Alte Klosterruine

Verpuffung bei Feuershow - drei Verletzte

Zu der Feuershow sind etwa 200 Personen in die alte Klosterruine in Mitte gekommen. Der Abend endete mit einem Feuerwehreinsatz.

Einsatzwagen der Feuerwehr stehen vor der alten Klosterruine.

Einsatzwagen der Feuerwehr stehen vor der alten Klosterruine.

Foto: Thomas Peise

In Mitte sind am Sonnabendabend drei Menschen bei einer Verpuffung verletzt worden. In der alten Klosterruine in Mitte wurde eine Feuershow aufgeführt. Dort kam es zu dem dramatischen Geschehen. Die drei Verletzten wurden nach einer Sofortbehandlung vor Ort von Rettungskräften in Krankenhäuser gebracht. Lebensgefahr bestand für die Betroffenen nicht. Ob Brandwunden zurückbleiben, blieb zunächst unklar. Nach dem Unfall wurde die Veranstaltung abgebrochen und Ermittlungen durch die zuständigen Behörden aufgenommen.

Etwa 200 Menschen waren am Sonnabend in die Klosterruine gekommen, um den Auftritt der in der Szene bekannten „Young Boy Dancing Group“ zu verfolgen. Das Programm lief zunächst wie geplant ab, bis die Künstler einem Augenzeugen zufolge begannen, mit Kerzen und Spiritusflaschen zu hantieren. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler, sollten mit dem Spiritus offenbar auf dem Boden der Bühne so genannte Flammenspuren gelegt werden, aus denen bei sorgfältigem Vorgehen der Künstler harmloser Feuerzauber entsteht, der jederzeit unter Kontrolle gehalten werden kann.

In diesem Fall war dies jedoch anders. „Es gab eine krasse Explosion, die direkt ins Publikum ging, ein Besucher stand völlig in Flammen“, wird ein anonymer Zeuge in einem Beitrag eines Online-Magazins zitiert. Dass ein Besucher in Flammen stand, wollte die Feuerwehr nicht bestätigen.

Künstler wollen Sicherheit verbessern

Auf Facebook meldeten sich inzwischen auch die Mitglieder der Künstlergruppe. Sie schrieben, sie hätten den Vorfall „zutiefst bedauert“. Man habe die ganze Situation unterschätzt und werde als erste Reaktion auf den Vorfall die eigenen Sicherheitsmaßnahmen verbessern, teilten die Künstler mit. Betroffene und Verletzte der Aktion wurden aufgefordert, sich bei der Gruppe zu melden. Zumindest die Behandlungskosten für die Verletzten und deren Transport durch die Feuerwehr in Kliniken kann der Gruppe in Rechnung gestellt werden, Dazu ist allerdings eine umfassende Aufklärung zu dem Geschehen, seinem Ablauf und der Ursache erforderlich.

Die 2014 gegründete Gruppe ist in den vergangenen Wochen mehrfach in Berlin aufgetreten, ohne dass es dabei zu gefährlichen Zwischenfällen gekommen wäre. Ob die Künstler jetzt mit einem befristeten Auftrittsverbot belegt werden, ist derzeit noch unklar. Die Gruppe selbst kündigte an, bis zur Klärung aller Umstände des Geschehens auf Auftritte mit brennbaren Utensilien zu verzichten.

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