Einsatz

Polizei stoppt Hochzeitskorso in Charlottenburg

Wieder einmal sorgt ein Hochzeitskorso für einen Polizeieinsatz. In Charlottenburg kam es zu Wettfahrten und riskanten Überholmanövern

Foto: Rene Ruprecht / dpa

Berlin. Eine lautstark feiernde Hochzeitsgesellschaft hat mit einem Autokorso am Sonnabend für einen Polizeieinsatz in Charlottenburg gesorgt.

Die Autos fuhren hupend, blinkend und mit aufheulenden Motoren durch die Stadt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Immer wieder kam es zwischen den Hochzeitsgästen zu Wettfahrten. Außerdem fuhren die Autofahrer in Zick-Zack-Linien und führten riskante Überholmanöver durch. Ein Mopedfahrer musste stark bremsen, um einen Unfall zu verhindern. Die Polizei beschlagnahmte eine teure Sportlimousine, wie auf den getwitterten Bildern zu sehen war.

Die Polizei nahm das zu Protokoll. Insgesamt werden den Autofahrern diese Delikte vorgeworfen:

• verbotenes Kraftfahrzeugrennen

• Straßenverkehrsgefährdung durch grobes und rücksichtsloses Fehlverhalten beim Überholen

• Benutzung vermeidbarer Abgasbelästigungen

• Verursachung unnötigen Lärms

• missbräuchliche Verwendung von Schallzeichen (Hupen)

• Nötigung im Straßenverkehr

• Wechsel des Fahrstreifens ohne Ankündigung

• Gefährdung Unbeteiligter beim Überholen und Wiedereinordnen

• missbräuchliches Einschalten des Warnblinklichtes

In den vergangen Monaten war die Polizei in Berlin, Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern wiederholt alarmiert worden, weil große Hochzeitsgesellschaften mit zahlreichen Autos im Korso fuhren und den Straßenverkehr gefährdeten. Teilweise wurde auch mit Schreckschusspistolen geschossen.

Bei Hochzeitskorsos blockieren große Fahrzeugkolonnen Straßen und sogar Autobahnen und riskieren damit Auffahrunfälle.