnung lag, wurde im Treppenhaus reanimiert. Er starb jedoch wenig später in einem Krankenwagen. Warum es brannte, stand zunächst noch nicht fest.

+++ Auto ausgebrannt - Brandstiftung vermutet +++

In der Nacht zu Sonntag hat in Rosenthal ein Auto gebrannt. Gegen 0.20 Uhr bemerkte ein Passant Flammen an dem an der Hauptstraße geparkten VW und alarmierte Polizei und Feuerwehr. Einsatzkräfte löschten das Feuer. Der Wagen wurde stark beschädigt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Brandstiftung hat ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt übernommen.

+++ Maskierter raubt Neuköllner Späti aus +++

Sonntag früh ist in Neukölln ein Spätkauf überfallen worden. Gegen 5.30 Uhr betrat ein Maskierter den Laden an der Okerstraße, bedrohte einen 20 Jahre alten Angestellten mit Reizgas und forderte Geld. Nachdem sich der Räuber aus der Kasse bedient hatte, ergriff er die Flucht. Die Ermittlungen hat ein Raubkommissariat übernommen.

+++ Live-Konzert mit volksverhetzenden Texten löst Polizeieinsatz aus +++

Am Sonnabendabend hat laute Live-Musik in Köpenick einen Polizeieinsatz ausgelöst. Zeugen sagten, dass die Songs volksverhetzende Inhalte gehabt hätten, die vom Hof der Parteizentrale der NPD schallten. Nach bisherigen Erkenntnissen rief ein Anwohner der Seelenbinderstraße gegen 18 Uhr die Polizei. Die Einsatzkräfte hielten zunächst mit einem Verantwortlichen der Veranstaltung Rücksprache. Dieser gab an, ein Erntedankfest zu feiern und sagte zu, die Musik zu dimmen.

Ermittlungen ergaben, dass es sich um eine öffentlich zugängliche Open-Air-Veranstaltung mit politischem Charakter handelte. Eine Anmeldung der NPD-Veranstaltung war nicht erfolgt, sodass eine Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz gestellt wurde. Bezüglich der Live-Musik leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung ein.

Die Beamten hörten auch, dass „Sieg Heil“ gerufen wurde. Auch dazu wurde Strafanzeige wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gestellt. Unterstützungskräfte stellten die Personalien der 33 Anwesenden fest und entließen sie danach. Die Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin.